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Ausgezeichnete „Technikerinnen der Zukunft“: TU Austria prämieren jugendlichen, weiblichen Erfindergeist

Vierzehn Schülerinnen aus ganz Österreich bekamen am 8. Oktober an der TU Graz den TU Austria-Preis überreicht. Die jungen Frauen im Alter von 15 bis 20 Jahren entwickelten innovative und nachhaltige Technologielösungen für unsere Zukunft.

TU Austria-Präsident und Rektor der TU Graz Harald Kainz mit der erstplatzierten "Technikerin der Zukunft" Katja Mitterbacher. © Trenkler – TU Graz

Deine Idee. Deine Erfindung. Deine Zukunft.“ So lautete das Motto der dritten Ausgabe des TU Austria-Preises, mit dem Ideen von Schülerinnen ab der 9. Schulstufe prämiert wurden, die das Leben einfacher, leichter und bequemer machen sowie die Lebensqualität verbessern.  Rund 70 Einreichungen wurden von der Jury – bestehend aus Forschenden der drei TU Austria-Universitäten TU Wien, TU Graz und Montanuniversität Leoben – begutachtet und auf Basis ihrer Neuartigkeit, ihren Auswirkungen auf die Gesellschaft und der ressourcenschonenden sowie effizienten Realisierung bewertet.

13 Ideen für eine lebenswerte und bessere Zukunft

Der mit 1.000 EUR dotierte erste Platz ging an Katja Mitterbacher für ihre Idee einer smarten Bushaltestellenleuchte – eine umweltfreundliche und günstige Möglichkeit, um dunkle Haltestellen am Abend zu beleuchten. Das System wird bereits an zwei Bushaltestellen in Vorarlberg getestet.

Zu den Projekten, die die Jury ebenfalls mit ihrer Kreativität überzeugen konnten, gehören unter anderem eine mobile und simple Entsalzungsanlage für die Trinkwasseraufbereitung (eingereicht von Susanne Gruber); ein individualisiertes Lernprogramm, das Schulkindern hilft, in ihrem eigenen Tempo und nach eigenen Schwerpunkten zu lernen (Birgit Girstmair); ein automatisierter Rollstuhl, der Pflegekräfte beim Umsetzen ihrer Patientinnen und Patienten zwischen Pflegebett und Rollstuhl unterstützt (Pia Schwarzinger); ein tragbarer Tisch in Taschengröße, der 3D Hologramme von Gesprächspersonen projiziert und so ein gemeinsames Essen oder einen gemeinsamen Geschäftstermin simuliert (Johanna Unterrainer).

Den Sonderpreis für Schulprojekte und damit 500 EUR Preisgeld sicherten sich Lisa Kogler und Hanna Draxl. Die beiden Schülerinnen der HTL Imst entwickelten in ihrem Abschlussprojekt „Rob der Baumeister“ einen Bauroboter für den Bau eines ökologischen, klimafreundlichen Krankenhauses in Sekondi-Takoradi (Ghana, Afrika) aus Stampflehm- und Ziegelwänden.

Nachhaltigkeit und Diversität im Fokus der technischen Universitäten

„Die technischen Universitäten beschäftigen sich intensiv mit dem Thema Nachhaltigkeit. Nachhaltige Technologien sind ein wichtiger Schlüssel für eine lebenswerte und bessere Zukunft. Der Aspekt der Nachhaltigkeit war daher auch wichtiges Kriterium beim diesjährigen TU Austria-Preis. Die vielen Einreichungen zeigten augenscheinlich, dass das Thema für die junge Generation fast schon eine Selbstverständlichkeit geworden ist“, freute sich TU Austria-Präsident und TU Graz-Rektor Harald Kainz in seinem Eingangsstatement. 

Die für angewandte Forschung und Innovation zuständige Bundesministerin Leonore Gewessler gratulierte per Videoschaltung und wünschte den Technikerinnen der Zukunft, dass sie bei der Auswahl ihres Berufes und bei der Ausbildung „jene Neugier und jene Kreativität an den Tag legen, die sie beim TU Austria-Preis unter Beweis gestellt haben, um in zukunftsweisenden Bereichen Technologien und Innovationen voranzutreiben und so die Welt von morgen zu gestalten.“

TU Graz-Vizerektorin Claudia von der Linden wies in ihrer Eröffnungsrede darauf hin, dass es „mehr Frauen und grundsätzlich mehr Diversität in der Technik brauche, damit die Entwicklung neuer Technologien auch die Bedürfnisse aller Menschen im Blick hat. Der TU Austria-Preis ist eine von vielen Initiativen der technischen Universitäten, Mädchen und junge Frauen darin zu bestärken, ihren Weg in die Technik zu gehen.“

Die steirische Bildungslandesrätin Juliane Bogner-Strauß, die selbst eine wissenschaftliche Laufbahn an der TU Graz absolvierte, ermutigte in ihrer Rede die Preisträgerinnen dazu, sich weiterhin Dinge zuzutrauen und auch auszuprobieren: „Initiativen wie der TU Austria-Preis sind eine wichtige Plattform, um der Gesellschaft die Potenziale und Talente junger Frauen vor Augen zu führen.“

Im Anschluss an die Preisverleihung wurden die Schülerinnen von Studentinnen der TU Austria-Universitäten beraten, mit welchem Studium bzw. mit welchem Forschungszweig sie ihre Idee umsetzen könnten.

Die Preisträgerinnen:

1. Platz: Katja Mitterbacher (Smarte Bushaltestellenleuchte)
2. Platz: Susanne Gruber („Acquaticum“ – Trinkwasseraufbereitung)    
3. Platz: Sarah Jäger (Schall - Licht - korrespondierende Alarmanlage)
4. Platz: Victoria Kalla („BioBox“ – eine revolutionäre Art des Lebensmittelvertriebes),
4. Platz: Birgit Girstmair (“Smart Help” – automatisierter Rollstuhl)
6. Platz: Pia Schwarzinger („Helping Hand“ – App zur gegenseitigen Unterstützung mit Hilfsleistungen)
7. Platz: Viktoria Vogel (“SwapApp” als Tauschplattform für Dinge zum Verschenken)
7. Platz: Johanna Unterrainer („World Wide Conference” – Tisch fürHologramm-Projektionen)    
9. Platz: Irmgard Reischl („ASO-meter“ – intelligenter Ladeadapter)
9. Platz: Malena Stöttner (begrünte, solarbetriebene Bushaltestellen)
9. Platz: Katharina Pustnik (“School4Everyone – Individualisiertes Lernprogramm)
9. Platz: Jasmin Ali (automatisierte, individuelle Bewässerung von Zimmerpflanzen)

Sonderpreis: Hanna Draxl & Lisa Kogler (Rob, der Baumeister)

Der TU Austria-Preis wurde 2018 von der TU Austria – ein Verbund der drei österreichischen Technischen Universitäten TU Wien, TU Graz und Montanuniversität Leoben – ins Leben gerufen. Ziel ist es, das Interesse von Schülerinnen für Technik zu wecken und ihnen zu zeigen, dass sie mit ihren technischen Ideen die Welt verändern können.

Information

Florian UNGERBÖCK
TU Graz | Büro für Gleichstellung und Frauenförderung
Tel.: +43 316 873 6096
Mobil: +43 664 60 873 6096
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Der Verein "TU Austria" wurde 2010 von den drei Technischen Universitäten Österreichs TU Wien, TU Graz und Montanuniversität Leoben gegründet. Dieser technisch-naturwissenschaftliche Verbund umfasst mehr als 43.800 Studierende, 5.200 Graduierte und 10.200 Mitarbeitende.

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TU Austria-Präsident und Rektor der TU Graz Harald Kainz mit der erstplatzierten "Techikerin der Zukunft" Katja Mitterbacher. © Trenkler – TU Graz
TU Austria-Generalsekretärin Elke Standeker (l.) überreichte Hanna Draxl den TU Austria-Sonderpreis für Schulprojekte. © Trenkler – TU Graz
Das Gros der TU Austria Preisträgerinnen war bei der Preisverleihung an der TU Graz anwesend. Landesrätin Juliane Bogner-Strauß, TU Graz-Vizerektorin Claudia von der Linden, TU Graz-Rektor Harald Kainz und TU Austria-Generalsekretärin Elke Standeker (v.l.n.r.) gratulierten zu den tollen Beiträgen. © Trenkler – TU Graz