TU Graz/ TU Graz/ Services/ News+Stories/

Internet der Dinge: TU Graz-Forschende erhöhen die Zuverlässigkeit smarter Systeme

15.02.2019 | TU Graz news | Medienservice |

Von Christoph Pelzl

Seit 2016 arbeitet ein Team der TU Graz an der „Verlässlichkeit im Internet der Dinge“. Mit beachtlichen Erfolgen startet das gleichnamige Forschungsprojekt nun in die zweite Phase.

Im Projekt „Verlässlichkeit im Internet der Dinge“ forscht ein Team der TU Graz daran, dass smarte Systeme auch unter schwierigsten Bedingungen zuverlässig arbeiten; © Baustädter – TU Graz

Smarte Systeme übernehmen immer komplexere Aufgaben unseres privaten und beruflichen Alltags. Damit diese Systeme auch in rauen Umgebungen einwandfrei funktionieren, braucht es sichere und zuverlässige Lösungen. An diesen arbeitet ein interdisziplinäres Forschungsteam der TU Graz im Rahmen des Projekts „Verlässlichkeit im Internet der Dinge“, dem einst ersten "Leadprojekt" der TU Graz. Im Rahmen dieses Förderprogramms vergibt die Universität Sonderfinanzierungen an interdisziplinäre Projekte im Bereich der Grundlagenforschung, um die wissenschaftliche Profilbildung der TU Graz zu stärken und herausragende Spitzenforschungsbereiche weiterzuentwickeln.

Im Projekt „Verlässlichkeit im Internet der Dinge“ entwickeln die Forschenden keine neuen smarten Anwendungen, sondern sorgen dafür, dass diese garantiert funktionieren: „Das Internet der Dinge wird zunehmend für sicherheitskritische Anwendungen eingesetzt – nicht nur die einzelnen Geräte müssen für sich genommen zuverlässig arbeiten, sondern sie müssen im Gesamtsystem verlässlich und fehlerfrei kommunizieren“, erklärt Projektleiter Kay Römer.

Vielversprechende Ergebnisse als Grundstein für die zweite Projektphase

Die ersten drei Projektjahre lieferten vielversprechende Ergebnisse: Das Team entwickelte ein Ortungssystem, das effizienter und genauer als die heute gängigen Systeme arbeitet, sicherte die Kooperation von Geräten verschiedener Hersteller im IoT mittels eines lernfähigen Algorithmus ab, schützte die integrierte Software vor Sicherheitsattacken und entwickelte ein Vorhersagesystem für autonome Fahrzeugkolonnen, das präventiv potentiell gefährliche Situationen umgeht.

Neue Ziele für die nächsten drei Jahre

Das Forschungsprojekt wurde dieser Tage nach erfolgreicher Evaluierung durch eine externe Jury für weitere 3 Jahre verlängert. Jetzt wollen die Forschenden die bisherigen Ergebnisse von der Laborsituation auf die tatsächlichen Gegebenheiten hochskalieren, wie Kay Römer erklärt: „Im Kleinen funktionieren unsere Ansätze sehr gut. Bei einem dynamischen System wie dem Internet der Dinge, in dem in Zukunft hunderte Milliarden intelligente Systeme miteinander kommunizieren können, ist die Herausforderung ungleich größer.“

Langfristig soll das Forschungsprojekt in ein Forschungszentrum übergehen, an dem Fachleute aus den unterschiedlichen Bereichen gemeinsam daran arbeiten, die Zuverlässigkeit des IoT weiter zu erhöhen.

Weitere Informationen zum Projekt „Verlässlichkeit im Internet der Dinge“ finden Sie auf der Projektwebsite sowie in unserer Rubrik Planet Research. Ein Interview mit Kay Römer gibt es unter „Face-to-Face“ auf der TU Graz-Website.

Dieses Forschungsprojekt ist im Field of Expertise „Information, Communication & Computing“ verankert, einem von fünf strategischen Schwerpunktfeldern der TU Graz.

Information

Das Leadprojekt „Verlässlichkeit im Internet der Dinge“ erhielt 2015 eine Förderung von zwei Millionen Euro für drei Jahre. Nach der eben erfolgten positiven Evaluierung durch eine externe Fachjury erhalten die Forschenden nun eine einmalige Folgeförderung in der Höhe von zwei Millionen Euro für weitere drei Jahre.

Weitere Leadprojekte:

Kontakt

Kay RÖMER
Univ.-Prof. Dipl.-Inform. Dr.sc.ETH
TU Graz | Institut für Technische Informatik
Inffeldgasse 16/1, 8010 Graz
Tel: +43 316 873 6400
E-Mail: roemernoSpam@tugraz.at

Ein interdisziplinäres Forschungsteam der TU Graz beschäftigt sich damit, die Zuverlässigkeit des Internets der Dinge vorherzusagen, zu gewährleisten und letztendlich zu erhöhen; © TU Graz