OBENDRAUF

Andreas Kalcher, Felix Stockinger, Alina Daum

 

Ausgangspunkt bildet die städtebauliche Einfügung des neuen Bauvolumens. Straßenseitig ist die Aufstockung gegenüber dem Bestand zurückgesetzt, sodass die historische Fassadenstruktur einschließlich Gesims klar ablesbar bleibt. Darüber schließt das neue Volumen mit ruhiger, zurückhaltender Fassadengestaltung die Lücke zwischen den Nachbargebäuden. Hofseitig öffnet sich der Baukörper über Balkone und Loggien und stellt eine klare räumliche Beziehung zwischen Innen- und Außenraum her. Aus dieser Setzung leitet sich die innere Organisation ab: Die bestehende Gliederung und Achsstruktur wird in den neuen Geschossen weitergeführt, die Erschließung bleibt an ihrer Position und wird durch einen Lift ergänzt, wodurch eine barrierefreie Erschließung entsteht.

Die horizontale Erschließung orientiert sich am Mittelgang und wird durch Einschnitte räumlich differenziert. Tageslicht verbessert die Belichtungssituation und gemeinschaftlich genutzte Funktionen erweitern den Mittelgang. Die konstruktive Ausformulierung knüpft an die strukturelle Logik des Bestands an, das Raster wird übernommen und als Skelettbau weitergeführt. Tragende Elemente orientieren sich an der bestehenden Struktur, wodurch eine kontrollierte Lastabtragung erfolgt. Die räumliche Organisation ermöglicht eine klare Trennung zwischen privaten Wohneinheiten und gemeinschaftlich genutzten Bereichen. Der Garten wird terrassiert und begrünt und als funktionale Erweiterung in das Gesamtkonzept eingebunden.

Wintersemster 2025/26
Masterstudio
Kaden, Dengg, Melzer

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