IRG/Forschung/Möbeldesign

amm – architektInnen machen möbel

www.amm.studio

amm verortet sich an der Fakultät für Architektur der Technischen Universität Graz.
amm basiert auf einer Lehrveranstaltung.
amm sind die ausgewählten Ergebnisse dieser.
amm steht für ein einzigartiges Konzept in Europa, vielleicht weltweit.
amm ist architektInnen machen möbel.
amm geht aus dem Seminar Möbel Design Herstellung hervor.

Unter der erfahrenen Anleitung von Judith Augustinovič und Rainer Eberl entwerfen und fertigen Studierende Prototypen aus Holz. Intensive Auseinandersetzung und Hinterfragung der jeweiligen Funktion selbst prägen das hohe Niveau der gefertigten Möbel und signalisieren gleichzeitig Lust am Experimentieren.

amm Objekte entstehen fernab von Konvention und Langeweile: Zum Ansehen und Berühren, zum Riechen und Ausprobieren – Sie laden ein zum sinnlichen Gesamterleben. amm hält es mit ‚Handwerk ist nicht Luxus für einige wenige, sondern eine notwendige Strategie für die gesamte Gesellschaft‘*.

Die individualisierten Lösungsstrategien der jeweiligen Entwürfe finden stets solide und praktische Umsetzungen in handwerklicher Finesse und minimierten Materialeinsatz aus Vollholz. Neben den üblichen Kriterien u.a. wie Proportionen, Statik, Ergonomie legt amm insbesondere ein Augenmerk auf Materialgerechtigkeit sowie Übereinstimmung von konstruktiver wie gestalterischer Qualität.

amm bestückt sich mit ausgewählten Ergebnissen des Seminars, die weiterentwickelt, ausgefeilt und verfeinert jene kleine feine Kollektion ergeben. amm kooperiert mit regionalen Unternehmen. Wenn andere Materialien als Holz verwendet werden, sucht sich amm Spezialisten aus der Wirtschaft.

amm hat es in den letzten beiden Jahren nicht nur geschafft ausgewählte Entwürfe bis zur Marktreife zu entwickeln, sondern auch durch einen markanten Auftritt Aufmerksamkeit zu erlangen: charakterstarke Bilder und reduzierte Ausstellungsbeiträge sprechen für sich. Sämtliche Aufgaben und Funktionen, Organisation und Durchführung werden im dem kleinen aber feinen Team von Studierenden um Judith Augustinovič und Rainer Eberl erledigt.

amm belegt einen Schwellenraum zwischen akademischer Lehre und Wirtschaft mit großem synergetischem Potenzial. Die unmittelbare Umsetzung eines Entwurfes in die Praxis erlaubt den Studierenden eigene Ideen, Konzepte und Ausdrucksformen einer kritischen Analyse zu unterziehen, Erkenntnisse zu gewinnen und gegeben falls Änderungen vorzunehmen. Das Begleiten der Prozesse bis zur Markteinführung liefert wertvolle Einblicke in die Arbeitswelt der zukünftigen DesignerInnen-ArchitektInnen.

Möbel als ein Teilbereich der Architektur sind Ausdruck der jeweiligen Kultur und den damit verbundenen Lebensstil. Möbelbau zu schulen, tut nicht nur dem intellektuellen Verständnis für Architektur gut, sondern fördert auch die Beziehung zwischen Herz, Hirn und Hand auf das Fruchtbarste.

*Ausstellungsmanifest, VIENNA BIENNALE 2015

(c) amm