Hubert Hoffmann (1904–1999)

Hubert Hoffmann wurde am 23. März 1904 in Berlin geboren. Er besuchte von 1920 bis 1925 die Bauschule sowie die Kunstgewerbeschule und die Technische Hochschule Hannover. 1926 bis 1930 studierte er am Bauhaus Dessau, war danach von 1928 bis 1932 in Berlin als Architekt tätig, aber auch am Bauhaus Dessau, wo er mit Wilhelm Jacob Hess und Cornelius van der Linden an der „Analyse von Dessau“ arbeitete, die 1933 auf dem CIAM-Kongress vorgestellt wurde. 1935 bis 1936 wurde er Assistent an der Technischen Hochschule Berlin, danach nahm er eine Stelle als Landesplaner in Posen an. Von 1938 bis 1939 war er als Stadtplaner in Potsdam tätig, 1940 wurde er zur Wehrmacht eingezogen und als Raumplaner in Litauen eingesetzt. Nach dem Krieg war er Stadtplaner in Magdeburg und Dessau.

1949 floh er nach Westberlin, wo er von 1949 bis 1952 als Leiter des Planungsentwurfsamtes arbeitete. Von 1952 bis 1954 war er Dozent in Berlin-Dahlem, ab 1953 auch als freier Architekt in Bonn und Berlin tätig, unter anderem für Hans Scharoun und Walter Rossow. 1958 wurde er als Professor an die Technische Hochschule Graz berufen, wo er das Institut für Städtebau und Entwerfen bis zu seiner Emeritierung am 30. September 1974 leitete. In dieser Zeit entstanden prägende Projekte, vor allem in der Steiermark und in Vorarlberg. Er beteiligte sich aber auch an verschiedenen Wettbewerben in Deutschland. Ab 1975 arbeitete er mit seinem ehemaligen Schüler Arnold Werner als Architekt und Planer in St. Veit bei Graz und war als Stadtplaner und Architekt bis ins hohe Alter an zahlreichen Planungen und Bauten beteiligt. 1979 wurde eine Hubert Hoffmann-Ausstellung an der Neuen Galerie am Landesmuseum Joanneum Graz veranstaltet.

Hubert Hoffmann verstarb am 25. September 1999 in Graz. Sechzehn Jahre später, im März 2015, präsentierte die Neue Galerie in Graz eine Ausstellung zu seinem Gedenken mit dem Titel „Hubert Hoffmann. Alle Architektur ist Raumkunst“.

 

Personen_Hubert Hoffmann

Sammlung
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Schenkung von Frau Moritz, vermittelt durch Heiner Hierzegger, im April 2002. Die Sammlung umfasst persönliche Dokumente, Korrespondenzen, theoretische Schriften, Gutachten, Kataloge, Gesetzestexte sowie Pläne zu Projekten und eine Fotosammlung. In den Sammlungen Hajdar Kerciku und Victor Winkler des ASt befinden sich außerdem Reiseberichte, Schriften und Grafiken von Hubert Hoffmann