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EkoZara – Emissionsminimierende koordinierte Zuflussregelung an Autobahnrampen

Schlagwörter: Verkehrsflusssimulation, Zuflussregelung, Emissionsminimierende Koordinierung

Im Forschungsprojekt EkoZAra wird ein System mehrerer Zuflussregelungen an Autobahnrampen mit einer koordinierten, verkehrsabhängigen Steuerung zur Minimierung von Schadstoffemissionen des Kfz-Verkehrs in Hinblick auf die Gesamtbilanz eines Linzer Teilnetzes (bestehend aus Autobahn, Anschlussstellen und direkt angeschlossenem untergeordneten Straßennetz) konzipiert und mittels mikroskopischer Simulation getestet. Die wesentlichen Innovationen des Forschungsansatzes sind: Weiterentwicklung eines Optimierungsverfahrens für mehrere, koordiniert geregelte Zufahrten mit der Minimierung der Schadstoffemissionen als Zielfunktion. Verbesserungen in der Kopplung einer Verkehrsflusssimulation (VISSIM) und einer fahrzeugfeinen Modellierung von Schadstoffemissionen (PHEM) DOE (Design Of Experiment) als Methodik in einem virtuellen Straßennetz, um über heuristische Verfahren (genetische Algorithmen) die Ableitung grundlegender Zielfunktionen für minimale Emissionen und der bestimmenden Einflussparameter zu finden. Die vereinfachten Funktionen für die Optimierung werden dann in einem Demonstrationsbeispiel mit realen Bedingungen angewandt und geprüft, inwieweit Kraftstoffverbrauch und Emissionen tatsächlich reduziert werden können. Dabei werden VLSA-geregelte Kreuzungen am untergeordneten Straßennetz einbezogen und die koordinierten Zuflussregelungen mit der dynamischen Geschwindigkeitsbeeinflussung der ASFINAG verknüpft. Die Konzeption des Systems emissionsminimierender, koordinierter Zugflussregelungen an Autobahnrampen sowie der Aufbau einer Simulationsumgebung inklusive der übergeordneten Logik zur koordinierten Optimierung erfolgt für ein Testgebiet im Ballungsraum Linz unter Einbindung aller wesentlich betroffenen Verwaltungseinheiten (ASFINAG, Land Oberösterreich, Stadt Linz). Die Verhaltensparameter der simulierten Fahrzeuge werden durch Messfahrten und Videoanalysen der Verflechtungsstrecken in den Testgebieten kalibriert. Abschließend wird in Vorbereitung einer möglichen Realisierung ein Umsetzungskonzept für die ASFINAG inklusive gesamtwirtschaftlicher Kosten-Nutzen-Analyse als Basis für die Entscheidungsträger erarbeitet.  

Laufzeit: Februar 2010 – Januar 2012  

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