Studie Fassadensanierung Elisabethhochhaus

Die Renovierung einer städtischen architektonischen Struktur aus dem letzten Jahrhundert ist entscheidend, um noch anspruchsvollere soziale Bedürfnisse und Komfortniveaus zu erfüllen und den Energieverbrauch zu senken. Wir untersuchen die Sanierungsmöglichkeiten des 1967 errichteten „Elisabethhochhauses“ in Graz.
Ziel ist es, die Verwitterung der Betonbauteile zu verhindern und gleichzeitig den Energieverbrauch des Gebäudes zu reduzieren.
Es werden grundsätzlich zwei Varianten untersucht. In beiden Varianten wird die Integration von Photovoltaik angewendet, jedoch wird bei der zweiten Variante zusätzlich eine thermische Sanierung vorgesehen. 
Die potenziellen Photovoltaik-Erträge und der aufgrund der thermischen Sanierung  zu erwartende geringere Heizenergiebedarf werden mit einem Ausgangswert für den Energieverbrauch des Gebäudes verglichen. Dieser besteht aus einem Stromverbrauch von 289 340 kWh/a und einem Fernwärmeverbrauch von 744 706 kWh/a, die aus den jährlichen Energiekostenabrechnungen und Richtwerten aus österreichischen Normen errechnet wurden. Wir untersuchen und definieren die grundlegenden Anforderungen für die bauliche und architektonische Sanierung. Dazu gehören die Vermeidung von Feuchteproblemen, die Reduzierung des Heiz- und Kühlbedarfs, die Möglichkeit der Energiegewinnung, die Definierung des architektonischen Ausdrucks, die Auswirkung der möglichen Veränderungen der Geometrie, Farbe und Konstruktion, die Auswirkung auf den Wohnkomfort, das Stadtgefüge und die Qualität der öffentlichen Räume.
Der Abschlussbericht präsentiert den Wissensaustausch mit Fachleuten aus Bauphysik, Wärme- und Bautechnik, Fassadenplanern, Fachleuten für Photovoltaikanlagen, lokalen Energieversorgern und Architekten.

Fakten
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Projektlaufzeit: Mai 2022 bis November 2022

Finanzierung: Privat (STIWOG Immobilien GmbH)

Projektleitung: Institut für Architekturtechnologie (IAT), TU Graz

Projektteam:Roger Riewe, Matthias Raudaschl, Toni Levak, Martin Boles, Mike Asteiner (IAT), Richard Heimrath, Thomas Mach (IWT, TU Graz), Wolfgang Feyferlik (Architekt, Graz)