Klaus Werner Gartler wurde am 7. Juni 1940 in Arnstein bei Voitsberg geboren. Ab 1959 studierte er Kunstgeschichte an der Universität Wien sowie Architektur an der Technischen Hochschule Graz, wo er 1965 die Abschlussprüfung ablegte. 1966 bis 1969 arbeitete er im Innsbrucker Architekturbüro Stigler & Stigler. 1969 bis1971 studierte er an der School of Architecture and Urban Planning der Princeton University, wo er von 1970 bis 1972 auch als Forschungsassistent (Research Assistent und Research Architect) tätig war. In Graz wurde er 1972 Assistent am Institut für Städtebau und Entwerfen der Technischen Hochschule bei Hubert Hoffmann sowie Lehrbeauftragter für Planungsmethoden, später für Architektur und Stadtplanung am Institut für Städtebau und blieb als Assistent bis 1978, als Lehrbeauftragter bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2008 tätig. 1977 eröffnete er ein eigenes Architekturbüro in Graz mit dem Schwerpunkt Stadtplanung. Er erstellte in diesem Zusammenhang zahlreiche städtebauliche Gutachten, Standortkonzepte sowie Stadterneuerungskonzepte.
Über viele Jahre war er auch in der Grazer Kommunalpolitik tätig, wurde 1978 für die SPÖ Gemeinderat und 1982 als Umweltstadtrat in die Grazer Stadtregierung berufen. In dieser Funktion hatte er bedeutenden Einfluss auf die Entwicklung des Transport- und Verkehrswesens sowie das Abwassermanagement. Der Grazer Stadtregierung gehörte er bis 1990 an. Gartler war Mitglied der Zentralvereinigung der Architekten Österreichs und der American Society of Planning Officials Chicago.
Klaus Gartler starb am 23. September 2016 in Graz. 2020 fand im Frac-Centre Val de Loire in Orléans eine Retrospektive zum Werk von Klaus Gartler und Helmut Rieder statt.
Schenkung von Bozena Gartler 2021. Die Sammlung besteht aus persönlichen Dokumenten, Konzepten, Korrespondenzen sowie Bilddokumenten und Plänen zu Projekten, außerdem einer Sammlung an Publikationen und Druckwerken.