ENTWERFEN 3

Die Entwurfsübungen im Entwerfen 3 unterstützen die Kernkompetenz angehender Architektinnen und Architekten, das räumliche Denken und konzeptionelle Entwerfen im gegebenen Kontext. Die Studierenden werden in das Analysieren und Interpretieren städtebaulicher Strukturen in unterschiedlichen Maßstäben eingeführt. Die Projektgebiete befinden sich dabei im innerstädtischen Kontext und weisen bereits Bestandsstrukturen aus, die es zu evaluieren und neu zu interpretieren gilt. Weiter wird das Verständnis für den Zusammenhang am Standort und die Eignung für spezifische Nutzungen innerhalb der existierenden Stadtstruktur, sowie die angemessene und standortspezifische Gestaltung vermittelt. Zusätzlichen Schwerpunkt bildet die Auseinandersetzung mit sozialen und ökologischen Aspekten im Entwurf.

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Entwerfen 3
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Städtebauliche Entwicklungen müssen nachhaltig und zukunftsweisend sein. Urbane Herausforderungen wie globale Erwärmung, Verstädterung und Ressourcenknappheit fordern ein Umdenken. In Flandern wurde bereits der Betonstopp gefordert und soll nun als eine der zentralen Klimaanpassungsmaßnahmen umgesetzt werden. In der Übung „Beton Stopp Graz“ werden wir resiliente städtebauliche Entwürfe erarbeiten, die den Versiegelungsgrad und die gebundene Grauenergie in Bestandstrukturen, trotz Neugliederung und Nachverdichtung auf das aktuelle Maß beschränken. Ziel ist es strategische Konzepte für die Entwicklung eines nachhaltigen Quartiers zu erarbeiten.
Dabei werden konkrete städtebauliche Grundlagen wie Erschließung, Freiraum, Massenverteilungen und Nutzungsmix vermittelt. Unterschiedliche Nutzungen sollen Synergien im resilienten Quartier schaffen (Wohnen, Arbeiten, Versorgung, Gewerbe) und auf unterschiedliche Maßstabsebenen gestaltbezogene, ökologische und soziale Aspekte in das städtebauliche Entwerfen einbringen. Besonderer Fokus wird der Schwellenraum zwischen Innen und Außen gelegt (öffentliche und private Freiräume). Wichtig ist dabei Stadträume als Teil größerer ökologischer und sozialer Zusammenhänge zu verstehen und sie als Systeme zu denken.

Radostina Radulova-Stahmer / Nina Habe

Graz wächst und wächst.
Aktuelle Prognosen sprechen von einem Zuwachs in der Größenordnung von 40.000 Einwohnern innerhalb der nächsten 15 Jahre.
Im Rahmen dieser Übung werden wir am Beispiel unseres Planungsgebietes ausloten, wie man diesen Zuwachs unter den Gesichtspunkten der Nachhaltigkeit , des Klimaschutzes und der sanften Mobilität in Verdichtungsszenarien im Stadtteil Puntigam unterbringen könnte.
Wir wollen im Umfeld des Bereichs Puntigam Gradnerstrasse neue Wohnbebauung mit Wohnfolgeeinrichtungen und einem Ortszentrum als Szenarien für künftige nachhaltige Entwicklungen entwerfen.
Dabei wird der Erhalt bzw. die Nutzbarmachung von Grünflächen (Grün statt Beton) und die Vernetzung von Grünflächen und Funktionen miteinander sowie mit existierender Bebauung und vorhandenen sowie neu zu planenden Nutzungen eine wichtige Rolle spielen.
Neue Wohn- und Mobilitätsformen werden in unserem Punti_game(e) auch eine wichtige Rolle spielen

Wolfgang Dokonal


 

Vorstellung:
02.10.2019, 10:00-13:00 Uhr, HS I (ATK1120H)

Anmeldung:
02.10.19, ab 15:00 Uhr

Ort:
Radulova-Stahmer/Nina Habe HS V (AT01012)
Dokonal Besprechungszimmer (AT02082)

Informationen:
Web: www.stdb.tugraz.at
Facebook: www.facebook.com/stdb.tugraz.at