Permanenz im Städtebau - Arles

Aglaée Degros
Alice Steiner
Anselm Wagner

Städte bestehen nicht nur aus Neubauten, sondern aus historischen Überlagerungen und Schichten. Gebäude, Räume und Typologien überdauern Jahrhunderte, passen sich an, werden umgedeutet und weitergenutzt. Arles ist ein außergewöhnliches Beispiel für diese Permanenz.

Von der römischen Antike bis zur Gegenwart überlagern sich hier architektonische Strukturen, städtische Ordnungen und Bedeutungen. Die Stadt wird lesbar als Kontinuität im Wandel. Ausgehend von Aldo Rossis Begriff der Permanenz verstehen wir Stadt nicht als Abfolge von Brüchen, sondern als fortlaufende Transformation bestehender Strukturen. Es werden theoretische und historische Grundlagen über die Stadtentwicklung von Arles als Schichtung von Zeiten aufbauend auf Aldo Rossis „Architektur der Stadt“ erarbeitet und analysiert.

Im zweiten Teil untersuchen wir vor Ort konkrete Bauwerke und ihr städtebauliches Umfeld.
Historische Gebäude, wie das Amphitheater, werden als Träger von Permanenz und Veränderung gelesen. Auf dieser Basis entstehen keine klassischen Architekturentwürfe, sondern spekulative Möglichkeitsräume. Wir fragen nicht, wie Gebäude neu gestaltet werden müssen, sondern wie ihre dauerhaften räumlichen und typologischen Qualitäten weitergedacht, neu interpretiert und zeitgemäß genutzt werden können. Permanenz wird dabei nicht als Stillstand verstanden, sondern als produktive Konstante und als Schlüssel, um die Stadt des 21. Jahrhunderts neu zu denken.

in Kooperation mit: ENSA Versailles

Exkursion Arles: 4.-8.5.26
400€ Förderung pro Person

Ende des Kurses: 2.6.26
Endpräsentation: 23.6.26

Vorstellung: 26.02.2026, 14:10, HS B, Kopernikusgasse 24/3.OG

 

Foto: J.B. (Jean Baptiste) Guibert - postcard of old engraving, scanned by Robert Schediwy