ENTWERFEN 2

Wir erleben heutzutage, dass Kochen teilweise aus dem Alltag der modernen Gesellschaft verschwindet. In der Vergangenheit jedoch waren gemeinsames Kochen und Essen eine wichtige Möglichkeit, Menschen zu verbinden. Kochen als Unterhaltung gehört aber auch oft zu den Aktivitäten, die in den sozialen Medien gesucht werden. Aus diesem Grund haben wir uns entschlossen, den virtuellen Raum der sozialen Medien in eine physische Welt des modernen Kochens zu verwandeln. Küche und Esszimmer, in denen sich verschiedene Akteure ohne Unterschied von Alter, Geschlecht, Nationalität, Religion oder Erfahrung treffen könnten zu einem neuen Think-Tank für Menschen werden.
Der Entwurf einer (oder mehrerer) gemeinsamer Küchen ist das Hauptziel dieses Projekts. Wir suchen nach dem Raumgedanken aus Sicht der Köche, in dem das Kochen selbst zur Unterhaltung für alle wird. Wir betrachten es als eine neue Typologie, bei der die Erstellung eines Programms und seiner Funktionalität neue Perspektiven eröffnet, um neue Gemeinschaften anzuziehen.


ENTWERFEN 4

PROJEKTE

Das Landesberufsschulzentrum (LBS) in Sankt Peter ist eine Drehscheibe für überregional relevante Berufsschulen. Im vergangenen Jahr lernten dort fast 5.000 Auszubildende beinahe 60 verschiedene Handwerksberufe. Viele dieser Schülerinnen und Schüler kommen aus anderen österreichischen Bundesländern oder aus weiteren Teilen der Steiermark. Ihre Wohnorte und Familien sind zu weit entfernt, um täglich zu pendeln weshalb sie eine spezielle Unterkunft in der Nähe benötigen. Das einzige bestehende Internat (Naglergasse) kann derzeit jedoch weniger als 4% der Schülerinnen und Schüler des Landesberufsschulzentrums aufnehmen. 
Dieses Problem wurde von der Steiermärkischen Landesregierung erkannt, was zu mehreren provisorischen Maßnahmen (Vereinbarungen mit Jugendzentren und Jugendherbergen) und zu mittelfristigen Plänen für den Bau spezifischer Unterkünfte auf dem LBS-Campus und/oder in der Nähe des LBS-Campus geführt hat. 
Für die E4+EST-Aufgabe dieses Semesters schlagen wir zwei dieser neuen Gebäude vor, um eine angemessene Antwort auf die unterschiedlichen Wohnbedürfnisse zweier Altersgruppen zu geben:
<16 für jüngere Studierende, die zum ersten Mal ihr Zuhause verlassen und eine gewisse Betreuung benötigen.
>17 für ältere Studenten, die bereits ziemlich unabhängig und autonom sind.
Beide Gebäude sollen ein öffentliches Erdgeschoss haben, das im Falle des Gebäudes <16 der Gemeinschaft der LBS und im Falle des Gebäudes >17 den Besuchern des nahe gelegenen Friedhofs dient. 
 


MASTERSTUDIO B_LEAP: BERLIN

PROJEKTE

Vom Projekt zum Produkt! 
Mit einer besonders hohen Anzahl an jährlichen Gründungen ist Berlin nicht nur in Deutschland ein Startup-Hotspot, sondern gehört auch zu den beliebtesten Städten Europas um ein Business zu starten. Viele junge Unternehmer strömen in die deutsche Hauptstadt, um Teil dieses gesund wachsenden Ökosystems zu sein. Berlin und seine lebendige Gründerszene wachsen und definieren sich immer wieder neu. Die Stadt ist der Ort an welchem Kreativität und Technologie aufeinander treffen und durch Fusionen neue Marktrevolutionen auslösen können.
Entwerfen wir einen offenen Inkubator für junge Unternehmer im Bereich des Industriedesigns, welcher mit der Bereitstellung von Infrastruktur und professioneller Unterstützung die Entwicklung innovativer Forschungsergebnisse aus kreativ-technologischen Bereichen zu marktfähigen Produkten ermöglicht und Start-ups bei ihrer Gründung unterstützt.
Am Campus Charlottenburg gelegen, wird die neue Struktur als direkte Schnittstelle zwischen akademischer Forschung und Industrie fungieren, verschiedene Menschen miteinander verbinden und Impulse für neue Ideen geben.


MASTERSTUDIO MULTIPLICITY - BERLIN

PROJEKTE

MULTIPLICITY Berlin
Erweiterung der Reinbeckhallen in Berlin-Oberschöneweide
Berlin boomt - immer noch? 

Kunstschaffende halfen, "verrufene" Stadtviertel chic zu machen. Der Immobilien Markt nimmt diesen Trend der Stadtentwicklung dankend an und entwickelt sich zunehmend in die Höhe. Immer weniger Menschen können sich Wohnen und Arbeiten in gentrifizierten Vierteln noch leisten. Mit dem Abwandern dieser ersten Gentrifizierungswelle, die vorwiegende aus Künstlern, Studenten und Hausbesetzern besteht, in entlegene Randgebiete, verblasst auch zunehmend die „hippe „Identität dieser Stadtviertel. Was vom kreativen "Dirty Chic" bleibt ist ein kommerzialisiertes Bildnis davon. Dabei kämpft die Stadt damit ihr Image als kreativ, produzierende Kunst und Kulturmetropole zu erhalten. 
Das Wortspiel Multiplicity Berlin bezeichnet einen kulturell produktiven Stadtteil der seine Identität der Vielfalt an Akteuren verdankt, die diesen laufend bespielen und den öffentlichen Raum immer wieder neu verhandeln, beleben und Mitgestalten.
In Berlin-Oberschöneweide wurde in den Reinbekchallen ein Ort geschaffen, an dem sich Kunst- und Kulturschaffende unabhängig von Gentrifizierung langfristig niederlassen und verwirklichen können. Ein ehemaliger Industriestandort wurde in ein lebhaftes, kreatives und innovatives Areal, mit Zukunft verwandelt. Ein Ort der sich, von Kunst und Kultur geprägt, eine bleibende Identität schaffen kann.