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Urbane Mobilität: Schwerpunkt an der TU Graz

11.04.2018 | Events

Von Ute Wiedner

Studierende leisten mit Modellen für aktive Mobilität in Graz einen Beitrag zum Mobility Lab der Stadtregion. Lokale und internationale Fachleute unterstützten dabei. Dazu gibt es öffentliche Vorträge.

Sommerlich gekleidete Fahrradfahrende am städtischen Fahrradweg parallel zur vorbeifahrenden S-Bahn auf einer Eisenbahnbrücke.
Die Architektur-Masterstudios sind im Sommersemester Fahrradwegen durch Graz gewidmet, dabei sind Verkehrsaspekte und Fahrradinfrastruktur zu berücksichtigen. Die Erfahrungen niederländischer Experten wie Sjors van Duren mit städtischer Rad-Infrastruktur – am Foto aus Nijmegen zu sehen – inspirieren die Studierenden.

Städte mit mehr Rad- und Fußgängerverkehr haben Lebensqualität und sind auch für Touristinnen und Touristen attraktiv, denn der öffentliche Raum profitiert von der sanften Mobilität. Dass diese Art der aktiven Mobilität positive Auswirkungen auf Gesundheit, Umwelt und lokale Ökonomie hat, haben Städte wie Kopenhagen, Arnheim/Nijmegen oder Rotterdam eindrucksvoll gezeigt, die ihre Mobilitätskonzepte hin zu Rad- und Fußgängerverkehr überarbeitet haben.

Impulse für die Stadtregion

Auch die Stadtregion Graz entwickelt in ihrem jüngst gegründeten „MOBILITY LAB GRAZ“ neue Formen urbaner Mobilität. Die Lehre in der Architektur an der TU Graz setzt mit ihrem Jahresschwerpunkt „Fahrradschnellwege“ Impulse dazu. Im aktuellen Sommersemester sind Entwurfslehre, Forschungspraktika und Seminare am Institut für Städtebau auf das Thema eingeschworen.  „Wir wollen durch Aktivitäten in der Lehre aber auch in der Forschung das große Potential urbaner Fahrradschnellwege für Graz und Graz-Umgebung forcieren“, erklärt Institutsleiterin Aglaee Degros.

Vorträge zur Fahrradmobilität

Input dazu erfahren die Architektur-Studierenden auch von externen Expertinnen und Experten aus den Niederlanden wie Sjors van Duren, Daan Roosegaarde und Daan Zandbelt, sowie von Christian Kozina aus Graz und vom Urbanen Mobilitätslabor Graz – im Rahmen der Vortragsreihe „Bike Lectures“ zu Themen der Fahrradmobilität und Infrastruktur. Die niederländische Botschaft unterstützt die öffentlich zugänglichen Vorträge im März, April und Mai. Weitere Informationen zu Veranstaltungen am Institut für Städtebau gibt es auf der Homepage des Instituts.

Gemeinsam mit dem Institut für Straßen- und Verkehrswesen ist das Institut für Städtebau vonseiten der TU Graz am MOBILITY LAB GRAZ“, dem urbanen Mobilitätslabor unter Leitung der Holding Graz, beteiligt, das Innovationsprojekte für Graz umsetzt. Als Herzstück des Mobilitätslabors hat die TU Graz die urbanen Innovationsräume St. Peter mit einem städtischen Radhighway zum TU Campus und Graz-Gleisdorf mit der S-Bahn Achse Graz-Gleisdorf initiiert, um neue nachhaltige Mobilitätsformen und Mobilitätstechnologien real zu testen. Außerdem sucht das „MOBILITY LAB GRAZ“ in einem großen öffentlichen Wettbewerb bis 31. August im Rahmen einer großen Mobilitäts-Challenge Ideen und Innovationen zur Mobilität in der Stadtregion Graz.

Information

Die Vortragsreihe „Bike Lectures“ beginnt am 17.4. mit Sjors van Duren; sie wird mit Vorträge im Mai und Juni fortgesetzt.

Go Cycling. Go Dutch?
Vortrag Sjors van Duren
Zeit: Dienstag, 17. April, 18 Uhr
Ort: Grazer Rathaus, Gemeinderatssitzungssaal, Hauptplatz 1, 2. Stock, 8010 Graz
Der niederländische Stadtplaner und Berater für Fahrradmobilität auf lokaler und regionaler Ebene spricht über seine Arbeit in Verbindung mit Fahrradpolitik und -strategien in Arnheim/Nijmegen. 

Kontakt

Eva SCHWAB
Dipl.-Ing. Dr.nat.techn.
Institut für Städtebau | TU Graz
Rechbauerstraße 12, 2. Stock
8010 Graz
Tel.: +43 316 873 6282
eva.schwabnoSpam@tugraz.at