1. CKI Talk 05/2020

„Nachdem relativ schnell klar war, dass unsere diesjährige CKI-Konferenz nicht in gewohnter Form physisch stattfinden kann und wir mehr und mehr Routine im digitalen Arbeiten bekamen, lag nahe, dass wir für unsere Siemens-TU Graz Veranstaltung eine virtuelle Form finden wollten,“ so Christine Schichler, CKI Managerin an der TU Graz. So gelang es der TU Graz am 27.05.20 als erste Universität im globalen CKI-Verbund, ein solches virtuelles Format in die Tat umzusetzen.

Mit der Keynote “Challenges of Industrial Cybersecurity - A Hack. An Art. A Science“ traf Dr. Andreas Kind von Siemens, München den Puls der Zeit. Er berichtete, dass ein gezielter Angriff auf ihre Steuerungssysteme vor zehn Jahren (Stuxnet) der Auslöser war, den Blick auf Security und Safety bei Siemens noch gezielter zu schärfen. Es müsse daher immer das gesamte System betrachtet werden, wie ein Zugstellwerk, ein Krankenhaus oder die Energieversorgung. Interessant waren die Beispiele, an denen er zeigte, wie schwierig es ist, die Komponenten in kritischen Infrastrukturen sicher in externe cloudbasierte Umgebungen anzubinden (siehe auch den Live-Mitschnitt der Keynote).

Mitschnitt der Keynote - Dr. Andreas Kind

In der anschließenden Podiumsdiskussion unterstützten Prof. Stefan Mangard, der an den Technologien zur Sicherheit an der TU Graz forscht, wie auch Security-Expertin Dr. Sandra Dominikus der Siemens DI, Graz die vielschichtigen Fragen aus dem Chat zu beantworten. Einen konkreten Blick in das Mobility-Werk Graz durch Dr. Stefan Erlach und in das Transformatorenwerk in Weiz mit Martin Stössl ergänzten die Aussagen über den Einzug digitaler neuer Technologien in Infrastrukturen, die zum Teil bereits mehr als 30 Jahre in Betrieb sind.

Die Schlussworte von Dr. Natascha Eckert und Prof. Horst Bischof lobten den interaktiven und unter social distancing stattgefunden, sehr gelungenen Feldversuch mit dem Wunsch einer Wiederholung.

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