Am Anfang stand die Frage: „Wie schafft man Begegnungszonen beziehungsweise eine soziale Durchmischung in einem Hochhaus, wenn doch jeder mit dem Aufzug fährt?!“ Gelöst wurde dies von uns, indem wir das „klassische Berliner Wohnhaus“ mit fünf Geschossen fünfmal übereinander „gestapelt“ haben. In den freigeräumten Grundrissen der Gemeinschaftsgeschosse, welche jeweils die „nullten“ Geschosse der „gestapelten Häuser“ ausbilden, sind Allgemeinflächen für die Bewohner vorgesehen. Zusätzlich befinden sich in den „nullten“ Geschossen eine Gemeinschaftsküche oder Arbeitsplätze. Grundsätzlich liegt der Fokus der Wohnungsgrößen eher auf kleineren Einheiten.
Die Tragstruktur wird nach außen projiziert und bildet gemeinsam mit den Bodenplatten der Gemeinschaftsgeschosse die Ablesbarkeit der gestapelten Häuser. Die Felder des tragenden Stützrasters wurden in der Fassade nochmals gedrittelt. Durch die unterschiedlichen Variationen der Regelgeschosse ergibt sich so eine lebendige Fassade, die das Innere nach außen spiegelt. Je nachdem, ob eine Zwischenwand an die Fassade anschließt, befindet sich dort eine solche Teilung oder nicht.
Sommersemester 2018
Projektübung
Kaden, Stangl