Eilfried Huth (*1930)

Eilfried Huth wurde am 1. Dezember 1930 als Kind österreichischer Auswanderer auf der Insel Java/Indonesien geboren. Er studierte von 1950 bis 1956 an der Technischen Hochschule Graz Architektur. Nach dem Hochschulabschluss war er bis 1962 Mitarbeiter des Architekten Emmerich Donau, von 1962 bis 1975 arbeiteten er und Günther Domenig als Team gemeinsam mit Büros in Graz und in München. Mit dem Projekt „Neue Wohnform Ragnitz“ gewannen die beiden den Grand Prix d’Urbanisme et d’Architecture 1969 in Cannes. Nach der Bürotrennung konzentrierte sich Huth auf nutzerbestimmtes Wohnen – die Eschensiedlung in Deutschlandsberg gilt als erste bauliche Umsetzung.

Von 1971 bis 1972 war Huth Gastprofessor an der Gesamthochschule Kassel, von 1985 bis 2005 Professor für Entwurf und Gebäudelehre an der Universität der Künste Berlin (HdK/UdK). Huth wurde für sein Werk vielfach ausgezeichnet, unter anderem 1975 mit dem Europäischen Stahlbaupreis, 2024 mit dem Ehrendoktor der Technischen Universität Graz und 2025 mit dem Ehrenring der Stadt Graz. 

2020/21 nahm er am Projekt Oral History des Instituts für Architekturtheorie, Kunst- und Kulturwissenschaften der TU Graz teil. Eilfried Huth lebt in Graz.

Personen_Eilfried Huth

Sammlung
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Depositum von Jutta Huth 2026. Die Sammlung besteht aus Unterlagen zu Projekten und digitalisierten Fotos. Große Teile seines Vorlasses befinden sich im Architekturzentrum Wien (Az W).