CKI/Veranstaltungen/Rückblick

Interview mit Christian Kabusch, 18.06.20

Christian Kabusch

Was sich im Arbeitsleben ändern wird

Bei einem virtuellen Vortrag vor Studierenden der TU Graz sprach HR-Business Partner und Experte für digitale Transformation, Christian Kabusch, Ende vergangener Woche über „The Future of Work“. Im Arbeitsleben bei Siemens werden das flexible Arbeiten unabhängig vom Ort und eine Verflachung der Hierarchien im Arbeitsprozess („Chef auf Augenhöhe“) eine wesentliche Rolle spielen. Die Flexibilisierung hat mehrere Facetten, einerseits durch die Anpassung der Büro-Räumlichkeiten mit Schwerpunkt auf mobilen Arbeitsplätzen und die Schaffung eines möglichst offenen und kreativitätsfördernden Arbeitsumfeldes. Andererseits braucht es Führungskräfte, die diesen Prozess unterstützen, ihren MitarbeiterInnen vertrauen, ihnen ausreichend Freiheiten gewähren und entsprechende Verantwortung übertragen. Auch dafür werden in der Organisation und in unseren Prozessen die notwendigen Voraussetzungen geschaffen.

Rasche Reaktion auf solider Basis

Die Covid-19-Krise hat viele Entwicklungen in Bezug auf zukunftsorientierte Arbeitsformen beschleunigt, diese gilt es jetzt zu bewerten und nachhaltig in unser Arbeitsleben zu integrieren. In manchen Fällen ist die Basis für eine schnelle Reaktion auf diese Sondersituation aber bereits schon vorher geschaffen worden: etwa mit Betriebsvereinbarungen, die den Umstieg auf die Arbeit im Home-Office kurzfristig möglich gemacht haben. Die technische Infrastruktur für das Arbeiten von Zuhause während des Lockdowns wurde von unseren IT-Experten innerhalb kürzester Zeit bereitgestellt. Und auch die Notebooks der MitarbeiterInnen erfüllen die notwendigen Standards, um ein performantes und effizientes Arbeiten von Zuhause aus zu ermöglichen. Denn: „Die IT-Ausstattung darf keine Frage des hierarchischen Levels innerhalb einer Organisation sein. Wir gehen künftig noch stärker in die Richtung, dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, das Home-Office-Angebot bei Siemens in Anspruch  nehmen können“, betont Christian Kabusch. Es bleibt aber natürlich ein Angebot: Das man nicht annehmen muss, wenn aufgrund der räumlichen Gegebenheiten oder der Familienverhältnisse Arbeit von Zuhause aus schwierig umzusetzen ist. Christian Kabusch: „Wenn ich zuhause dauerhaft in der Küche sitzen muss, ist das freilich problematisch.“

Post-its für das virtuelle Meeting

Bei virtuellem Arbeiten und Konferenzen wird es künftig noch stärker darauf ankommen, interaktive Elemente einzubauen, um die Teilnehmer aktiv in der Diskussion zu behalten. Etwa mit der 3D-Darstellung von Räumen, digitalen Avataren im Besprechungszimmer, virtuellen post-its, flipcharts etc. Auch beim Recruiting will man bei HR künftig stärker auf Videointerviews setzen. Virtuelle Meetings haben sich in den ersten Auswahlstufen bewährt, erst in der letzten Runde kommt es dann oftmals zum  persönlichen Kontakt, um eine letztgültige Entscheidung treffen zu können.

CARL, wir müssen reden

Ein wesentlicher Punkt, um mit der Covid-19-Krise innerhalb von Siemens optimal umgehen zu können, war die zeitnahe Kommunikation. Die Herausforderung bestand darin, unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Sicherheit zu geben und schnell Transparenz sowie Klarheit über die entsprechenden Regelungen zu schaffen um Vertrauen in dieser Ausnahmensituation aufzubauen. Als besonders hilfreich erwies sich dabei die kognitive Intelligenz CARL. Über den CARL-Chatbot wurden die MitarbeiterInnen schnell zu den richtigen Informationsseiten geführt. „In den ersten Wochen der Isolation stiegen die Interaktionen innerhalb des Tools von 3.000 auf 12.000“, erklärt Christian Kabusch.

Teams sind Antwort auf „komplexer werdende Welt“

Teamarbeit wird in Zukunft noch stärker an Bedeutung gewinnen. Auf die Frage eines der Studenten, ob sich Generalisten oder eher Spezialisten in der kommenden Arbeitswelt durchsetzen werden, meine Christian Kabusch, dass es primär darum gehe, Menschen aus verschiedenen Disziplinen zusammenzubringen um möglichst viele Blickwinkel zu berücksichtigen. „Es wird eine hohe Spezialisierung im Einzelnen gefordert sein, aber es braucht beides, um erfolgreich zu sein. Denn Teams sind unsere Antwort auf eine immer komplexer werdende Welt.“


1. CKI Talk an der TU Graz, 27.06.20

„Nachdem relativ schnell klar war, dass unsere diesjährige CKI-Konferenz nicht in gewohnter Form physisch stattfinden kann und wir mehr und mehr Routine im digitalen Arbeiten bekamen, lag nahe, dass wir für unsere Siemens-TU Graz Veranstaltung eine virtuelle Form finden wollten,“ so Christine Schichler, CKI Managerin an der TU Graz. So gelang es der TU Graz am 27.05.20 als erste Universität im globalen CKI-Verbund, ein solches virtuelles Format in die Tat umzusetzen.

Mit der Keynote “Challenges of Industrial Cybersecurity - A Hack. An Art. A Science“ traf Dr. Andreas Kind von Siemens, München den Puls der Zeit. Er berichtete, dass ein gezielter Angriff auf ihre Steuerungssysteme vor zehn Jahren (Stuxnet) der Auslöser war, den Blick auf Security und Safety bei Siemens noch gezielter zu schärfen. Es müsse daher immer das gesamte System betrachtet werden, wie ein Zugstellwerk, ein Krankenhaus oder die Energieversorgung. Interessant waren die Beispiele, an denen er zeigte, wie schwierig es ist, die Komponenten in kritischen Infrastrukturen sicher in externe cloudbasierte Umgebungen anzubinden.

Mitschnitt der Keynote - Dr. Andreas Kind

In der anschließenden Podiumsdiskussion unterstützten Prof. Stefan Mangard, der an den Technologien zur Sicherheit an der TU Graz forscht, wie auch Security-Expertin Dr. Sandra Dominikus der Siemens DI, Graz die vielschichtigen Fragen aus dem Chat zu beantworten. Einen konkreten Blick in das Mobility-Werk Graz durch Dr. Stefan Erlach und in das Transformatorenwerk in Weiz mit Martin Stössl ergänzten die Aussagen über den Einzug digitaler neuer Technologien in Infrastrukturen, die zum Teil bereits mehr als 30 Jahre in Betrieb sind. Ein abschließender Höhepunkt war die durch Dr. Stefan Erlach und Diemo Wojjik durchgeführte Verleihung des “Railway Engineering Awards“, der richtungsweisende Masterarbeiten im Bereich des öffentlichen Verkehrs mit dem Thema Bahn/Schiene prämiert. Die diesjährigen Preisträger waren Michael Horvarth (1.), Lisa Kaiser (2.) und David Reiter (2.). Die Schlussworte von Dr. Natascha Eckert und Prof. Horst Bischof lobten den interaktiven und unter social distancing stattgefunden, sehr gelungenen Feldversuch mit dem Wunsch einer Wiederholung.

CKI Konferenz, 05/2019

Wieder ein vielseitiges und interaktives Programm mit Keynote und Tandemvorträgen zu derzeit laufenden Forschungsprojekten rund um das Thema der digitalen Transformation und deren Auswirkung auf Forschung, Innovation und Arbeitswelt.

Über 100 Teilnehmer besuchten die CKI Konferenz am 22. Mai an der TU Graz und nutzten die Gelegenheit mit vertrauten und neuen Fachkollegen beim anschließenden Mittagessen ins Gespräch zu kommen.


Lecture of COO and CTO Dr. Roland Busch, 04/2019

On April 2nd, Siemens COO and CTO Dr. Roland Busch visited the new Laboratory for Innovation at TU Graz and held a lecture about turning innovations into strategic advantages. More than 130 students, crammed into two big lecture halls, followed the live broadcast of the presentation at the end of which Dr. Busch patiently answered the student´s many questions.



Round Table der TU Graz mit dem Energy Management Erlangen, 11/2017

Professoren der TU Graz diskutieren mit Siemens Experten über zukünftige Forschungsthemen im Bereich des Energy Managements

Besuch des HGÜ Werks in Nürnberg

Fluktuierende Strommengen müssen teils über hunderte Kilometer hinweg vom Erzeuger zum Verbraucher gebracht werden. Die neuen Ressourcen sind nicht nur weiträumig verteilt, sondern auch zeitlich stark schwankend; unsere Netze jedoch sind von ihrer ursprünglichen Konzeption für solch ein Puzzle von Quellen nicht ausgelegt. Die dezentrale Energieversorgung stellt Betreiber von Hochspannungsnetzen vor neue Herausforderungen. Hier kommen Technologien wie die Hochspannungsgleichstrom-Übertragung (HGÜ) ins Spiel: Mit ihren speziellen Regel- und Schutzfunktionen hat die HGÜ hier eine besondere Bedeutung. Ihre Stärke ist nicht nur die verlustarme Stromübertragung über weite Strecken in Form einer "Stromautobahn", sie stützt zudem die Spannung der zu verbindenden Wechselstromnetze. Siemens fertigt in Nürnberg Umrichtermodule, die das Herzstück jeder HGÜ sind und on- und offshore verbaut werden.  www.siemens.com/presse


CKI Konferenz, 04/2017

Die zweite CKI-Konferenz Anfang Mai stellte einen Höhepunkt der Kooperation zwischen TU Graz und Siemens dar. Besonders erfreulich: Viele Studierende waren der Einladung in die Aula der TU Graz gefolgt.

Mit einem Speed Talking gelang ein inspirierender Einstieg in einen interessanten Tag: Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer suchte sich für eine  Gesprächspartnerin oder einen Gesprächspartner zu einem zwei minütigen Kurzaustausch. Zur Begrüßung ehrte CKI-Direktor Vizerektor Horst Bischof und Natascha Eckert von Siemens anschließend noch einmal den Siemens-Innovationspreisträger Christian Moser vom TU Graz-Institut für Maschinenelemente und Entwicklungsmethodik.

Die mit Spannung erwartete Keynote von Mykhaylo Filipenko zum Thema eAircraft beeindruckte von den ersten Weltrekorden eines hybrid-elektrischen Flugzeugs.

In diesem Jahr war insbesondere die Siemens-Klasse im Fokus, die vertreten durch fünf Dissertantinnen und Dissertanten aus verschiedenen Forschungsschwerpunkten der TU Graz ihre gemeinsamen Projekte mit Siemens vorstellten. In der anschließenden Feedback-Runde wurden Publikumsfragen von den Dissertantinnen und Dissertanten, ihren Siemens- und TU Graz-Betreuenden beantwortet, was das „Dreieck“ einer solchen Kooperationen zwischen der TU Graz und einem Wirtschaftsunternehmen gut sichtbar machte.

In der letzten Session ging es um den Arbeitsplatz der Zukunft und working@siemens. Nach einer Einleitung und Überblick der Arbeitswelt bei Siemens standen ein Trainee, ein Junior-Researcher und der Leiter des Engineerings Siemens Graz Rede und Antwort. Der Applaus an das Organisationsteam zeigte, dass sie das richtige Maß an Information und interaktivem Austausch an diesem Tag getroffen hatten.

Prof. Moser und Herr Filipenko diskutierten über neue Metallverbindungen in Zügen und Flugzeugen

Programm und Bilder


Siemens-Klasse trifft H. Ritter und M. Tackenberg, 04/2017

Siemens-Klasse: Workshop, 03/2017


19.01.2017 - Future Technologies in the Energy Market
Referent: Michael Weinhold, Prof. Dr.-Ing., CTO Siemens Energy Management
Ort: Inffeldgasse 16b/Tiefgeschoss, Hörsaal i11

11.01.2017 - Siemens Vorstand Dr. Busch besucht TU Graz
Vortrag im Rahmen der Vorlesung "Production Strategy"
Ort: IIM, Harvard Case Study Room, Kopernikusgasse 24

19.10.16 iKNOW, Graz
Workshop of researchers from different CKI universities


Siemens Open Innovation Award 2016

Siemens Award winners in the category Open Innovation (Dezember 2016)

Prof. Christian Moser TU Graz, Christian Karner and Radovan Seifried (both Siemens Mobility)

Radical new approaches to the development of rolling stock are extremely rare. Siemens Mobility and Graz University of Technology have now succeeded in developing a new chassis frame that only weighs 845 kilograms instead of 1.5 metric tons – a reduction of almost 50 percent. For its achievement, the team was awarded as “Inventors of the Year 2016” in the Open Innovation category during the Siemens Innovation Day.

Picture (from left to right): Inventors of the year 2016 Radovan Seifried (Siemens Mobility), Prof. Christian Moser (TU Graz) and Christian Karner (Siemens Mobility) with laudator Natascha Eckert (Siemens University Relations)

CKI KONFERENZ, 05/2016

Bei der ersten CKI Konferenz präsentierten hochrangige VertreterInnen
von Siemens sowie junge und etablierte WissenschafterInnen
Forschungsprojekte, Innovationsvorhaben und Erfolgsmodelle für Entrepreneurship.

Das Programm 2016 können Sie hier herunterladen.

Ein Höhepunkt des CKI-Managements zwischen der TU Graz und Siemens ist die CKI – Konferenz. Bis zum Schluss kamen noch Anmeldungen bei der CKI-Managerin Christine Schichler an, die sich mit Ihrem Siemens-Tandempartner Bernd Wohlkinger sehr über 100 Teilnehmer freute.

Nach den Begrüßungsworten von Rektor Harald Kainz, stellte Natascha Eckert das CKI Konzept vor und VR und CKI-Direktor Horst Bischof berichtete über die ersten Erfolge der Kooperation.

Das große Interesse konzentrierte sich auf die Vorträge über Mobilität und Energieversorgung von morgen. Bewusst provokativ stellte Jürgen Schlaht (Siemens MO) in seiner Keynote die Frage, wie passen Schienen- und autonomer Individualverkehr zukünftig zusammen? Ebenfalls betonte Martin Tackenberg (Siemens EM) welche Rolle die Digitalisierung in der Energieversorgung inzwischen spielt. Hierzu ergänzten Lothar Fickert und Uwe Schichler, welche Anforderungen hierzu noch weiter erforscht werden müssen. Denn auch ein Asset wie der Trafo, das bereits mehr als 100 Jahre im Dienst der Energieversorgung steht, so Martin Stössl (Siemens Weiz Transformatoren), muss auch den neuen Anforderungen, wie ständigem Lastwechsel, genügen.

Wie vertrauensvolle Kooperation Jahre funktioniert und wie sie es schaffen, erfolgreich zu sein, konnten Thomas Graetz (Siemens Graz Mobility), Christian Moser und Martin Rosenberger anschaulich an ihren Forschungsthemen, wie der innovativen Wandlung in der Schienenfahrzeugtechnik, klar zeigen.

Welche Art von Innovationswegen sich lohnen, hoben die Beiträge von Kai Römer und Thomas Wenzel (Siemens) hervor. Beispielhaft dafür waren der Science Park durch Bernhard Weber mit 2 Start-ups - Gunter Figner und Markus Manninger, sowie zwei Racing Teams mit Konrad Fellner und Gernot Müller-Putz.

Die Basis für die zukünftige CKI-Siemens Klasse werden die Dissertanten und jungen Forscher sein, die mit 20 Postern ihre Forschungsthemen vorstellten.

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Pressemitteilung zur Gründung CKI an der TU Graz