Ein seit 2023/24 am Institut für Architekturtheorie, Kunst- und Kulturwissenschaften angesiedeltes Recherche- und Publikationsprojekt hat Namen und biographische Daten von insgesamt 232 Grazer Architekturabsolventinnen zutage gefördert, die im Zeitraum 1924 bis 1989 ihr Studium an der Technischen Hochschule Graz absolviert haben. Diese Frauen haben sich in einem männerdominierten Arbeitsfeld oft erfolgreich durchgesetzt: als selbständige Architektinnen, als Partnerinnen oder Mitarbeiterinnen in Architekturbüros oder in Bauverwaltungen. Von den meisten von ihnen war bisher kaum oder gar nichts bekannt, ihr Anteil an architektonischen Leistungen wurde oft einfach ignoriert.
Das unter der Leitung von Antje Senarclens de Grancy gemeinsam mit Clara Neuhold, studentischer Mitarbeiterin, und Bettina Paschke vom Architekturarchiv Steiermark an der TU Graz durchgeführte Projekt „Architektinnen in/aus Graz“ wurde zu Beginn im Rahmen der „Gender Task Force“ der Architekturfakultät gefördert.
2025 wurde es mit einem der jährlich von der TU Graz ausgeschriebenen Mind the Gap Diversity Awards für herausragende universitäre Arbeiten in den Bereichen Diversität, Inklusion und Chancengleichheit ausgezeichnet. Als erstes Ergebnis ist 2025 auf der österreichischen online-Architekturplattform gat.news eine Artikelserie erschienen, in der neun dieser Architektinnen vorgestellt werden, die nach 1945 in Österreich, Deutschland, Norwegen oder dem Iran gearbeitet haben.
Die Technische Universität Graz hat im Dezember 2025 sechs Mind the Gap Diversity Awards für herausragende universitäre Arbeiten in den Bereichen Diversität, Inklusion und Chancengleichheit vergeben:
Mind the Gap Diversity Award 2025