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Zentrale Datenbank zur Tiefenanalyse von Verkehrsunfällen

2004 wurde das Projekt ZEDATU - Zentrale Datenbank zur Tiefenanalyse von Verkehrsunfällen beim Österreichischen Verkehrssicherheitsfonds als Pilotprojekt gestartet. Der derzeitige Fokus liegt in der Analyse von tödlichen Verkehrsunfällen.

Ein großer Unterschied zur Nationalen Statistik besteht auch in der vollständigen Unfallrekonstruktion jedes Verkehrsunfalls mit dem Unfallrekonstruktionsprogramm PC CRASH. Dadurch stehen Unfallparameter wie beispielsweise Ausgangs- und Kollisionsgeschwindigkeit der Beteiligten Fahrzeuge, Fahrlinie, Reaktionspunkt etc. für eine Auswertung zur Verfügung. Je nach Informationsgehalt der Unfalldaten können etwa 800 Datenfelder für eine Auswertung herangezogen werden. Es stehen Daten zu den Beteiligten, Fahrzeugen und der Infrastruktur zur Verfügung.

In dem Pilotprojekt wurde eine Verkehrsunfalldatenbank entwickelt, welche auf dem sogenannten STAIRS Protokoll (Standardisation of Accident and Injury Registration Systems) basiert. Das STAIRS Protokoll wurde in dem gleichnamigen EU Projekt erstellt und beschreibt die für Verletzungsanalyse von Fahrzeuginsassen notwendigen zu erhebenden Daten. Ein wesentlicher Punkt war auch die Einbeziehung der Datenfelder der amtlichen Unfallstatistik, wodurch eine österreichspezifische Auswertung durch Verknüpfung der Unfalltypen der Unfallzählblätter möglich ist.

Aufgrund der Ergebnisse der EU-Projekte PENDANT (Pan-European Co-ordinated Accident and Injury Databases) und ROLLOVER (Improvement of rollover safety for passenger vehicles) wurde die Datenbank um weitere Felder ergänzt. Im EU-Projekt RISER (Roadside Infrastructure for Safer European Roads) wurden Datenfelder zur Codierung der Infrastruktur entwickelt und in ZEDATU einprogrammiert. Durch eine Unfallrisiko und Unfallursachenmatrix, welche Risikofaktoren zu Mensch, Fahrzeug, Infrastruktur sowie Licht- und Wetterbedingungen beinhaltet, ist eine systematische Auswertung von Risikofaktoren und Unfallursachen zur Unfallursachenforschung möglich. Die Unfallrisiko und Unfallursachenfaktoren sind in Hauptgruppen, Untergruppen und Detailgruppen unterteilt. Insgesamt sind über 90 mögliche Risikofaktoren und Unfallursachen vorliegend, welche dem Beteiligten zugeordnet werden können.

Mithilfe dieser Datenbank ist es dem VSI möglich wichtige Erkenntnisse aber auch Randbedingungen für aktuelle Forschungsprojekte ableiten zu können. So ist es beispielsweise möglich die Effektivität von diversen infrastrukturellen aber auch fahrzeugsicherheitstechnischen Maßnahmen objektiv zu überprüfen, was für gegenwärtig aber vor allem auch für zukünftige meist sehr komplexe Technologien und Maßnahmen unerlässlich wird.

Diagramm von RIsikofaktoren
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