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Interview: Alexander Bergmann

19.08.2019 |

Alexander Bergmann ist Professor für Elektronische Sensorsysteme und leitet das gleichnamige Institut an der TU Graz. Für ihn ist die Elektrotechnik die Basistechnologie für alles, was die moderne Welt ausmacht.

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Beschreiben Sie Ihr Fachgebiet in wenigen Sätzen.

Alexander Bergmann: Sensorik bezeichnet die Wissenschaft und die Anwendung von Sensoren zur Messung und zur Kontrolle von Veränderungen in umweltbezogenen, biologischen oder technischen Systemen. Die Forschung an unserem Institut zeichnet sich durch große Interdisziplinarität und Vielfalt aus. Unser Team besteht aus Expertinnen und Experten aus den Bereichen Physik, Elektrotechnik und Telematik. Gemeinsam beschäftigen wir uns mit Themen aus der Industrie sowie mit den drängenden Fragen des Klimawandels.

Was ist für Sie das Besondere an der Elektrotechnik?

Alexander Bergmann: Für mich hat unsere Arbeit etwas Kreatives. Wir haben viele Möglichkeiten, die Welt von morgen mitzugestalten. Ich denke da an die Digitalisierung, die Energiewende oder die Herausforderungen einer alternden Gesellschaft, um nur einige relevante Gebiete zu nennen.

Was begeistert Sie an der Elektrotechnik?

Alexander Bergmann: Mich fasziniert die enorme Vielfalt, die Interdisziplinarität und die Kreativität. Und natürlich die vielen Kooperationsmöglichkeiten innerhalb und außerhalb der Elektrotechnik. Schließlich ist die Elektrotechnik die Basistechnologie für alles, was die moderne Welt ausmacht: vom Internet über Digitalisierung und Industrie 4.0 bis hin zu Machine Learning oder Big Data.

Was möchten Sie Ihren Studierenden mitgeben?

Alexander Bergmann: Begeisterung, Motivation und die Fähigkeit, Probleme kreativ zu lösen.

In welchen Bereichen arbeiten Ihre ehemaligen Studierenden heute insbesondere?

Alexander Bergmann: Viele Absolventinnen und Absolventen arbeiten in der Halbleiterindustrie, der Automobilindustrie, oder sind bei Technology Start-Ups dabei.

Was waren Ihre ersten Berührungspunkte mit der TU Graz?

Alexander Bergmann: Ich war schon als Schüler oft an der TU Graz. Der Vater eines Freundes arbeitete hier und an seinem Institut gab es einen Großrechner, der mich schon damals fasziniert hat. Die Rechner sind heute natürlich viel kleiner, meine Faszination für Technik und Naturwissenschaften dafür umso größer.

Was gefällt Ihnen an der TU Graz besonders?

Alexander Bergmann: Das hohe Niveau vieler unserer Studierenden. Außerdem haben wir sehr gute Möglichkeiten, uns innerhalb der TU Graz interdisziplinär zu vernetzen und zusammenzuarbeiten. Auch die Kooperation der TU Graz mit der Industrie ist hervorragend und bietet Forschenden, Studierenden sowie Absolventinnen und Absolventen viele Möglichkeiten, ihre Innovationskraft zu entfalten.

Wie verbringen Sie Ihre Zeit außerhalb des Hörsaals?

Alexander Bergmann: Ich bin beruflich viel unterwegs und daher sehr oft im Flugzeug. In meiner Freizeit finden Sie mich am Berg beim Klettern oder Skifahren. Vor allem Ersteres dürfte ein Charakteristikum von Menschen unseres Faches sein: In der Kletterwand konnte ich nämlich schon den einen oder anderen Diplomanden für eine Masterarbeit gewinnen.