Masterthesis

 

 

HATSCHEK - PODIUM
Ein Kulturcampus inmitten von Wohnbauten

Anna Maria Bagaric, BSc.
2017

 

 

Wie kann eine Kleinstadt wie Vöcklabruck (VB) seine Position im Umfeld
behaupten? Kann man Verbindungen zwischen verschiedenen Zentren in der
Stadt bilden und dennoch ihre Identität wahren? Welche Funktion kann ein dritter,
zentraler Ort neben einem vorhandenen Stadtplatz und Park, einnehmen?
Sind Verbindungen von den wichtigen Standorten zum neuen Freiraum möglich?
Vöcklabruck ist eine typisch mitteleuropäische Kleinstadt mit circa 15 000 Einwohnern.
Sie befindet sich genau in der Mitte der zwei Landeshauptstädten Salzburg
und Linz. Zudem ist Vöcklabruck - mit ihren 12 300 Einwohnern - die Bezirkshauptstadt
des gleichnamigen Bezirks mit rund 130 000 Einwohnern. Wie viele
dieser kleineren Städte hat sie einen Stadtplatz, einen Park, ein Schulzentrum,
Gesundheitszentrum, Sportzentrum, etc. Diese Standorte haben unterschiedliche
Verbindungen zu einander oder auch keine.
Es soll ein Entwurf entstehen, der diese städtischen Verbindungen nutzt, sie verstärkt
oder auch bildet und dann auch noch einen weiteren Verbindungspunkt
- das Hatschek-Podium - miteinbezieht. Es gilt herauszufinden, wie Verbindungen
zu den wichtigen Punkten (Stadtplatz, Stadtpark, Busbahnhof) gemacht werden
können und wie das Hatschek-Podium anziehend für die Einwohner der Stadt
und des umgebenden Gebietes wird. Dieser Freiraum soll sich vom Stadtplatz
und Park so differenzieren, dass er eine eigene Identität entwickelt und andere
Qualitäten aufweist. Seine Funktion soll Kultur und Beteiligung für die Bevölkerung
fordern, da die alte Hatschek Stiftung, die auf dem Grundstück steht, zu einem
Off enen Kunst-und Kulturhauses (OKH) umgewandelt wurde. Ein Freiraum fur die
Kunst-und Kulturschaff enden der Umgebung wird geschaffen.
Mit diesem Entwurf soll gezeigt werden, dass die drei Elemente Kultur, Wohnen
und Freiraum auf engen Raum zusammen funktionieren können. Der Freiraum
soll Aktivitäten ermöglichen, die im städtischen Gefüge noch keinen Platz gefunden
haben. Er soll sowohl tagsüber als auch nachts nutzbar sein. Der Platz ist
einerseits ein Veranstaltungsraum für Filmübertragungen, Lesungen, Ausstellungen
und Konzerte, andererseits ein Freizeitraum, Schulcampus und Treffpunkt.
Abbado sagt, dass ein Land sich erst durch seine Kultur reich nennen kann.
In diesem Buch zeige ich, dass durch architektonische Eingriffe eine Grundlage
für eine Stadt geschaffen werden kann, um ihre Kulturszene zu fördern und
Kulturschaffenden einen Raum zu geben.

 

betreut von Arch. Univ.-Prof. Aglaée Degros

HATSCHEK - PODIUM, Ein Kulturcampus inmitten von Wohnbauten