Lehrende:
Lukas Imhof
Patrick Pazdzior
Auf einer Brache, auf der in den kommenden Jahren ein Mix aus Wohnen, Gewerbe und Parklandschaften entstehen wird, bildete der Entwurf eines Leihgebäudes den ortsbaulichen Auftakt. Als Ergänzung zu den geplanten Nutzungen fungierte das Projekt als „Gebäude für Dinge und ihre Menschen“. Die entwickelten Konzepte boten Raum für Besitztümer und Tätigkeiten, die in hochverdichtetem Wohnraum oft keinen Platz finden. Ziel war es, CO₂-intensive Kellerräume zu reduzieren und stattdessen flexible Lagerflächen sowie ein System für den Verleih gemeinschaftlich genutzter Gegenstände und Fahrzeuge zu schaffen.
Zentrales Thema war die Verbindung von Ausdruck und Konstruktion, der Entwurfsprozess verlief dabei nicht linear vom Städtebau zum Detail. Stattdessen dienten Bilder als rekursives Entwurfs- und Konstruktionswerkzeug. Renderings, KI-generierte sowie händisch erstellte Bilder wurden ihren baulichen Gegenstücken in der Detailplanung gegenübergestellt. In einem ständigen Wechselspiel zwischen verschiedenen Maßstabsebenen, digitalen und analogen Arbeitsmitteln sowie Referenzen aus der Architekturgeschichte wurde die gesuchte Atmosphäre schrittweise in konstruierbare Architektur übersetzt. Im Rahmen dieser „Sehschule“ untersuchten die Teilnehmenden das konstruktive Entwerfen als einen dynamischen Austausch zwischen verschiedenen Medien und Maßstäben.