Szyszkowitz – Kowalski
(Büro 1978–2016)

Michael Szyszkowitz und Karla Kowalski arbeiteten ab 1973 an gemeinsamen Projekten in Frankfurt, München, Graz und Stuttgart. 1978 folgte die offizielle Bürogründung in Graz. 2005 erweiterte sich die Bürogemeinschaft als Szyszkowitz-Kowalski+Partner ZT GmbH mit dem Sitz in Graz und Darmstadt. Nach dem Tod von Michael Szyszkowitz 2016 führte Karla Kowalski das Architekturbüro mit den Partnern Chavero und Lyssy als SK52 Architekten bis 2024 weiter.

Michael Szyszkowitz wurde am 26. September 1944 in Graz geboren und absolvierte von 1962 bis 1970 sein Architekturstudium an der Technischen Hochschule Graz. 1966, 1967 und 1968 besuchte er die Salzburger Sommerakademie bei Jacob Bakema und Georges Candilis. 1970/1971 war er als Mitarbeiter von Domenig & Huth für Behnisch & Partner an den Olympiabauten in München beteiligt. Von 1981 bis 1995 war er Lehrbeauftragter an der TU Graz und der TU Stuttgart. Von 1984 bis 1991 war Szyszkowitz Vizepräsident der Zentralvereinigung der Architekten Österreichs. 1987 war er Mitbegründer des Hauses der Architektur in Graz und engagierte sich bis 1993 als Vizevorsitzender und von 1994 bis 1999 als Präsident des HDA. Ab 1989 war er Mitglied der Altstadt-Sachverständigen-Kommission in Graz und ab 1998 stellvertretender Vorsitzender. Von 1998 bis 2012 war er Universitätsprofessor an der TU Braunschweig und Vorstand des Instituts für Gebäudelehre und Entwerfen. Von 2003–2005 war er dort Dekan und von 2005–2007 Prodekan des Fachbereichs Architektur. Am 26. Februar 2016 starb er während eines Urlaubs mit seiner Frau Karla Kowalski auf den Malediven.

Karla Kowalski wurde am 28. Jänner 1941 in Beuthen/Oberschlesien geboren. Sie studierte von 1962 bis 1968 an der TU Darmstadt. 1965 machte sie ein Tischlerei-Praktikum, 1966–1967 ein Zwischenpraktikum bei Candilis, Josic and Woods in Paris. 1968–1969 absolvierte sie ein Postgraduate Studium an der Architectural Association School in London. Von 1969–1971 war sie Mitarbeiterin bei Behnisch & Partner an den Olympiabauten in München. 1971/1972 war sie Lehrbeauftragte an der Gesamthochschule Kassel, 1988–2003 Universitätsprofessorin an der TU Stuttgart und Direktorin des Instituts für Öffentliche Bauten und Entwerfen. Seit 1993 ist sie Mitglied der Akademie der Künste Berlin, Abteilung Baukunst, und seit 1998 Mitglied der Académie lnternationale d'Architecture in Sofia. 2024 wurde ihr das Ehrendoktorat der TU Graz verliehen. Karla Kowalski lebt und arbeitet in Graz.

Gruppen_Szyszkowitz–Kowalski 

Sammlung
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Schenkung von Karla Kowalski 2022. Die Sammlung besteht aus einem Teil des Büroarchivs: Planrollen, Projektunterlagen und Projektdokumentation sowie Bilddokumenten. Große Teile des Gesamtbestandes befinden sich im Architekturzentrum Wíen.