Ausschreibungen

Da Zustellungen von Gütern und Waren des alltäglichen und spezifischen Bedarfs werden zunehmend mehr werden, sind Knotenpunkte, sogenannte Hubs, an guten Standorten in der Stadt, von denen aus die überregionalen Zulieferströme gesammelt und weiterverteilt werden, eine nachhaltige Alternative. Quartiers- bzw. stadtteilbezogene Verteilzentren werden von Lastenrädern und Micro-Logistik-Systemen angesprochen und bieten vor allem außerhalb der üblichen Rush-hours die Möglichkeit eines flüssigeren und kontrollierten Lieferverkehrs. Zustellungen in die Nachtstunden entflechtet die täglichen Spitzen im Lieferverkehr, zusätzlich ist der Individualverkehr zu dieser Tageszeit kaum relevant. Daher ist die effiziente Nutzung bestehender Infrastruktur ideal, wenn sich Radschnellverbindungen beispielsweise zu Logistikrouten innerhalb der Stadt transformieren.

Daher soll ein einem ersten Arbeitsschritt ein Atlas für Einsatzgebiete von Stadtlogistik mit kurzen Wegen in der Nacht untersucht werden und Kriterien für die Disposition gefunden werden. Als weitere Aufgabe gilt es einen Pilot für den Einsatz zu finden und zu planen. Dieser ist konkret mit Details für eine Umsetzung zu definieren. Anpassungen baulicher Strukturen, Lösungsansätze für auftretende Probleme und Konflikte sowie generelle Auswirkungen, räumliche Ausdehnungen und stadtsoziologische Konsequenzen solcher Konzepten sollen behandelt werden.

Die AVL GmbH steht in dieser Masterarbeit für den informativen Austausch technischer Anforderungen beispielsweise an die Infrastruktur zur Verfügung.

Bewerbungsende:
15. Juni 2020

Bildcredit: Foto & Reisemagazin mypics.at

Die Erreichbarkeit des Großbetriebes Magna-Steyr mit seinen tausenden MitarbeiterInnen fordert die Infrastruktur des Kernballungsraums der Steiermark. Prognostizierte Erweiterungen und Verdichtungen im Stadtgebiet bietet neuen Zuzügen in diese Stadtrandlage von Graz ein besonderes Potential zwischen den innerstädtischen Vorzügen und der Nähe zu peripheren Erholungsmöglichkeiten. Zwischen der Mur und dem Bahnhof Raaba gibt es markante Bereiche, in denen sich großbetriebliche und technologische Aspekte mit kleinräumlichen Wohnstrukturen mischen. Gemeinsam genutzte Räume bieten beiden Akteuren Platz, kooperative Überwindungen von Barrieren schaffen aktive Verbindungen durch sonst gesperrte Gelände und Straßenzüge.  Liebenau bietet zwischen Murpark, Südgürtel, Magna-Steyr und der Autobahn ein vielfältiges und lebendiges Miteinander.

Die Definition von Funktionsmischungen im Grazer Stadtbezirk Liebenau mit ausreichender Dichte, die Gestaltung und Verteilung von freiräumlichen Qualitäten sowie die visionshafte Stadtentwicklung stehen im Vordergrund der Arbeit. Neue Quartiere im Randbereich zwischen der Großform des Betriebes und den kleinen Wohnbereichen rundum sollen mit diversen Funktionen und qualitativen Räumen den Stadtbezirk Liebenau im Süden aufwerten und die nachbarschaftlichen Beziehungen stärken.

Bewerbungsende:
28. Februar 2020

Unterlagen als PDF per Mail an urbagraz@tugraz.at

Die öffentlichen Räume der meisten europäischen Städte sind nach wie vor zugunsten des motorisierten Individualverkehrs gestaltet. Verkehrsflächen sind fast ausschließlich auf den KFZ-Verkehr ausgerichtet und sogar potenzielle Aufenthaltszonen werden zunehmend als Parkplatzflächen für PKWs genutzt. Dieser anhaltende Trend verringert die Funktionalität des öffentlichen Raums als Treffpunkt, Aufenthaltsraum und Raum der aktiven Mobilität. Gleichzeitig wird die soziale Teilhabe am öffentlichen Leben erschwert und die Nutzung nachhaltiger Mobilitätsformen verringert.

Das Projekt Tactical Mobilism hat sich zum Ziel gesetzt zeitlich begrenzte, einfache und kostengünstige Interventionen im Verkehrsbereich zu entwickeln, die den öffentlichen Raum wieder als solchen nutzbar machen.

Dafür suchen wir Masterstudierende, die sich mit der Entwicklung, Gestaltung und Umsetzung solcher Interventionen für die Partnerstadt Villach sowie der Ausarbeitung prototypischer und auf andere Städte übertragbarer Interventions- Kategorien beschäftigen wollen.

Bewerbungsende:
16. Dezember 2019

Ein beträchtlicher Anteil unserer Städte wird von Flächen des fahrenden und ruhenden Verkehrs vereinnahmt. Insbesondere Stellplatzflächen im Freien sind hochgradig unökologisch, flächenintensiv, meist monofunktional und oft nur teilzeitgenutzt. Sie versiegeln die Böden, begünstigen die sommerliche Überhitzung und haben keinen Mehrwert für die StadtbewohnerInnen. Gleichzeitig sind Energieeffizienz- und Klimaziele ohne Einbeziehung der öffentlichen Räume nicht mehr zu bewerkstelligen. Wie kann man solche defizitären urbanen Flächen durch solaraktive Überdachung und innovative Stadtmöblierung in funktional und räumlich wertvolle, nutzungsüberlagerte Stadträume transformieren? Im Vordergrund soll die qualitative Auslotung von Vor- und Nachteilen für Stadtraum und Stadtbild stehen:

  • Evaluierung und Festlegung architektonischer und stadträumlicher Rahmenbedingungen, Zielsetzungen und Potentiale
  • Entwicklung von prototypischen gestalterischen Lösungsvarianten
  • Ortung und Beschreibung funktionaler Synergiepotentiale

Wir suchen Masterstudierende, die am Beispiel konkreter öffentlicher Räume in Leoben untersuchen, welche Effekte neu zu entwickelnde, solaraktive Platz- und Straßenüberdachungen auf das Stadtbild und die Stadtfunktion haben und welche weiteren Synergien sie mit sich bringen.

Bewerbungsende:
16. November 2019


Betreuerung:
Univ.-Prof. Aglaée Degros

Bewerbungsformat:
Unterlagen als PDF
(via Mail an urbagraz@tugraz.at)

Kontakt:
urbagraz@tugraz.at