Karl Raimund Lorenz
(1909–1996)

Karl Raimund Lorenz wurde am 24. Juni 1909 in Leitmeritz/Litoměřice (Böhmen) geboren. Er studierte zunächst an der Hochschule für Welthandel in Wien und von 1928 bis 1932 an der Technischen Hochschule Graz Architektur. Anschließend studierte er an der Technischen Hochschule Berlin-Charlottenburg, wo er 1934 eine weitere Diplomprüfung ablegte. Nach seinem Studium war er zunächst Assistent bei Hans Poelzig in Berlin und bis 1938 Mitarbeiter in Poelzigs Büro, dazwischen verbrachte er ein halbes Jahr in Paris. Von 1938 bis 1943 arbeitete Lorenz in Wien, 1939 wurde er zum Hochbauleiter der Reichsautobahnen ernannt. Von 1943 bis 1945 arbeitete er an der Errichtung von Festungsbauten in Italien mit.

Ab April 1945 arbeitete er als freischaffender Architekt in Wien und wurde bereits 1946 als Professor für Gebäudelehre und Entwerfen und Hochbau für Bauingenieure, ab 1964 Gebäudelehre und Entwerfen, an die Technische Hochschule Graz berufen. Lorenz war damals mit 37 Jahren der jüngste Ordinarius Österreichs und bekleidete diesen Lehrstuhl bis zu seiner Emeritierung im Jahr 1979. Von 1947 bis 1952 sowie 1976/1977 war er Dekan der Fakultät für Architektur, 1952/1953 Rektor der Hochschule. Außerdem war er Mitglied in 27 Fachvereinigungen und über Jahre Vorstandsmitglied des Verbandes zur Vertiefung der wissenschaftlichen Beziehungen der Universität Graz mit den jugoslawischen Hochschulen, der Urania Steiermark, der Sezession Graz, der er in den Jahren 1951 bis 1954 als Präsident vorstand, und der Österreichischen Humanistischen Gesellschaft, der er ab dem Jahr 1966 vorstand sowie des Vereins für Heimatschutz in Graz.

Karl Raimund Lorenz erhielt mehrere Auszeichnungen, unter anderem den Ehrenring der Landes Steiermark. Er verstarb am 12. April 1996 in Graz.

Personen_Karl Raimund Lorenz

Sammlung
image/svg+xml

Die Sammlung umfasst persönliche Dokumente, Korrespondenzen, theoretische Schriften und Vorträge sowie Pläne zu eigenen Projekten, eine Diasammlung von Reisedokumentationen und die Glasdiasammlung zum TU-Campusgebäude.