Alexander Meister

Alexander Meister
Dipl.-Ing. BSc
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Über mich

Geboren in Graz, entschied ich mich nach der Matura an der HTL Kaindorf (bei Leibnitz, Südstmk.) mit der Fachrichtung Automatisierungstechnik und Maschineningenieurswesen nach Graz zu ziehen, um an der Technischen Universität Graz Verfahrenstechnik zu studieren. In der Zeit zwischen dem Maturaabschluss und dem Beginn des Studiums im WS2012/13 leistete ich meinen Zivildienst ab. Im Anschluss an das Bachelorstudium setzte ich mit dem Masterstudium der Verfahrenstechnik fort und schloss dieses im Februar 2020 ab. Im Rahmen meiner Masterarbeit, am Institut für Chemische Verfahrenstechnik und Umwelttechnik (ICVT), befasste ich mich mit der Planung, dem Aufbau und der Inbetriebnahme einer Fallfilm-Absorptionsanlage. Durch mein umfangreiches Wissen im Bereich von Anlagensteuerungen und Automatisierung und mein Interesse für die pharmazeutische Prozesstechnik, welches ich im Rahmen meines Masterstudiums entdeckt hatte, schloss ich mich im Frühjahr 2020 der Arbeitsgruppe "Kontinuierliche Prozesse" von Heidrun Gruber- Wölfler am Institut für Prozess- und Partikeltechnik (IPPT) an. Angestellt als Projektassistent, setze ich mit dem Doktoratsstudium der technischen Wissenschaften fort.

Forschungsinteressen

Im Rahmen meiner Arbeit am IPPT beschäftige ich mich mit der Weiterentwicklung kontinuierlich betriebener, schlauchförmiger Kristallisatoren für die Produktion pharmazeutischer Wirkstoffe. Die meisten pharmazeutischen Wirkstoffe werden in kristalliner Form weiterverarbeitet. Daher ist es von besonderer Bedeutung Kristallisatoren unter den Gesichtspunkten von Quality by Design (QbD) zu designen, sodass neben hohen Durchsätzen vor allem auch optimale Prozesskontrolle gewährleistet werden kann.  Anhand verschiedener Modellsysteme liegt ein spezielles Interesse in der Erforschung von Maßnahmen zur Behebung bzw. Verminderung von Ablagerungen und Ansammlungen in den Schlauchleitungen. Solche Ablagerungen führen von anfänglichen Querschnittsverminderungen zu vollständigen Verblockungen, welche schlussendlich einen Produktionsstillstand bedeuten und aufwändige und zeitintensive Reinigungsschritte erfordern. Ziel dieser Maßnahmen ist eine gezielte Erhöhung der mittleren Betriebsdauer zwischen Ausfällen (MTBF) für die praktische Anwendung in der vollkontinuierlichen Kristallisation.

Werkzeuge

Für die Durchführung praktischer Versuche mit verschiedenen Modellsystemen kommen Standardgeräte wie Schlauchquetsch- oder Spritzenpumpen, Massendurchflussregler (MFC), Kühl- bzw. Heizbäder, etc. zur Anwendung. Im Bereich der Mess- und Regelungstechnik finden Einplatinencomputer, bspw. Arduino ihre Anwendung.  Geht es um die Analyse der kristallinen Produkte, so stehen am Institut hierfür einige Geräte zu Verfügung. Mittels Laserbeugung können mit Hilfe der Helos®-Serie der Firma Sympatec Größen und Größenverteilungen der Kristalle bestimmt werden. Zusätzlich ist die Ermittlung der Form und weiterer Produktmerkmale durch das QicPic® derselben Firma möglich. Durch  eine  Hochgeschwindigkeitskamera  können  die  Partikelströmungen  im Schlauchinneren des Kristallisators beobachtet und verfolgt werden.

Veröffentlichungen

PURE