wert/schätzen. Ein Haus als Exempel

Worin bestehen für uns Wert und Qualität eines Gebäudes? Wer schreibt einem Haus welche Bedeutung zu? Und wie kommt es zur (politischen) Entscheidung für Erhalt oder Abriss? Am aktuellen Beispiel eines 1937 errichteten modernen Wohnhauses wurden in der Projektübung kollektive und individuelle Prozesse der Auf- oder Entwertung, der Bedeutungszuschreibung und des Umgangs mit Bauten der Zwischenkriegszeit kritisch hinterfragt und die gesellschaftspolitischen Gründe dafür untersucht. Das Haus Albrecher-Leskoschek, entworfen von dem 1943 von den Nationalsozialisten ermordeten Grazer Architekten Herbert Eichholzer, steht für eine fragile Seite der heute als unmenschlich in Verruf geratenen architektonischen Moderne. Der Abriss des Gebäudes zur Erweiterung des LKH-Areals stand zum Zeitpunkt der Lehrveranstaltung unmittelbar bevor, inzwischen ist das Gebäude abgerissen.

Die Studierenden erkundeten das Haus mit seiner Geschichte und räumlichen Qualität, den Transformationen und der städtebaulichen Situation, dokumentierten es mit künstlerischen und fotografischen Methoden und gingen den Hintergründen der Nichtbeachtung und Wiederentdeckung, der symbolischen Aufladung sowie des Ein- und Ausblendens im öffentlichen Diskurs nach.

wert/schätzen. Ein Haus als Exempel

Lehre
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Projektübung
Wintersemester 2016/17

Konzept und Leitung:
Antje Senarclens de Grancy und
Sophia Walk

In Kooperation mit dem Archiv der TU Graz  Sammlung Herbert Eichholzer

Ergebnisse

Teilnehmer*innen:
Magdalena Aschbacher
Armin Baumgartner
Tamara Crnko
Ruslan Dimov
Kathrin Eingang         
Gimpl  Kristina
Philipp Glanzner        
Melanie Heinl 
Daniel Hubmann        
Ramona Kraxner
Emina Lozo