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Diversität

Die TU Graz – das sind viele gemeinsam! Gemeinsam ist auch das Interesse an Naturwissenschaften und Technik. Diese Leidenschaft verbindet, unabhängig von unterschiedlichen Eigenschaften, Fähigkeiten und Lebenserfahrungen.

Ein bunter Strauß an Themen

Aktuell: Gender- und Diversitätsstipendium

In der Vielfalt vereint – Siegerfilm von Joachim Krysl beim Studierendenwettbewerb Vielfalt in Bildern der TU Graz

Diversität braucht einen guten Nährboden, um sich zu entfalten.

Die TU Graz fördert mit zahlreichen Angeboten eine Kultur der Vielfalt und Wertschätzung, in der Chancengleichheit gelebt wird. Durch klare Richtlinien und entschiedenem Handeln setzt sie sich gegen Diskriminierung ein. Nur so kann jeder Mensch sein persönliches Potenzial voll entfalten und zur Innovation, Lehre und Forschung beitragen. 

Visionen und Wissenswertes

Die Basis für die Förderung von Vielfalt und Chancengleichheit an der TU Graz bilden

  • das Leitbild
    beschreibt die Vision und Mission der TU Graz - Wofür steht sie? Wohin strebt sie?  
  • die Führungsgrundsätze 
    dienen Führungskräften als Richtschnur in ihrer täglichen Personalführung  
  • das Grundverständnis zur Diversität  
  • der Verhaltenskodex (Compliance Richtlinie) 
    erläutert die allgemeinen Verhaltensgrundsätze für ein gesetzestreues und ethische Verhalten aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter  
  • der Frauenförderungsplan legt Maßnahmen fest, um den Frauenanteil in allen Kategorien bzw. auf allen Ebenen zu erhöhen, in denen Frauen unterrepräsentiert sind  
  • der Gleichstellungsplan (ab Herbst 2016)
    wird Maßnahmen zur Gleichstellung, Vereinbarkeit und Antidiskriminierung beinhalten.   

Die TU Graz achtet auf die Umsetzung dieser Grundlagen und nimmt dabei auch direkten Bezug auf ihren unkonventionellen Gründer, Erzherzog Johann.

Bildquelle: TU Graz

Was hat Erzherzog Johann mit Diversität zu tun?

Erzherzog Johann, 1782 in Florenz geboren und 1859 in Graz gestorben, legte mit seiner Mineraliensammlung den Grundstein zur TU Graz. Er war bekannt für seine offene und ausgleichende Haltung und widmete sein ganzes Leben der Erneuerung. Diese bezog sich sowohl auf gesellschaftliche-politische Aspekte wie auch auf wirtschaftlich-technologische Aspekte. Kein Wunder, dass er sich im Grundverständnis der TU Graz zur Diversität wiederspiegelt.

Visionen

Die TU Graz möchte sich mit ihrer kompetenzfördernden, familien- und frauenfreundlichen Orientierung und ihrem Diversitätsmanagement als attraktive Arbeitgeberin und Ausbildungsstätte positionieren.  

 

Siehe auch   

Grundverständnis zur Diversität

Die TU Graz hat ihre leitenden Grundsätze mit einem Bekenntnis zur Diversität erweitert:

Im Geiste unseres Gründers, Erzherzog Johann, sehen wir Offenheit und Verschiedenheit als wichtige Werte der TU Graz. Unterschiedliche Erfahrungen und vielfältige Denkweisen sind Motor für unsere Kreativität und Innovation. Unsere Mitarbeitenden, Studierenden, Absolventinnen und Absolventen sind persönlich und gemeinsam Vorbild in Bezug auf Gemeinwohl, Gleichbehandlung und Nachhaltigkeit und vertreten diese Werte weltweit.

Gleiche Chancen für alle

Chancengleichheit bedeutet nicht, dass alle gleich behandelt werden, denn jede/jeder braucht dafür etwas anderes. Die TU Graz entwickelt laufend Angebote, um gleiche Chancen für alle gelebten Unterschiede herzustellen und die persönliche Freiheit in der Lebensgestaltung zu unterstützen. Chancengleichheit bedarf auch eines besonderen Schutzes.  

Der Arbeitskreis für Gleichbehandlungsfragen nimmt sich des Diskriminierungsschutzes für diese Personen an: 

  • Studierende der TU Graz, 
  • Personen in Bewerbungsverfahren an der TU Graz sowie 
  • Mitarbeitende der TU Graz.
Bildquelle: convelop cooperative knowledge design

Manche Unterschiede machen einen größeren Unterschied als andere. Manche Unterschiede sind angeboren, manche entstehen erst. Allen gemeinsam ist, dass sie vom Kontext abhängig sind.

Angebote und Kontakte

Der Arbeitskreis für Gleichbehandlungsfragen ist für alle da, die über Diskriminierung aufgrund der in den Kerndimensionen genannten Bereiche sprechen oder etwas dagegen tun wollen. Gemeinsam können mögliche weitere Schritte festgelegt werden. Interventionen erfolgen nur, wenn dies mit der Person ausdrücklich vereinbart wird. Beratungen können persönlich, auf Wunsch auch anonym, jedenfalls kostenlos und vertraulich stattfinden. 

 

Weitere Informationen zu den Aufgaben und Angeboten des Arbeitskreises für Gleichbehandlungsfragen

Bei Fragen zur Diskriminierung aufgrund von Behinderung bzw. physischen und psychischen Fähigkeiten, wenden sich Betroffene und Interessierte am besten direkt an die Behindertenvertrauensperson der TU Graz.

Kerndimensionen der Diversität

Diversität wird zum besseren Verständnis in Dimensionen eingeteilt. Manche dieser Dimensionen sind nicht oder nur schwer veränderbar. Niemand darf auf Grund dieser Kerndimensionen benachteiligt werden, wie das Gleichbehandlungsgebot besagt: 

  • Alter 
  • Behinderung bzw. physische und psychische Fähigkeiten 
  • Ethnische Zugehörigkeit  
  • Geschlecht 
  • Religion und Weltanschauung 
  • Sexuelle Orientierung

Studierendenwettbewerb "Vielfalt in Bildern"

2015 veranstaltete die TU Graz den Wettbewerb Vielfalt in Bildern: 72 Beiträge – Zeichnungen, Collagen, Comics, Grafiken, Fotos und Kurzfilme zur Vielfalt allgemein und zu den 6 Kerndimensionen wurden eingereicht. Die Beiträge der Gewinnerinnen und Gewinner sehen Sie auf dieser Seite in den folgenden Abschnitten.

Frauen und Männer gleichgestellt

Die TU Graz möchte Frauen wie Männer gleichermaßen bei der Studienwahl und als Arbeitgeberin ansprechen und setzt dabei auf gezielte Nachwuchsförderung und Personalentwicklung, unter anderem damit der Anteil der Frauen erhöht wird.  Gleiche Bezahlung und Aufstiegschancen sowie die Berücksichtigung der Lebenssituation sind weitere wichtige Grundsätze. 

Die TU Graz setzt dazu Angebote 

Bildquelle: TU Graz - Jo-Hanna Mayer, Christoph Erkinger

Jo-Hanna Mayer, Christoph Erkinger, 1. Platz beim Wettbewerb Vielfalt in Bildern, Kategorie Geschlecht

Geschlechterrollen

(Unbewusste) Geschlechterrollen haben Auswirkungen auf die Wahl der Fachgebiete, aber auch auf das Erkennen von Talenten. Eine vielschichtige Lebensplanung, wie beispielsweise die Vereinbarung von Beruf und Familie, erschwert die wissenschaftliche Karriereentwicklung. So können Auslandsaufenthalte für Personen mit Betreuungspflichten zu strukturellen Barrieren werden.

Leaky Pipeline

Männer und Frauen sind derzeit noch in unterschiedlichem Ausmaß in der Technik und in den Naturwissenschaften eingebunden. An der TU Graz liegt der Anteil der Frauen bei den Studierenden bei 22,6 %; bei den Professuren beträgt der Anteil 7,9 % (Quelle: Wissensbilanz der TU Graz 2015). Dieses Phänomen, dass der Anteil von Frauen entlang der Karriereleiter zurückgeht, wird „leaky pipeline“ genannt. Um diesen Trend entgegenzuwirken, bietet die TU Graz hochqualifizierten Wissenschafterinnen beispielsweise die Möglichkeit sich über eine Qualifizierungsvereinbarung zu habilitieren, siehe Frauenförderung in der Wissenschaft.

Positive Effekte der Gleichstellung

Die Gleichstellung der Geschlechter mit gleichen Entwicklungs- und Entfaltungschancen, hat viele positive Effekte. Männer wie Frauen bringen gleichermaßen Ideen von hoher wissenschaftlicher Qualität ein und durch ihre Zusammenarbeit steigt das innovative Potential. Denn unterschiedliche Ausbildungen und Erfahrungen sind wesentlich, um zu neuen Erkenntnissen zu erlangen.

Geschlechtergerechte Sprache und Bilder

Das Rektorat der TU Graz möchte in seinen Publikationen und Mitteilungen Frauen und Männer gleichermaßen ansprechen und macht diese daher in der Sprache und in Bildern sichtbar. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden ermutigt, diesem Beispiel zu folgen. Als Hilfestellung ist dem geschlechtergerechten Formulieren im Corporate Wording ein eigenes Kapitel gewidmet.

Weitere Informationen

Universität ohne Barrieren

Frei nach Motto Menschen sind nicht behindert – Menschen werden behindert! setzt sich die TU Graz dafür ein, eine möglichst barrierearme Umgebung in jeder Hinsicht zu schaffen. Dies bezieht sich auf Studien- und Arbeitsbedingungen, bauliche Maßnahmen, IT und Webseiten. Nicht zuletzt gilt es „Barrieren in den Köpfen“ der Menschen abzubauen. 

Die TU Graz 

  • fördert sehr individuell die Inklusion von Menschen mit Behinderung, physischen und psychischen Fähigkeiten sowie chronischen Erkrankungen – wenden Sie sich bei Bedarf an die Kontaktstellen. 
  • unterstützt Studierende und Bedienstete bei der Beschaffung von erforderlichen Hilfsmitteln.
  • informiert über mögliche Förderungen. 
  • stellt bei Bedarf behindertengerechte Parkplätze zur Verfügung. 
  • legt Wert auf responsive Webdesign.
Bildquelle: TU Graz - Michael Holzmann

Michael Holzmann, 1. Platz beim Wettbewerb Vielfalt in Bildern, Kategorie Behinderung bzw. physische und psychische Fähigkeiten

Angebote

  • Barrierefrei Studieren 
    Die Servicestelle berät Studierende mit Behinderungen und/oder chronischen Erkrankungen sowie ihre Angehörigen vor, während und nach dem Studium. Auch Lehrende wenden sich an diese Einrichtung, um auf besondere Bedürfnisse Ihrer Studierenden besser eingehen zu können.  
  • Die Behindertenvertrauensperson (BVP)
    bildet die Interessensvertretung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Behinderungen und/oder chronischen Erkrankungen. Sie berät auch Personen im Bewerbungsverfahren oder an Ferialpraktika interessierte Jugendliche. 
    Weitere Informationen:
    Services für Menschen mit Behinderung, siehe Spezielle Services für Mitarbeitende  
  • Barrierefreie Gebäudezugänge sind auf allen Informationsplänen im TUGRAZonline zu finden.

Wissenswertes

An der Fakultät für Architektur werden im Sommer- und Wintersemester Lehrveranstaltungen im Wahlfachkatalog zum Barrierefreien Bauen angeboten.

Weltoffen

Die TU Graz schafft Bedingungen, damit sich internationale Studierende, Lehrende, Austauschstudierende, Gastprofessorinnen und Gastprofessoren an der TU Graz wohlfühlen und bestmöglich einbringen können. 

Bildquelle: TU Graz - Lena Gappmaier

Lena Gappmaier, 1. Platz beim Wettbewerb Vielfalt in Bildern, Kategorie Ethnische Zugehörigkeit

Angebote

Die TU Graz 

  • hat mit dem Welcome Center eine zentrale Beratungs- und Servicestelle für internationale Mitarbeitende, Gäste und degree seeking Studierende. 
  • unterstützt mit ihrem Dual Career Service Partnerinnen und Partner von Doppelkarrierepaaren in der beruflichen Anknüpfung.  
  • fördert die Mobilität der Studierenden und des Personals. 
  • bietet Studierenden und Mitarbeitenden zahlreiche Sprachkurse, Kurse zur Entwicklung interkultureller Kompetenz oder wissenschaftlichem Schreiben in Englisch. 
  • entwickelt englischsprachige Studien – es gibt bereits zahlreiche Masterstudien in englischer Sprache
  • bietet den Lehrenden Unterstützung für das Unterrichten in englischer Sprache: Kurse für Teaching in English, Coaching und Beratung, Korrekturservice für Unterlagen. 

Innovationsfaktor Diversität

Unterschiedliche Erfahrungen und vielfältige Denkweisen sind Motor für Kreativität und Innovation an der TU Graz, siehe auch Grundverständnis zur Diversität

Die TU Graz  

  • unterstützt Forschende darin, das Innovationspotential ihrer Forschung zu erhöhen: Diversitäts- und Genderaspekte werden definiert und in Forschungsprojekte integriert. 
  • bietet Studierenden an 3 Fakultäten (Elektrotechnik, Maschinenbau und Informatik) im Wintersemester 2016/17 durch eine 3-monatige Gastprofessur erstmals die Gelegenheit, Lehrveranstaltungen mit Erkenntnissen aus der Genderforschung zu besuchen. 
  • gibt Lehrenden die Möglichkeit, ihre Lehrveranstaltungen diversitäts- und gendersensibel zu gestalten. 
Bildquelle: TU Graz - Clara Hamann

Clara Hamann, Teilnehmerin am Wettbewerb Vielfalt in Bildern, Kategorie Vielfalt allgemein

Angebote der TU Graz

  • Weiterbildung für Forschende der TU Graz: How to Integrate Diversity and Gender into Research 
  • Checkliste für diversitäts- und genderbewusste Forschung für TU Graz Forschende  
  • Plattform für Sex-, Gender- und Diversitätssensible Forschung: hier werden gemeinsam mit der Med Uni Graz für Forschende beider Universitäten erste Praxisbeispiele sichtbar gemacht. 
  • Seminar „Gendersensible Didaktik in der universitären Lehre“ im Rahmen der Kooperation Potentiale der 4 Grazer Universitäten
  • Gender- und Diversitätsstipendium für TU Graz-Forschende, Lehrende und Studierende 
  • Individuelle Beratung für Forschende der TU Graz
    bei der Integration von Diversitäts- und Genderaspekten in Forschungsprojekten

Checkliste für diversitätsbewusste Forschung

In der Wissenschaft und technischen Forschung sind Menschen oder lebende Materie häufig Gegenstand der Untersuchung. Daraus resultierende Forschungsergebnisse können für verschiedene Anwenderinnen und Anwender relevant sein. Daher verlangen einige Förderschienen die systematische Integration von Diversitäts- und Genderperspektiven in Forschungsvorhaben, zum Beispiel HORIZON 2020. Um dies für die Entwicklung herausragender Ergebnisse bestmöglich zu nutzen, stellt die TU Graz eine deutsche und eine englische Checkliste Diversity & Gender in Research für alle Phasen eines Forschungsprojekts im Intranet TU4U für Bedienstete bereit.

Gender- und Diversitätsstipendium

Forschende, Lehrende und Studierende können für den Kompetenzerwerb von Gender- und Diversitäts-Know-how, für gender- und diversitätsrelevante Lehrinhalte oder für wissenschaftliche Arbeiten und Publikationen mit Gender-und Diversitätsrelevanz eine Förderung erhalten.  

5 Stipendien zu je 1.000 € werden vergeben.

Einreichfrist: 1. September 2017

Nähere Informationen: Gender- und Diversitätsstipendium 2017

Weitere Informationen dazu bekommen Sie im Büro des Arbeitskreises für Gleichbehandlungsfragen.