Gerhard Lojen (1935–2005) und Erika Lojen (*1938)

Gerhard Lojen wurde 1935 in Graz geboren und studierte von 1954 bis 1962 an der Technischen Hochschule in Graz Architektur, wo ihn besonders der Unterricht in Zeichnen und Malen bei Kurt Weber prägte. Von 1958–77 war er Mitglied der Grazer Sezession, 1977 Mitbegründer der Künstlergruppe 77 in Graz.
Erika Lojen wurde am 19. September 1938 als Erika Heinz in Graz geboren. Sie studierte an der Technischen Hochschule Graz Architektur und schloss ihr Studium 1963 ab. Im Architekturbüro von Hermann Staar in St. Stefan im Rosental gewann sie 1964 den Wettbewerb für die Taborschule in Steyr, an deren Ausführung sie gemeinsam mit ihrem Mann Gerhard Lojen und zwei weiteren Mitarbeitern bis 1967/68 arbeitete.

1969 legte Erika Lojen die Ziviltechnikerprüfung ab und machte sich gemeinsam mit ihrem Mann in Graz selbstständig. Diese Bürogemeinschaft bestand 18 Jahre lang, bis Gerhard Lojen 1987 die Leitung der Meisterschule für Malerei der Grazer Ortweinschule übernahm. Danach führte Erika Lojen das Architekturbüro mit mehreren Angestellten bis 2005 weiter. Sie war Sachverständige in der Grazer Altstadtkommission und im Ortsbildschutz sowie im Disziplinarausschuss der Ingenieurkammer für die Steiermark und Kärnten.

Neben ihren umfassenden Planungs- und Bautätigkeiten nahm Erika Lojen seit den 1980er Jahren an vielen Ausstellungen und Kunstprojekten teil. Von 1965 bis 1977 gehörte sie der Sezession Graz an, 1977 war sie Gründungsmitglied der Gruppe 77, der sie von 1990 bis 1992 auch als Präsidentin vorstand und bis heute angehört. Erika Lojen lebt und arbeitet als freischaffende Architektin und Künstlerin in Graz.

Personen_Erika Lojen und Gerhard Lojen

Sammlung
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Leihgabe von Erika Lojen 2025. Die Sammlung umfasst Pläne zu Projekten sowie eine Fotosammlung, beides in digitaler Form.