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Digital Construction Management

Die Agilität in der Modellierung und Digitalisierung wird den Baubetrieb in Zukunft noch stärker prägen, als dies jetzt bereits der Fall ist. Dieser Transformationsprozess in Verbindung mit einem funktionierenden vernetzten Wissensmanagement wird den Mehrwert für alle Beteiligten fördern, indem er eine höhere Erfolgsquote in der Zielerreichung ermöglicht. Ebenso zeigt sich als positiver Effekt, dass durch die digitale Vernetzung das Planen, Bauen, Betreiben und Entsorgen von Bauwerken ressourcenschonender wird – z.B. in Form einer höheren Nutzungsqualität, eines reduzierten Energieverbrauchs oder eines geringeren CO2-Ausstoßes. Weiters können Chancen früher erkannt sowie verstärkt wahrgenommen und genutzt bzw. Risiken eher erfasst und minimiert werden.

In dieser Spezialisierung erwerben Sie das passende Know-how und Know-why, um Prozesse am Bausektor mit Hilfe digitaler Technologien zu optimieren und Effektivität und Effizienz in der Produktionsplanung, -kontrolle und -steuerung zu steigern. Sie können so nicht nur zur Senkung von Baukosten, sondern auch zu mehr Nachhaltigkeit und Arbeitssicherheit in der Branche beitragen. Auch der systemische Umgang mit Unsicherheiten in unterschiedlichen Bauprojektphasen und der Einfluss auf Entscheidungsprozesse sind Themen dieses Schwerpunkts.

Module der Spezialisierung

  • Agile Digitalization in Construction Management
  • CO2-Footprint in Construction Management
  • Chances and Risks in Construction Management

Zielgruppen

Fach- und Führungskräfte des Bausektors mit folgenden Aufgabengebieten:

  • Produktionsplanung
  • Kalkulation
  • Bauausführung
  • Baucontrolling
  • Chancen-Risikomanagement
  • Nachhaltigkeitsmanagement
  • Energiemanagement

Projektmanagerinnen und -manager, die sich mit

  • der Digitalisierung von Planungs- und Bauprozessen,
  • der Lebenszyklusphasen und des CO2-Fußabdrucks,
  • sowie dem Chancen-Risikomanagement in Organisationen und Projekten befassen.

Auftraggeberinnen und Auftraggeber

  • im Hochbau
  • im Ingenieurbau
  • im Industriebau

Beraterinnen und Berater in den Bereichen

  • Projektmanagement
  • Projektsteuerung
  • Ausschreibung und Vergabe
  • Bauausführung
  • Sachverständigenwesen

Alumni der Studienrichtungen

  • Wirtschaftsingenieurwesen
  • Bauingenieurwissenschaften
  • Architektur

Modul: Agile Digitalization in Construction Management

In diesem Modul erweitern Sie Ihr Wissen zu Digitalisierungsprozessen und zur agilen Modellierung im Baubetrieb. Sie lernen, welche Digitalisierungs- und Monitoringsysteme es gibt, was Agilität für den Baubetrieb bedeutet und welchen Einfluss die Digitalisierung im Baubetrieb auf den CO2-Fußabdruck von Bauwerken hat. Das vermittelte digitale Know-how und das daraus abgeleitete Know-why befähigen Sie, Prognose- und Berechnungsverfahren einzusetzen, aus denen Sie während des gesamten Projektverlaufs optimierte Handlungsempfehlungen ableiten können, die schließlich entscheidend zum Projekterfolg beitragen.

Modul: CO2-Footprint in Construction Management

Dieses Modul befasst sich mit einem der dringlichsten Themen unserer Zeit – der Nachhaltigkeit bzw. dem Klimaschutz. Die Errichtung und der Betrieb von Gebäuden sind für ca. 38 % des globalen CO2-Ausstoßes verantwortlich. Um diesem Trend entgegenzuwirken, erwerben Sie im Modul einen systematischen Überblick über die Lebenszyklusphasen eines Bauobjektes und vertiefen das gewonnene Wissen dahingehend, in welchen Phasen der CO2-Fußabdruck wesentlich beeinflussbar ist. Sie machen sich mit unterschiedlichen Verfahren zur Berechnung des CO2-Fußabdrucks vertraut und diskutieren die Inhalte und Vorgaben der EU-Taxonomie, des Fit for 55 sowie des Green Deals.

Modul: Chances and Risks in Construction Management

Berechnungen und Prognosen monetärer und zeitbezogener Aspekte von Bauprojekten liefern meist deterministische Ergebnisse, die keine Einschätzung hinsichtlich des dabei eingegangen Chancen-Risiko-Verhältnisses, Ereignisraums und maximalen Schadens/Nutzens zulassen. Im Fokus dieses Moduls steht die Vermittlung der Kompetenzen zur frühzeitigen Erkennung von Chancen und Risiken im Zuge der Abwicklung von Bauprojekten. Unterstützt durch Praxisbeispiele wird der Frage nachgegangen, wie Chancen besser genutzt und Risiken miniert werden können. Dazu lernen Sie, wie anhand von Monte-Carlo-Simulationen Unsicherheiten in allen Projektphasen systematisch berücksichtigt werden können.

Spezialisierungsverantwortliche

Christian HOFSTADLER
Assoc.Prof. DI Dr.techn.

Leiter des Instituts für Baubetrieb und Bauwirtschaft sowie der Arbeitsgruppe Chancen-Risikomanagement und Digitalisierung der TU Graz 
 

Markus KUMMER
DI Dr.techn. BSc

Projekt-Senior Scientist am Institut für Baubetrieb und Bauwirtschaft der TU Graz

Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der qualitätsvollen integralen sowie kooperativen Planung und Bauausführung. Elemente der Digitalisierung finden mehr und mehr Einzug in das ressourcenschonende Planen, Bauen, Betreiben und Entsorgen von Bauwerken. Daraus folgen unter anderem eine höhere Nutzungsqualität, ein reduzierter Energieverbrauch und/oder ein geringerer CO2-Ausstoß. Weiters können dadurch Chancen sowie Risiken früher erkannt und verstärkt bzw. minimiert werden.

Mit der fortschreitenden Digitalisierung steigt auch die Notwendigkeit des zielgerichteten Umgangs mit Daten und Informationen. Die Erstellung, Anwendung und kontinuierliche Verbesserung von (Berechnungs-)Modellen sowie die nutzbringende Interpretation der Ergebnisse sind besonders für Entscheidungsträger/innen von enormer Relevanz. Dabei sind die Erhöhung der Qualität von Prognosen und der systematische Umgang mit Unsicherheiten zentral, um im Hinblick auf die gesteckten Ziele steuernd in geplante und laufende Prozesse eingreifen zu können.

Kontakt

Helmut ASCHBACHER
Dr.
TU Graz Life Long Learning
Tel.: +43 316 873 4943
helmut.aschbachernoSpam@tugraz.at