Schrotturmhotel

Alexander Wetschko

Aus der theoretischen Auseinandersetzung mit der Typologie des Hotels, den ausgewählten Referenzprojekten und der Analyse des Bauplatzes wird eine Hotelanlage im Bereich des Schrotturmes in der Wörthersee-Ostbucht entwickelt. Das Grundstück soll einer touristischen Nutzung zugeführt und der Naturraum für die Öffentlichkeit erschlossen werden. Der Entwurf baut auf einer fundierten Analyse des städtebaulichen und landschaftsräumlichen Umfeldes auf. Diese Untersuchung wird durch einen kritischen Blick auf die historische Entwicklung der Wörthersee-Architektur ergänzt. Das Grundstück eignet sich für eine derartige Bauaufgabe aufgrund seiner außergewöhnlichen Lage im Landschaftsraum sowie seiner Nahbeziehung zur Klagenfurter Innenstadt. Der Dialog zwischen technischem Denkmal und zeitgemäßer Architektur ermöglicht die Schaffung eines Ensembles mit Alleinstellungsmerkmal. Die baufällig gewordene Substanz wird entfernt und der unter Denkmalschutz stehende Schrotturm als markanter Solitär freigestellt. Die Struktur wird durch einen sensiblen Umgang mit den baulichen und topographischen Gegebenheiten ergänzt, das historische Thema des Terrassenrestaurants aufgegriffen und das seit Jahrzehnten geschlossene Café-Restaurant durch einen Neubau ersetzt. Der Standort wird durch gezielte Interventionen an den Uferbereich des Wörthersees und das Naherholungsgebiet Kreuzbergl angebunden. Die Qualitäten der Landschaft, das Zusammenspiel von Alt und Neu, der inszenierte Ausblick sowie der Dialog zwischen Innen- und Außenraum als entwurfsbestimmende Themen ermöglichen in einer gesamtheitlichen Betrachtung die Schaffung einer aus dem Ort entwickelten, einprägsamen Architektur.

Die Masterarbeit Schrotturmhotel wurde von Andreas Lichtblau (Institut für Wohnbau) betreut.