Alexandra Stingl-Enge + Ernst Dengg (IAT Holz)
Jonas Klaaßen + Gernot Parmann (ITE)
In der Kunstgeschichte erscheinen Inseln seit jeher als Sehnsuchtsorte. Sie projizieren unsere Vorstellungen des Ursprünglichen und Wilden und bedienen dabei nicht selten auch koloniale Narrative oder ästhetische Klischees. Berühmte Beispiele hierfür sind die Südsee-Gemälde von Paul Gauguin oder die Abenteuer von Robinson Crusoe. Diese Werke sagen häufig mehr über Verfasserinnen und den zeitgeschichtlichen Kontext aus, als über die dargestellten Inseln selbst. Als Architektinnen erschaffen wir Orte und Vorstellungen.
Manchmal kollidiert unsere Haltung mit den Wünschen der Auftraggebenden und der Wirklichkeit. In diesem Semester beschäftigen wir uns mit einer konkreten Insel im Süden von Graz: Es wird eine Field Station entworfen, die der Erforschung des umliegenden Gewässers dient. Das Ökosystem ist saisonal durch menschliche Einflüsse gefährdet und läuft Gefahr aus dem Gleichgewicht zu geraten. Durch eine transport- und montageoptimierte Architektur versuchen wir den konstruktiven Anforderungen des Ortes gerecht zu werden. Gleichzeitig nähern wir uns malend unseren eigenen Vorstellungen dieser Insel und generieren digitale Bilder.
Thema-Präsentation: 26.02., 10 Uhr, HS G, Kopernikusgasse 24, 3. OG