Ferdinand Schuster (1920-1972) | Das architektonische Werk

© Holger Neuwirth

Im OeNB-Forschungsprojekt „Ferdinand Schuster (1920-1972) | Das architektonische Werk“ werden architektonische Dokumente, Abbildungen, Schriften und Pläne erfasst und erschlossen, um den Beitrag von Ferdinand Schuster als Architekt, Theoretiker und Hochschullehrender zur österreichischen Nachkriegsarchitektur zu dokumentieren. Schuster war ab den 1950er-Jahren einer der wesentlichen Vordenker moderner Architektur in der Steiermark, sei es im Sakralbau (z.B. mit dem kirchlichen Mehrzweckraum im Seelsorgezentrum St.Paul-Eisteichsiedlung in Graz), Industriebau (mit den Wärmekraftwerken von Graz und Neudorf-Werndorf) oder im Wohn-, Bildungs- und Städtebau (Schusters prägende Rolle in der Stadtentwicklung Kapfenbergs). In seinen architekturtheoretischen Überlegungen thematisierte Schuster die kulturellen, sozialen und politischen Dimensionen des Bauens. Ab 1964 hatte er den Lehrstuhl für Baukunst und Entwerfen an der Technischen Hochschule Graz inne, und war somit auch als Lehrer prägend für eine ganze Generation an Grazer Architekturstudierenden.

Ziel der Dokumentation von Ferdinand Schusters Schaffen ist eine Werkmonografie, die anlässlich seines hundertsten Geburtstags im Jahr 2020 erscheinen wird. Weitere wichtige Bausteine des Forschungsprojekts sind Interviews mit WegbegleiterInnen Schusters, die bereits abgeschlossene fotografische Dokumentation seiner noch existierenden Bauten und Lehrveranstaltungen, in denen sich Architekturstudierende mit der Architektur und den Schriften Schusters auseinandersetzen.
Vorbereitend auf die Werkmonografie wurden seit Oktober 2018 monatlich Forschungslabore organisiert, in denen sich ForscherInnen aus der Denkmalpflege, Architekturtheorie und -praxis über ihre Forschungsergebnisse zu Ferdinand Schuster austauschen können: Industriebau (18. Oktober 2018), Sakralbau (16. November 2018), Wohnbau (11. Jänner 2019), Architektur + Gesellschaft (08. Februar 2019), Bildung + Lehre (15. März 2019).

Projektlaufzeit:
2018 - 2020

Finanzierung:
Jubiläumsfonds der Österreichischen Nationalbank (OeNB)

Projektteam:
Projektleitung: Daniel Gethmann
Projektassistenz: Ajda Goznik, Clemens Haßlinger, Felix Obermair

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