Entwicklungsmethodik

Zukünftige Mobilitätsformen stellen neue Anforderungen an moderne Antriebsstrangsysteme. Das Antriebsstrangsystem ist mit einer steigenden Komplexität in der Entwicklung auseinander gesetzt die die technische aber auch organisatorischer Seite betreffen. Trendthemen wie Elektrifizierung oder Autonomes Fahren fordern neue Ansätze die ein optimiertes Zusammenspiel der einzelnen Systeme in Antriebsstrang ermöglichen. Dadurch zeichnet sich bereits ab und wird verstärkt durch Anforderungen hinsichtlich kurzer Entwicklungszeit, steigende Variantenvielfalt und Funktionalität bei geringeren Kosten, dass eine Disziplin diese Herausforderungen unmöglich erfüllt. Es sind neue Ansätze erforderlich die verschiedene Disziplinen in der Entwicklung vereinen und gestellte Anforderungen zu einer bestmöglichen Lösung bringen.

Dargestellt im V-Modell (siehe unten) beschäftigt sich das Institut mit den Methoden und -Interaktionen zur technischen Entwicklung. Begonnen mit der Anforderungserhebung, gefolgt von Architekturgestaltung und Systemanalysen, zum Detail Engineering, Integration und beendet mit Verifikation&Validierung software- und hardwareseitig, sind einzelne Schwerpunkte in verschiedenen Methoden gesetzt die das Institut behandelt. Von hoher Bedeutung ist der Mensch in der Entwicklung technischer Systeme, die neben zur Verfügung stehenden Methoden zur strukturierten Bearbeitung von Probleme, mit ihrem Wissen, einen wesentlichen Faktor in der Entwicklung und mit Betonung in der Entscheidungsfindung bilden.

Das Institut behandelt im Bereich Entwicklungsmethodik folgende Schwerpunkte:

  • Design Methodik

    • Methodenanalyse
    • Methodenverknüpfung

  • Verifikations- und Validierungsmethodik

    • Planung von V&V- Programmen
    • Systemanalysen, Failure Modes
    • Schädigungsmodellerstellung
    • Testprogrammplanung

  • Zuverlässigkeitsnachweise
  • Faktor Mensch in der Produktentwicklung

Systems Engineering in der Antriebsstrangentwicklung

Systems Engineering (SE) ist ein Ansatz der mittels interdisziplinärer Arbeits- und Denkweise, sowie umfangreicher strukturierter Systembetrachtung und -modellierung die, die neuen Herausforderungen umsetzen kann. Systems Engineering, die technische Entwicklung von Systemen, ist eine Kombination aus Methoden und Prozessen, verwirklicht mittels einer Organisation und Tools. Durchgängige Entwicklungsprozesse, Methodeninteraktion und virtuelle Entwicklung sind in Zukunft Basis für kostenoptimale aber auch zeitlich vertretbare Durchführung der Entwicklung.

 

Das Institut behandelt im Bereich Systems Engineering folgende Schwerpunkte:

  • Weiterentwicklung und Anwendung des Systems Engineering Ansatzes für die Entwicklung im Antriebsstrang
  • Umsetzung mittels der Methode des Model Based Systems Engineering unter Verwendung der Modellierungssprache SysML. Diese Sprache stellt eine Erweiterung der Unified Modeling Language (UML) dar, lässt einige Bereiche unberücksichtigt und liefert im Gegenzug neue Inhalte die eine interdisziplinäre Systembeschreibung ermöglichen. Die Sprache selbst ist standardisiert und maschinenlesbar, welches eine Vielzahl von Vorteilen mit sich bringt. Schwerpunkt ist die Erzeugung eines Systemmodells, mit Vertiefung in der funktionalen Betrachtung von Systemen im Antriebsstrang.
Kontakt
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Institut für Maschinenelemente und Entwicklungsmethodik

Inffeldgasse 21b/II
8010 Graz

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