Vertiefen Architekturtechnologie
im 7-9. Semester

Lukas Imhof
Jonas Klaaßen
Marisol Vidal
Matthias Lang-Raudaschl

Liminal Spaces
Textile Konstruktion und Architektur des Übergangs

Der Begriff „liminal“ leitet sich vom lateinischen Wort „limen“ ab und bedeutet Schwelle.
In der Anthropologie bezeichnet er die Übergangsphase in Zeremonien oder Initiationsriten: eine Veränderung von Identitäten innerhalb sozialer Strukturen.
In der Architektur beschreibt Liminalität die Fähigkeit eines Raumes, an den Rändern von Binaritäten zu existieren – zwischen innen und außen, privat und öffentlich, temporär und permanent. 
An der Schnittstelle klimatischer, rechtlicher und kultureller Grenzen gelegen, entziehen sich solche Räume oft einer eindeutigen Kategorisierung. Sie eröffnen ein diskursives Feld, in dem konventionelles Bauen durch Experiment und kritische Reflexion ersetzt wird. Durch den Einsatz analoger und digitaler Entwurfstechniken (Modellbau und Grasshopper) untersuchen wir, wie textile Materialien die feinen Nuancen räumlicher Grenzen artikulieren und unsere Gewohnheiten von Komfort und Offenheit hinterfragen. Zudem befassen wir uns mit den konstruktiven Eigenschaften von Textilien und Membranen, dem Spannen und Hängen, und wie sich dieses Verhalten im architektonischen Detail ausformulieren lässt. Die Untersuchung wird ergänzt durch eine theoretische Auseinandersetzung mit Positionen zu Grenzen und Schwellen.
Die Studie wird im „GRNGR“, einem ehemaligen Gasthof, in Graz stattfinden, wo sich Liminalität als räumliche und als kulturelle Bedingung entfaltet. Hier untersuchen wir das Potenzial der Architektur, kulturelle und inklusive Bewegungen zu fördern.
 

Thema-Präsentation am Donnerstag 25.09., ab 13 Uhr, HS A/1.OG, Kopernikusgasse 24