STDB/FORSCHUNG URBA GRAZ/TERRITORIUM|PLANUNG

Aktuelle Forschungsprojekte

Krottendorf-Gaisfeld

Räumliche Visions-Konzept für den Regionalraum von Krottendorf-Gaisfeld

10/2019 – 06/2020

Wohnraum und Bauland für Eigenheime in Städten werden immer knapper und teurer, weshalb zunehmend mehr junge Leute in peri-urbane Umlandgemeinden von Städten abwandern, um hier ihren Traum vom leistbaren Eigenheim im Grünen zu verwirklichen. Zeitgleich zu diesem Trend altert ein großer Teil der lokalen (peri-urbanen) Bevölkerung und sieht sich mit der eigenen Lebenssituation zunehmend mehr überfordert. Da ein großer Teil dieser Bewohner städtischer Umlandgemeinden, ihre Arbeit in den nächst größeren Städten ausübt und die älteren Menschen auf Versorgungs- und Unterstützungsangebot außerhalb des Gemeindegebietes angewiesen sind, wird Aus- und Einpendeln zu einer unverzichtbaren Notwendigkeit. Jene Kleingemeinden- und Siedlungsgebiete die über eine hochrangige ÖPNV-Anbindung verfügen (wie z.B. eine schnelle S-Bahn- oder eine gut ausgebaute Busanbindung an die nächstgelegenen Städte) können hinsichtlich ihrer zukünftigen Entwicklung davon im großen Maß profitieren. Neben einer günstigen ÖPNV-Anbindung wertet eine attraktive Umgebung (Landschafts- und Naturraum) mit einem abwechslungsreichen Freizeitangebot solche Orte als „Lebensraum“ massiv auf und zieht umso mehr zukünftige Bewohner an. Diese Umstände geben Anlass für wohlüberlegte Zukunftsvisionen für solche peri-urbanen Gemeinden. Es benötigt zukunftsfähige Konzepte mit der Bedarfsabdeckung an neuen Lebens-, Wohn-, Arbeits- und Versorgungsformen bzw. -Modellen für alternde und junge Menschen, sowie Jugendliche und Kinder in ländlichen Regionen.

Projektleitung: 

  • Aglaée Degros

Fördergeber:

  • Gemeinde Krottendorf-Gaisfeld

Abgeschlossene Forschungsprojekte

Mehr als Wohnen 4.0

01/2019 – 02/2020

Innerhalb der Region Obersteiermark Ost gibt es große Unterschiede in Größe und Lage der Gemeinden sowie der Zugänglichkeit von und Ausstattung mit Daseinsvorsorgeeinrichtungen. Dementsprechend manifestieren sich demographische Dynamiken und die Nachfrage nach Wohnraum und Gewerbeflächen in der Obersteiermark Ost unterschiedlich. Dieser Heterogenität steht eine geringe Varianz des Wohnungsangebots gegenüber. Das Einfamilienhaus mit Garten ist das häufigste Wohn-Gebäude in der Region. Klassische Wohnungsmarktangebote zu vergleichsweise günstigen Baulandpreisen entsprechen dem Wunsch vieler junger Familien nach einem Haus mit Garten. Auch wenn einige Städte bereits ein differenzierteres Wohnangebot bieten, fehlen in den meisten Fällen noch innovative Wohnformen für die sich heute verändernden Anforderungen (z.B. Seniorenwohnungen, temporäres Wohnen, gemeinschaftliche Wohnformen). Die gegenseitigen Stärken des Zentrums, des Umlandes und der Peripherie müssen genutzt werden, um Menschen jeden Alters eine ideale Kombination aus Wohnen, Arbeiten und Leben zu bieten. Durch die Globalisierung, eine neue Vielfalt von Lebenskonzepten, die Auflösung vieler sozialer Konventionen und den demographischen Wandel müssen Lebensräume heute ein sehr breites Nutzungsspektrum repräsentieren können. Für das Projekt ist Wohnen der Fokus, durch den die Entwicklung der gesamten Region zu hoher Lebensqualität hin betrachtet wird. Daher stehen neben der Entwicklung von Ideen für junges Wohnen, Mehrgenerationenwohnen, Smart Home, temporäres Wohnen u.ä. auch Entwicklungsstrategien auf dem Plan, die Mobilität, Landschaft und Siedlungsentwicklung gemeinsam denken.

Projektleitung:

  • Institut für Städtebau

Projektpartner:

  • Kampus Raumplanungs- und Stadtentwicklungs GmbH

Fördergeber:

  • Regionalmanagement Obersteiermark Ost

STEK Villach

 Stadtentwicklungskonzept für die Stadt Villach 2015

 03/2014 – 06/2015


© Institut für Städtebau

Die Überarbeitung des Stadtentwicklungskonzepts 2000 (STEK 2000) der Stadt Villach bot die Möglichkeit, sowohl inhaltlich als auch prozessbezogen neue Wege zu gehen. Zum einen sollte das Thema „nachhaltige, energieeffiziente Stadtentwicklung“ stärker fokussiert und mit laufenden bzw. geplanten Smart-City-Initiativen und -Projekten in Villach abgestimmt werden. Zum anderen wurden Stakeholder-Einbindung und BürgerInnenbeteiligung von Beginn an strategisch mitgedacht und methodisch entsprechend umgesetzt. Aktuelle Themen und Fragestellungen der „Stadt der Zukunft“, wie urbane Mobilität, urbanes Wohnen und Arbeiten, stadträumliche und sozialverträgliche Innenverdichtung, Einbindung erneuerbarer Energiesysteme sowie neue Governance- und Beteiligungsmodelle fanden dabei besondere Berücksichtigung.

Nach mehreren Expertenworkshops zu den Themenschwerpunkten „Stadtentwicklung 2.0“, „Urbanes Leben“, „Umwelt & Ressourcen“, „Wirtschaft & Arbeit“ und „Urbane Infrastruktur“ wurden konkrete Handlungsempfehlungen für die Stadt Villach ausgearbeitet.

Projektleitung:

  • Institut für Städtebau, TU Graz

Projektpartner:

  • StadtLABOR Graz
  • Institut für Prozess- und Partikeltechnik, TU Graz
  • Institut für Straßen- und Verkehrswesen, TU Graz
  • Institut für Wärmetechnik, TU Graz

Fördergeber:

  • Magistrat Villach

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