Chronik

Das heutige Institut für Wärmetechnik wurde 1921 als Institut für Dampfkesselbau, Kolbendampfmaschinen und Lokomotivbau der damaligen Technischen Hochschule Graz gegründet. Forschungsgebiete waren u.a. Labyrinth-Strömungen, ölfreie Dampfmaschinen und Schnell-Dampferzeuger. Nachdem das Universitätsgebäude in der Kopernikusgasse im zweiten Weltkrieg stark beschädigt wurde, errichtete man im neuen Heizkraftwerk in der Steyrergasse zwei braunkohlebefeuerte Wasserrohrkessel und eine Kraft-Wärme-Kopplungsanlage zur Wärmeversorgung der TU-Gebäude.

© TUGraz/IWT

Als Folge der Ölkrise 1973 wurden die Forschungsgebiete um energiesparende Systeme der Heizungs- und Klimatechnik erweitert und Sonnenenergie- sowie Wärmepumpen-Projekte durchgeführt. Seit 1980 trägt das Institut den Namen “Wärmetechnik” und mit der Übersiedlung des Instituts in die Inffeldgasse im Jahr 1985 stehen für die vielfältigen wärmetechnischen Aufgabenstellungen das neue Labor mit Hochstromanlage und Klimakammer zur Verfügung. Seit 1995 wurden die Forschungsgebiete insbesondere um Arbeiten auf dem Gebiet der effizienten Nutzung von Biomasse erweitert. Es wurde insbesondere Forschung auf den Gebieten Kraft-Wärme-Kopplung auf Basis Biomasse, Erdreichwärmepumpen, CO2 als Arbeitsmittel für Wärmepumpen und Autoklimaanlagen, Speichersysteme für thermische Solaranlagen und Gebäudesimulation, durchgeführt. Für die Bearbeitung der genannten Themen wurden 2008 drei Arbeitsgruppen eingerichtet:

Derzeitige Arbeitsgebiete 

Die Forschung am Institut ist derzeit auf die Schwerpunkte "Energetische Biomassenutzung" (Vergasung und Kraft-Wärme-Kopplung), "Wirkungsgradsteigerung und Emissionsminderung von Wärmekraftwerken und Prozessen", "Thermodynamische Modellierung von Gas- und Dampfturbinenprozessen"”, "Wärmepumpentechnik", die "Kältemittel-Problematik", "Brennstoffzellen-BHKW-Technik", "Teilsolares Heizen", "Niedrigenergiehäuser" und "thermische Gebäudesimulation" konzentriert, wobei theoretische Arbeiten (Computersimulationen) und experimentelle Untersuchungen durchgeführt werden.

Das Spektrum umfasst also sowohl weite Bereiche des Umwandlungssektors als auch den größten Teil des Endenergieeinsatzes bis hin zur Energiedienstleistung sowie die daraus resultierenden Umweltauswirkungen insbesondere den anthropogenen Treibhauseffekt.

Zeittafel/ Chronologie:

TU Graz
1881Gründung des Joanneums (Technische Lehranstalt) durch Erzherzog Johann
1864Status als Technische Hochschule (der Provinz Steiermark)
1874“Kaiserlich-Königlich Technische Hochschule in Graz” (staatlich)
1888Eröffnung des Neubaus Rechbauerstraße
1901Promotionsrecht
1921–1935Neubau Kopernikusgasse

1970–1985

 

Neubau Inffeldgasse

 

Institut für Wärmetechnik
1921Institut für Dampfkesselbau, Kolbendampfmaschinen, Lokomotivbau
1925Institut für Dampfkesselbau, Kolbendampfmaschinen, Lokomotivbau, Lastfördermaschinen 
1928Übersiedlung des Instituts von der Alten Technik 
(Rechbauerstraße) zur Neuen Technik (Kopernikusgasse)
1931Anschluss des Heizkraftwerks und der Zentralwerkstätte an das Institut
1941Lehrstuhl für Kolben- und Dampfkraftmaschinen
1944Zerstörung des gesamten Mitteltraktes der Neuen Technik 
am 1. November. Abtransport von Einrichtungen nach Gstatterboden (Obersteiermark)
1947Institut für Dampfkessel, Kolbendampfmaschinen, Lokomotivbau
1951Institut für Dampfmaschinenbau und Wärmetechnik
1960Institut für Dampftechnik, Wärmewirtschaft und Lokomotivbau
1969Institut für Dampftechnik und Wärmewirtschaft
1972Lehrkanzel und Institut für Dampfkesselbau, Reaktortechnik und Wärmewirtschaft

1980

 

Institut für Wärmetechnik (IWT) mit zwei Abteilungen:

  • Heizungs- und Klimatechnik
  • Wärmetechnisches Mess- und Versuchswesen
1985Übersiedlung von der Kopernikusgasse in die Inffeldgasse

2008

 

 

Gliederung der Aufgabengebiete in drei Arbeitsgruppen


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