Giselbert Hoke wurde am 12. September 1927 in Warnsdorf in Nordböhmen geboren. Während des Zweiten Weltkriegs verlor er als 17-Jähriger seinen rechten Arm. Nach dem Krieg absolvierte er 1946 die Matura in Klagenfurt und ging an die Akademie der bildenden Künste in Wien, wo er bei Robin Christian Andersen und Herbert Boeckl Malerei studierte. Ein Stipendium des französischen Staates ermöglichte ihm 1953 einen Studienaufenthalt in Paris.
Im Jahr 1974 wurde er als Professor für Künstlerische Gestaltung an die Fakultät für Architektur der Technischen Universität Graz berufen. In den folgenden Jahren baute er das Institut für Künstlerische Gestaltung im Stift Rein auf und leitete es bis 1995. In den 1980er Jahren war er mehrmals Kursleiter der Internationalen Sommerakademie in Salzburg. Hoke realisierte zahlreiche Wandmalereien, Emailbilder und Glasfenster in Kirchen und öffentlichen Bauten in Österreich und Deutschland. Sein Werk wurde u.a. in der Albertina in Wien, im Museum moderner Kunst Klagenfurt und der Villa Manin in Codroipo/Udine gezeigt. Er lebte und arbeitete bis zu seinem Tod im sogenannten „Werkhaus“ neben dem Schloss Saager in Grafenstein.
Giselbert Hoke starb am 18. April 2015 in Klagenfurt.
Die Sammlung umfasst diverse Unterlagen.