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… ein neues Leben in Graz

18.09.2017 | Talking about ... | News+Stories |

Von Anastasia Klimashevskaya

Es ist nun einige Zeit vergangen, seit ich nach Graz gezogen bin und mein Master-Studium begonnen habe: Die Zeit fliegt, jeder Tag bringt Neues – ich werde nie müde, diese Stadt zu erkunden.

Anastasia Klimashevskaya bei einem Ausflug in der Steiermark.

Gleich zu Anfang: Meine Eltern wollten immer, dass ich die Welt sehe, im Ausland studiere und diese wertvollen Erfahrungen mache. Nachdem ich zu Hause mein Bachelor-Studium abgeschlossen und etwas gearbeitet hatte, habe ich selbst gemerkt, dass ich noch jung und nicht bereit bin, mich fix an einem Ort niederzulassen. Die ganze Welt wartet auf mich! 

Allerdings verlangt es einiges von einer jungen, unerfahrenen Studentin: Man muss nicht nur seelisch bereit sein, seine Heimat und damit die eigene Komfortzone zu verlassen sondern sich mit Sprachbarrieren und kulturellen Unterschieden auseinanderzusetzen und braucht auch das Wissen um sehr einfache, alltägliche Dinge, wie zum Beispiel Dokumente, Bezahlsysteme, Geld, Gesetze und Steuern. Jetzt klingt es schon viel weniger interessant oder? Aber bitte glaubt mir: Es ist die Mühen wert! Seid nicht ängstlich!

Welcome Center

Meine erste „Brücke“ in dieses neue Leben war das Welcome Center der TU Graz. Es war ein ermüdender Prozess, die notwendigen Dokument zu sammeln, Briefe zu schreiben, um Informationen zu bitten und einfach zu warten, zu warten und noch mehr zu warten. Als ich aber die Zusage bekam, hier studieren zu dürfen, war es für mich schwer zu glauben: Die TU Graz hatte zwar alle meine Dokumente, aber mich noch nicht einmal gesehen – und trotzdem möchten sie, dass ich hier studiere! Unglaublich! Während dieser hektischen Periode meines Lebens – ich war gerade dabei, meine Bachelor-Arbeit zu beenden und mich um die Bewerbungsunterlagen zu kümmern – waren die wunderbaren Menschen am TU Graz Welcome Center mein einziger Weg, der bis dahin unbekannten Stadt Graz und der mysteriösen Technischen Universität Graz näher zu kommen. Ihre Hilfsbereitschaft, guten Tipps und die Bereitschaft, alles Notwendige zu erledigen waren eine wirklich schöne Überraschung für mich.

Schon bevor ich nach Graz fuhr, um mich zu registrieren, hatte ich ein Studierenden-Visum beantragt und fürchtete nun, dass die Bestätigung nicht mehr rechtzeitig kommen würde – aus unbekannten Gründen sind die Zeiträume für die Bearbeitung sehr unterschiedlich und man weiß nie, wie lange der Visums-Prozess dauern wird. Nachdem ich mich registriert hatte fuhr ich wieder nach Hause und wartete also, dass mein Visum kommen und ich im Semester mein Studium beginnen konnte. Und wieder war ich von der Freundlichkeit des Welcome Centers beeindruckt: Während dieser ganzen Zeit haben die Mitarbeitenden immer wieder bei der Steirischen Landesregierung angefragt, wie weit der Prozess bereits fortgeschritten ist und versuchten, ihn zu beschleunigen, damit er rechtzeitig abgeschlossen sein würde. Und es hat tatsächlich funktioniert! Ich konnte Ende Februar in Graz sein und sogar die Welcome Days besuchen – ein weiteres wundervolles Erlebnis an der TU Graz. 

Der erste Tag

Man kann sich am ersten Tag in einem fremden Land schon sehr einsam fühlen und Heimweh bekommen. Oder sich unwohl und irgendwie verloren fühlen. In meinem Fall war das dank des Welcome Center nicht so. Gleich zu Beginn traf ich sehr viele neue, freundliche Menschen, die entweder an der TU Graz arbeiteten oder andere Studierende waren, so wie ich. Alle zusammen machten mich selbstbewusster und zeigten mir, dass es in Ordnung ist, um Hilfe zu bitten oder wenn man etwas einmal nicht weiß. 

All das kann helfen, um sich besser einzugewöhnen und sich als Teil der Gesellschaft zu fühlen, auch wenn man noch nicht alles kennt – die Sprache zum Beispiel. 

Das war der Beginn meines niemals enden wollenden Abenteuers hier in Graz – ich lerne jeden Tag neue Menschen mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen kennen und lerne täglich Neues. Ich bin mir sicher, dass eine solche Erfahrung sogar die Art ändert zu denken – du wirst nicht mehr die- oder derselbe sein, der du warst. Sondern viel besser. Du lernst von diesem neuen Land, eine bessere Person zu sein und kannst dir die Teile heraussuchen, die für deinen Charakter passend sind. Ich bin wirklich froh, eine solche Möglichkeit bekommen zu haben und bin mir sicher, dass dieses Erlebnis mein Leben verändern wird. 

Information

Die 22jährige Anastasia wurde in dem kleinen Ort Orel in Russland geboren, lebte aber fast ihr ganzes Leben mit ihrer Familie in Moskau. Sie beendete ihr Bachelor-Studium an der Russian State University for the Humanities und erkannte, dass es Zeit war, um die Welt zu sehen und im Ausland zu studieren. Momentan absolviert sie das englischsprachige Master-Studium Computer Sience an der TU Graz. 

Kontakt

Hast auch du Lust auf ein Studium an der TU Graz? Wir beantworten alle Fragen unter der E-Mail-Adresse studynoSpam@tugraz.at  

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