Hubert Rieß wurde am 14. Oktober 1946 in Obernberg am Inn geboren. Er studierte von 1967 bis 1976 an der Technischen Hochschule Graz Architektur. Von 1976 bis 1977 war er Assistent des schwedischen Gastprofessors Jan Gezelius, bei dem er 1978 bis 1979 in Stockholm arbeitete. 1980 trat Rieß in das Büro des britisch-schwedischen Architekten Ralph Erskine ein. Seit 1985 ist er selbstständiger Architekt in Graz.
Rieß hat sich als Pionier des konstruktiven Holzbaus besonders im (mehrgeschossigen) Wohn- und Siedlungsbau einen Namen gemacht und dessen Rahmenbedingungen in Bayern und in Österreich stark beeinflusst. Von 1994 bis 2012 war er Professor für Entwerfen und Gebäudelehre an der Bauhaus-Universität Weimar; weiters unterrichtete er an der Technischen Universität Graz und am Masterlehrgang für Holzbaukultur der Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung in Linz.
2020/21 nahm er am Projekt Oral History des Instituts für Architekturtheorie, Kunst- und Kulturwissenschaften der TU Graz teil.
Schenkung von Hubert Rieß 2023. Der Vorlass besteht aus dem gesamten Büroarchiv mit Plänen (ca. 800 Rollen) und Projektunterlagen, etwa 10.000 Bilddokumenten und etwa 20 Modellen.