Schriftenreihe ergänzt!

Ab SOFORT ist die Dissertation "Risiko- und Nutzenverhalten in der Bauwirtschaft"
von Dr.techn. Dipl.-Ing. Michael Werkl im Rahmen der Schriftenreihe zu erwerben.

Kurzfassung
Als Ausgangspunkt der Dissertation wird der Status Quo zum aktuellen Konfliktpotenzial in der Bauwirtschaft empirisch untersucht. Häufige Konfliktursachen und Streitgegenstände werden dabei mit der Wahrnehmung von Projektrisiken abgeglichen, um daraus Hauptproblemfelder zu entwickeln, welche die Entscheidungsfindung und Handlung von bauwirtschaftlichen Akteuren - vornehmlich Auftraggeber und Auftragnehmer - charakterisieren. Die Ergebnisse bilden die Grundlage für eine analytische Betrachtung, welche die erarbeiteten Problemfelder in die Theoriewelt der Neuen Institutionenökonomik einordnet, einem wirtschaftswissenschaftlichen Ansatz, der seit den 1970er-Jahren zunehmend an Bedeutung innerhalb der Wirtschaftstheorie gewonnen hat. Die neoinstitutionelle Analyse der bauwirtschaftlichen Problemfelder ordnet die Charakteristika der vertraglichen Beziehung zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer einem Agency-Problem zu. Im Rahmen der PrincipalAgent-Theory wird in der Arbeit versucht, dem Zielkonflikt zwischen Principal (Auftraggeber) und Agent (Auftragnehmer) sowie der herrschenden Informationsasymmetrie durch Anreizmechanismen im bauvertraglichen Vergütungsmechanismus zu begegnen, welche die Risikoeinstellung der Vertragspartner berück sichtigen.

Die dafür notwendige Aufarbeitung des Risikobegriffes und der Entscheidungsfindung unter Unsicherheit erfolgt unter Verwendung des aus der normativen Entscheidungstheorie stammenden Bernoulli-Prinzips, welches mit rationalem Handeln in Risikosituationen gleichgesetzt werden kann. Dazu wird das Risikoverhalten von bauwirtschaftlichen Akteuren empirisch erarbeitet, die Intensität der Risikoaversion berechnet und die kennzeichnenden Risikonutzenfunktionen präsentiert. Diese Funktionen, welche die Risikonutzenerwartung von Wirtschaftsakteuren widerspiegeln, werden im Rahmen der Principal-Agent Beziehung verwendet, um Vergütungsmechanismen in Form von leistungsbasierten Anreizen (performance based incentives) zu erarbeiten. Deren Anwendung wird anhand von Beispielen gezeigt. Unsichere Einflüsse können dabei durch die quantifizierte Risikoeinstellung der Vertragspartner im Rahmen der Vergütungsregelung berücksichtigt werden (Risk-Incentive Trade-Off, LEN-Modell).
Den Abschluss der Arbeit bilden die Zusammenführung der Ergebnisse und methodische Überlegungen zu den erarbeiteten Problemfeldern, insbesondere zur Vertragsgestaltung. Im Zentrum stehen dabei die Berücksichtigung der Risikonutzenerwartung der bauwirtschaftlichen Akteure angesichts unsicherer Umwelteinflüsse. Ziel ist es, damit das Konfliktpotenzial des bauvertraglichen Arrangements zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer zu reduzieren.
Die vollständige Arbeit ist ab SOFORT im Rahmen der Schriftenreihe Heft Nr. 34 des Institutes käuflich zu erwerben.


Nach oben

Nachbericht der BIT-Bau am 7.11.2013

Einblick in die Welt der Bauingenieure an der TU Graz – Die BIT-BAU‘13

Das Institut für Baubetrieb und Bauwirtschaft der TU Graz veranstaltete am 7. November 2013 bereits zum siebten Mal den Berufs- und Informationstag Bau, die BIT-BAU‘13. Diese in Österreich einzigartige Studien- und Berufsmesse für die Baubranche war heuer wieder außerordentlich gut besucht und konnte zahlreiche Studierende, AbsolventInnen sowie Schüler und Schülerinnen aus ganz Österreich begrüßen. Den InteressentInnen wurde das breite Anwendungsspektrum des Bauingenieurwesens in Verbindung mit der Wirtschaft präsentiert. Insgesamt 19 Aussteller aus Österreich, Deutschland und der Schweiz stellten ihr Betätigungsfeld und Arbeitsgebiet vor und spannte den Bogen von Systemlieferanten, Planungsbüros hin zu ausführenden Unternehmen sowie öffentlichen Auftraggebern.

Nützliche Hinweise zum Studium erhielten die Schülerinnen und Schüler bei begleitenden Vorträgen und am Stand der Fakultätsvertretung. Interessierte hatten am Informationstag die Möglichkeit, in einer ungezwungenen und angenehmen Atmosphäre, Einblicke in die Unternehmen zu bekommen. Sowohl Geschäftsführer als auch Vertretungen der Personalabteilungen standen den Studierenden und AbsolventInnen dabei wieder gerne Rede und Antwort. In einer umfangreichen Messebroschüre konnten sich die Teilnehmer bereits vorab zu den Tätigkeitsbereichen und aktuell angebotenen Stellen informieren.
Vorträge zur Stellung des Bauingenieurs in der Gesellschaft, seine Tätigkeitsbereiche nach dem Studium und auch zum Studienablauf an der TU Graz im Bereich Bauingenieurwissenschaften und erstmals auch in der Architektur stießen auch heuer wieder auf reges Interesse bei den Besuchern.
Begleitend zur Messe konnten die Besucher auch an Bewerbungsseminaren teilnehmen, ihren Lebenslauf checken und gratis Bewerbungsfotos machen lassen.
Für großes Aufsehen und mediales Echo sorgte der ausgeschriebene Wettbewerb unter allen höheren Schulen Österreichs. Im Schülerwettbewerb „Turmbau zu Graz“ wurde die Kreativität und das konstruktive Verständnis der Schüler aus unterschiedlichen HTL-Klassen bewiesen. 21 angemeldete Schulklassen bzw. –gruppen mussten einen möglichst hohen Turm innerhalb von 20 Minuten vor Ort errichten, welcher an seiner Spitze ein rohes Ei zu tragen hatte und mindestens eine Stunde stehen blieb. Das gesamte notwendige Baumaterial, als auch das zugehörige Hilfsmaterial für die Montage, musste in einer 22 l umfassenden Postbox Platz finden. Großartige Konstruktionen und herausfordernde Aufbausituationen im Innenhof der Alten Technik bewiesen den Besuchern der BIT-BAU ´13 das große Potenzial österreichischer Nachwuchsingenieure, wobei die herausragenste Konstruktion mit einer Höhe von 10,78 m prämiert wurde.

„Wir sehen in der Berufsmesse die Chance, unsere Studierenden bereits im Rahmen ihrer Ausbildung an die Praxis heranzuführen bzw. den Schülerinnen und Schülern das mögliche zukünftige Betätigungsfeld näher zu bringen“, so die Veranstalter Prof. Dr.-Ing. Detlef Heck, Dipl.-Ing. Bernhard Bauer und Dipl.-Ing. Jörg Koppelhuber. Fotos und weitere Informationen zur Messe, die Preisträger des Wettbewerbs und Videos zum Turmbau sind unter
www.bit-bau.at zu finden.


Nach oben

Der „Porr AWARD“ in der LV „Bauwirtschaftübungen“ 2013


Nach oben

Prof. Mauerhofer Nachfolger von Prof. Lechner am Institut für Baubetrieb und Bauwirtschaft der TU Graz

Am 1. Oktober trat Prof. Gottfried Mauerhofer die Nachfolge von Prof. Hans Lechner am Institut für Baubetrieb und Bauwirtschaft an.

Im Jahre 2002 hat die TU Graz der wachsenden Bedeutung des Bauprojektmanagements Rechnung getragen und das Institut neben der klassischen Professur für Baubetrieb und Bauwirtschaft mit einer zweiten Professorenstelle ausgestattet. Die Erstberufung erfolgte damals an Hans Lechner, der als Architekt maßgeblich den Bereich der Projektentwicklung und des Projektmanagements in Theorie und Praxis prägte. Im Jahr 2004 übernahm er die Leitung des gemeinsamen Instituts für Baubetrieb und Bauwirtschaft, Projektentwicklung und Projektmanagement.

Hans Lechner schöpfte sein breites Wissen aus einer umfangreichen Praxis im In- und Ausland von über 350 Projekten, wobei er die Anforderungsprofile der Praxis und die Schwerpunkte der Bauherren- und Planerleistungen in die Lehre übertrug. In seiner Zeit als Institutsvorstand hat er die Veröffentlichungsleistungen mit dem Ausbau der Schriftenreihe geprägt und so die Sichtbarkeit des Institutes wesentlich erhöht.

Univ.-Prof. Mag. DDipl.-Ing. Dr. techn. Gottfried Mauerhofer / Univ.-Prof.i.R. Arch. Dipl.-Ing. Hans Lechner (v.l.n.r.)

Seine besondere Expertise im Bereich der Leistungsbilder der geistig schöpferischen Dienstleistungen in Bauprojekten konnte er in der Überarbeitung der deutschen Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) einbringen, die unter seiner Federführung vollständig überabeitet wurde.

Hans Lechner, dessen Name in Österreich unzertrennlich mit erfolgreichen Großprojekten auf der Bauherrnseite verknüpft ist, hat seine Erfahrung aus seinem Büro auch den Studierenden in Projekten und Abschlussarbeiten zur Verfügung gestellt. In seinen Master-Vorlesungen Projektentwicklung, Projektmanagement, Kostenplanung und Kostenkontrolle sowie Ausschreibung und Vergabe konnten die Studierenden von seinem Erfahrungsschatz zehren.

Hans Lechner, der ebenfalls in der Kammer der Architekten und Ingeni­eure engagiert war, förderte auch die Zusammenarbeit mit anderen Univer­sitäten. Hier seien in erster Linie die Summerschool mit der ETH Zürich und der BTU Cottbus erwähnt. Sein gelebtes Engagement im Bereich des Projektmanagements mündete in der Gründung der acpma, einem Verein für Bauprojektmanagement.
In seinem Ruhestand wird sich Hans Lechner vermehrt seiner großen Leidenschaft, dem Kochen und der Veredelung von Früchten widmen können. Wir freuen uns jedenfalls schon auf die zweite Auflage seines exquisiten Kochbuches.

Die Professur „Projektmanagement und Projektentwicklung“ von Hans Lechner erfuhr in der Ausschreibung eine Umwidmung in den Bereich des Baumanagements. Hiermit sollte der Stärkung wirtschaftlicher Belange Rechnung getragen werden, um den Wirtschaftsingenieur an der TU Graz zu stärken.

Aus der Ausschreibung ging Mag DDipl.-Ing. Dr.techn. Gottfried Mauerhofer hervor, der seine Wurzeln bereits an der TU Graz hatte und seit dem 1. Oktober 2013 Universitätsprofessor für Baumanagement ist. Gottfried Mauerhofer studierte von 1992 bis 1999 Bauingenieurwesen und Wirtschaftsingenieurwesen an der TU Graz. Danach wechselte er an die Leopold-Franzens-Universität Innsbruck, um das Doktoratsstudium am Institut für Baubetrieb, Bauwirtschaft und Baumanagement zu belegen. Parallel absolvierte er das Studium der Betriebswirtschaft an der Karl-Franzens-Universität in Graz.

Sein beruflicher Werdegang führte ihn zunächst als Vorstandsassistent zur Porr Technobau und Umwelt AG, anschließend wurde er Leiter des strategischen Managements der Porr. Im Jahre 2012 wechselte er in die Geschäftsführung einer auf die Bauwirtschaft spezialisierten Unternehmensberatung.

Mit Gottfried Mauerhofer wird am Institut für Baubetrieb und Bauwirtschaft der betriebswirtschaftliche Zweig gestärkt, um auch der Bedeutung des Wirtschaftsingenieurwesens an der TU Graz gerecht zu werden. Seine Forschung wird vor allem durch die management- und organisationsorientierte als auch bau-betriebswirtschaftliche Ausrichtung geprägt sein. Dabei sollte die Fortentwicklung und Optimierung der Koordination von Bauprozessen sowie die Analyse der Schnittstellenproblematik im Rahmen der Projektvorbereitung, Projektorganisation und Projektrealisierung im Mittelpunkt stehen.

Univ.-Prof. Dr.-Ing. Detlef Heck
Institut für Baubetrieb und Bauwirtschaft der TU Graz


Nach oben

Lena Paar und Ageliki Valavanoglou verstärken unser Team – ein herzliches Willkommen unseren neuen Mitarbeiterinnen!

Ab Herbst 2013 heißen wir Frau Lena Paar und Ageliki Valavanoglou als neue Universitätsassistentinnen am Institut für Baubetrieb und Bauwirtschaft sehr herzlich willkommen und möchten Sie in diesem Sinne vorstellen:

Die Bauingenieurin Lena Paar hat bereits im September 2012 ihr Studium der Rechtswissenschaften an der Karl Franzens Universität abgeschlossen und wird unser Team in den Bereichen des Baurechts und der Bauwirtschaft verstärkt unterstützen. Neben den geplanten wissenschaftlichen Tätigkeiten wird Sie zu Beginn im Lehrbetrieb die Übungen der Lehrveranstaltung „Ausschreibung, Vergabe und Abrechnung„ betreuen.

Die aus Griechenland stammende Ageliki Valavanoglu studierte Civil Engineering an der University of Greenwich in London und sammelte nach ihrem Abschluss bereits einige Erfahrungen am griechischen und österreichischen Arbeitsmarkt. Mit ihren internationalen Einblicken wird sie ebenso wie Lena Paar neben ihrer Forschungstätigkeit im Lehrbetrieb die Übungen der Lehrveranstaltung „Ausschreibung, Vergabe und Abrechnung“ sowie im Sommersemester die Lehrveranstaltung „Projektmanagement“ betreuen.


Mag. Iur. Lena Paar / BEng M.Sc. Ageliki Valavanoglu (v.l.n.r.)


Nach oben

Verabschiedung der Universitätsassistenten Wolfgang Lang und Dieter Schlagbauer

Unser beiden Assistenten Wolfgang Lang und Dieter Schlagbauer beendeten mit dem Sommersemester 2013 ihre Tätigkeiten als Lehrende und Forschende am Institut für Baubetrieb und Bauwirtschaft. Wolfgang und Dieter haben unser Institutsbild über Jahre hinweg auf fachlicher sowie persönlicher Ebene stark mitgeprägt. Durch ihr großes Engagement und ihren ständigen Einsatz im Lehrbetrieb, sowie die Betreuung zahlreicher wissenschaftlicher Arbeiten von Studierenden und auch durch den Abschluss ihrer eigenen Dissertationen haben sie eine starke Bindung zum Institut und zu den Kollegen entwickelt.


Dipl.-Ing. Dr. Schlagbauer / Univ.-Prof. Dr.-Ing. Heck / Dipl.-Ing. Dr. Lang (v.l.n.r.)

In diesem Sinne bedankt sich das gesamte Team des Instituts für Baubetrieb und Bauwirtschaft sehr herzlich bei Dieter und Wolfgang und wünscht ihnen für die weitere berufliche und private Zukunft alles Gute und Viel Erfolg!

Nach oben