Projektwoche Energiegemeinschaften (11-2022)

Bei der Projektwoche Energiegemeinschaften durften wir als Institut für Elektrische Anlagen und Netze auch einen Beitrag in Form von Vorträgen zu den Themen elektrische Netze der Zukunft, Power Quality und Kurzschlussberechnung einbringen. Im Zuge der Projektwoche haben Schülerinnen und Schüler der HTL-BULME Graz-Gösting sowie Studierende der FH Joanneum Kapfenberg die Möglichkeit, anhand interdisziplinärer Fragestellungen praxisnahe Projekte bspw. rund um die Integration von Photovoltaik-Anlagen in unterschiedlichen Regionen zu bearbeiten. Ein herzliches Dankeschön an alle Organisator*innen, stellvertretend besonders an Willi Weigend von der BULME.
Daniel Herbst

Gold für neues Messsystem zur Erfassung von geomagnetisch induzierten Strömen (11-2022)

Austrian Power Grid AG gewinnt den TÜV-Wissenschaftspreis in der Kategorie Unternehmen mit dem Kooperationsprojekt mit dem IEAN zur Entwicklung eines neuen Sternpunktmesssystems. Dieses neue Messsystem wird am Sternpunkterder montiert. Damit ist eine Messung der Sternpunktströme ohne Einschränkungen auf den Betrieb möglich. 

APG Pressemeldung: https://www.apg.at/news-presse/apg-holt-dank-forschungskooperation-mit-der-tu-graz-sonnenstuerme-zu-messen-erneut-gold-beim-tuev-wissenschaftspreis-in-der-kategorie-unternehmen/

Auszeichnung mit dem Best Presentation Award (11-2022)

Auch in diesem Jahr fand der IEEE Power & Energy Student Summit und Power Electronics Student Summit 2022 (PESS & PELLS 2022) wieder in Kassel statt. Unser Institut war auf dieser tollen Konferenz mit 4 Teilnehmern, Darko Brankovic, Philipp Schachinger, Alexander Fröhlich und Manuel Galler stark vertreten.

Herzlichen Glückwunsch an unsere Universitätsassistentin Manuel Galler zur Auszeichnung mit dem Best Presentation Award, gestiftet von CIGRE NGN Deutschland.

Herzlichen Dank an Fraunhofer IEE, Universität Kassel und Hochschule Bonn-Rhein-Sieg für diese tolle Konferenz!
 

OVE-Energietechnik-Tagung (10-2022)

Am 19. und 20. Oktober fand in der Seifenfabrik in Graz die Energietechniktagung des OVE statt. Neben interessanten Diskussionen über die Zukunft der Energiewende und E-Mobilität wurde wieder der OVE-Energietechnikpreis vergeben. Wir freuen uns sehr, dass unsere ehemalige Masterstudentin und jetzige Doktorandin Carina Lehmal den ersten Platz in der Kategorie Masterarbeiten an TUs und FHs abstauben konnte.
Mit ihrer Forschung über Umrichterstabilität bei der Netzanbindung konnte sie die Fachjury von sich überzeugen.

OVE-Energietechnik-Tagung (10-2022)

Die OVE-Energietechnik-Tagung ist das Branchentreffen des Jahres und wurde heuer für uns als Heimspiel direkt in Graz veranstaltet, worauf hin wir geschlossen an dieser Veranstaltung des OVE Österreichischer Verband für Elektrotechnik teilgenommen haben.

Die Schwerpunkte der heurigen Tagung lagen auf Energiespeicher-Technologien, Infrastruktur für E-Mobilität und innovative strombasierte Prozesse für Industrie und Gewerbe.
Aufgrund der thematischen Deckung unserer Instituts-Schwerpunkte war es selbstverständlich das der Institutsvorstand Univ.-Prof Robert Schürhuber einen lehrreichen Tagungsbeitrag, inkl. kleinem live Experiment unterstützt durch seine IEAN Assistent:innen, lieferte.

Folgen Sie uns auf: https://www.linkedin.com/feed/update/urn:li:activity:6990642279308779520

ProSafE² Stakeholder-Workshop (10-2022)

Rund 40 Interessierte waren am 18. Oktober 2022 in der Seifenfabrik in Graz beim ersten Stakeholder-Workshop des Projekts ProSafE2 mit dabei. Ziel des Workshops war es, die Branche in das Projekt einzubinden und gemeinsam offene Fragen zu diskutieren.

Im ersten Teil des Workshops gingen die Projektpartner in fünf Vorträgen auf Teilaspekte des Projekts ein:

  • Felix Lehfuß vom Projektpartner AIT Austrian Institute of Technology gab einen Einblick in Ladetechnologien für Elektrofahrzeuge, einen Überblick über die aktuelle Normung in diesem Zusammenhang sowie die Entwicklungstendenzen.
  • Martin Fürnschuß, Universitätsassistent am Institut für elektrische Anlagen und Netze an der TU Graz und Projektmitarbeiter, umriss in seinem Vortrag die Themenfelder Schutzmaßnahmen, Erdung und Potentialausgleich von (DC)-Ladestationen.
  • Einen Überblick über das gesamte Forschungsprojekt ProSafE2 gab der technische Projektkoordinator, Daniel Herbst, Universitäts-Projektassistent am Institut für elektrische Anlagen und Netze an der TU Graz. Welche Struktur hat das Projekt, welche Forschungsinhalte gibt es und welche Arbeitspakete beinhaltet es?
  • Thomas Stainer vom Projektpartner KS Engineers ging in seinem Vortrag auf die Weiterentwicklung der Demonstrator-Hardware für das Projekt ProSafE2 ein. Was gibt es bereits und was muss für die Erprobung im Feld technisch weiterentwickelt werden?
  • Zum Abschluss gab Daniel Herbst noch einen Überblick über den sicheren Betrieb von DC-Ladestationen und ihre wiederkehrende Prüfung. Verbunden damit ging es auch um die wichtigsten Punkte der OVE-Richtlinie R 30.

Auf die fünf inhaltlichen Vorträge folgte ein interaktiver Workshopteil. Dabei wurden in Gruppen u.a. die folgenden Fragen diskutiert:

  • Welche Prüfungen werden in Ihrem Umfeld an DC-Ladestationen durchgeführt und welche Erfahrungen haben Sie damit?
  • Welchen Umfang und welche Häufigkeit von wiederkehrenden Prüfungen halten Sie bei DC-Ladestationen für erforderlich?
  • Welche zukünftigen Entwicklungen in Hinblick auf (öffentliche) (DC-) Ladeinfrastruktur und daraus resultierende Herausforderungen für wiederkehrende Prüfungen sehen Sie?

Herzlichen Dank an alle Anwesenden für die aktive Teilnahme und die angeregten Diskussionen! Der nächste Stakeholder-Workshop des Projekts ProSafE² wird voraussichtlich im Frühjahr 2023 stattfinden.

Instituts-Klausur und Teambuilding (10-2022)

Zur Diskussion der zukünftigen Ausrichtung des Instituts sowie interner Prozesse und Abläufe begab sich die gesamte Belegschaft am 05.10.2022 auf Klausur. Passend zu unserer Profession, der elektrischen Energietechnik, fand unser Workshop am Fuße der Kölnbreinsperre im Berghotel Malta/Kärnten statt. Bei herbstlichem Kaiserwetter wurden unterschiedlichste Fragestellungen und die verschiedensten Meinungen dazu besprochen.

Der zweite Tag brachte einen Marathon von 4 Führungen bzw. Besichtigungen der Kraftwerksgruppe Malta-Reißeck des Verbund: Gleich in der Früh wurde mit einer Tour über und durch die Staumauer der Kölnbreinsperre gestartet welche mit einer Höhe von 200 m die höchste Talsperre Österreichs darstellt. Im Anschluss daran wurde das kürzlich modernisierte Kraftwerk Malta Oberstufe auf 1655 m.ü.A. mit dessen beiden reversiblen vertikalen Francis Pumpturbinen (je 5 – 80 MW) samt den zugehörigen Umrichtern besichtigt. Wieder zurück im Tal ging es vorbei an den imposanten Druckrohrleitungen in das Kraftwerk Malta Hauptstufe mit einer gesamten Engpassleistung von 730 MW verteilt auf vier Maschinensätze. Von dort ging es dann weiter zum beeindruckenden Kraftwerk Reißeck II, welches mit einer Leistung von 430 MW das zweitgrößte Pumpspeicherkraftwerk der Kraftwerksgruppe Malta-Reißeck darstellt und aufgrund seiner Kavernenbauform komplett unterirdisch im Berg errichtet wurde. Vielen Dank an dieser Stelle an unsere Kollegen vom Verbund für die großartigen Einblicke und die hochinteressanten Führungen.

Zum Ausklang des dreitägigen Teambuilding-Ausflugs wurden noch die letzten Kräfte der Teilnehmer*innen aktiviert um eine Wanderung zu den Umbalfällen im Virgental in Osttirol zu unternehmen.

Daniel Herbst

Manuel Galler gewann den Science-Slam Österreich (10-2022)

(c) Kleine Zeitung

Graz Electrical Engineering Day 2022 – Der Föhn in der Badewanne (10-2022)

Auch wir waren am ersten Graz Electrical Engineering Day vertreten. An diesem besuchten Maturaklassen von AHS und HTL am 26.09. und 27.09.2022 mehrere Institute der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik an der TU Graz um einen Einblick in die Lehr- und Forschungstätigkeit zu bekommen. Wir haben dabei den Schülerinnen und Schülern eine Vorstellung des sicheren Umgangs mit Elektrizität im Alltag anhand von unterschiedlichen Schutzvorkehrungen und -maßnahmen vorgeführt. Genauer gesagt haben wir den Versuch „Der Haarföhn in der Badewanne“ samt den davon ausgehenden Gefahren nachgestellt und gemeinsam mit unseren Besucher*innen diskutiert. Vielen Dank an alle, die dabei waren und hoffentlich auf ein baldiges Wiedersehen bei uns am Institut.






Daniel Herbst, Martin Fürnschuß

Forschung auf der Bühne: Manuel Galler gewinnt Science Slam Graz (09-2022)

Mit seiner Bühnenperformance „Netzfehler – wir müssen draußen bleiben“ hat Energietechnikforscher Manuel Galller von der TU Graz den Science Slam 2022 im Grazer Orpheum gewonnen.

Lieber Manuell, unser Institut ist stolz, Dich als Mitarbeiter bei uns zu haben.

Eine Zusammenfassung vom Science Slam finden Sie: hier

Glasgow goes Graz (09-2022)

Zur Stärkung der Kooperation der TU Graz mit der University of Strathclyde (Glasgow) besuchte uns eine Delegation im Energie Zentrum Graz. In einem zweitägigen Workshop wurden aktuelle Forschungsthemen behandelt und zukünftige weitere gemeinsame Projekte besprochen. Neben dem fachlichen Diskurs konnte die Stadt Graz auch mit einer Stadtführung überzeugen und eine österreichische Delegation konnte sich in einem knappen hart umkämpften Spiel gegen schottische Vertreter für die verlorene Fußball EM-Qualifikation revanchieren.


Philipp Hackl

1. Internationaler Workshop über „netzseitige Umrichter“ (09-2022)

Im September lud das IEAN Vertreter der University of Strathclyde, der Hochschule Düsseldorf und dem EAM-Institut der TU Graz zum ersten internationalen Workshop über netzseitige Umrichter ein. Während den zwei Tagen konnten durch die unterschiedlichen Herangehensweisen und Erfahrungen der Forschungsgruppen die Herausforderungen zukünftigen Umrichter dominierten Stromnetzen definiert werden. Hierbei reichte das Themengebiet von einem neuen Indikator über die Stärke des Stromnetzes, über zukünftige Netzanschlussbedingungen in Fehlerfällen bis zum Einfluss neuer leistungselektronischen Komponenten. Zur Stärkung des Teamgefüges sind wir im Zuge einer „Fox in the Box“ challenge eingeschlossen worden und konnten mit neuen Rekordzeiten die Welt retten.


Philipp Hackl

Elektroschutz - im Auftrag unserer Sicherheit (09-2022)

Elektroschutz - im Auftrag unserer Sicherheit

Der kostenlose  iMooX-Kurs: „Elektroschutz - im Auftrag unserer Sicherheit“ startet am 3.10.2022. Anmeldung und weitere Infos sowie die Anrechenbarkeit bei der Lehrveranstaltung „Sicherheit und Schutzmaßnahmen“  findet man hier: 
https://imoox.at/course/ESAUS22

Projektabschluss MERLON Batteriespeicher Güssing (08-2022)

Für eine Energieversorgung aus Erneuerbaren Energiequellen ist die Integration von Energiespeichern ins Stromnetz unumgänglich. Im H2020 Projekt MERLON, welches im Rahmen einer Dissertation von DI Markus Resch mitbetreut wurde, ist im Netz der Energie Güssing ein 250 kWh Batteriespeicher mit einer Leistung von 250 kW, praktisch untersucht worden. Neben den durchgeführten Tests der Kernfunktionalitäten von Batteriespeichersystemen war eine der wichtigsten Erkenntnisse, dass den Sicherheits- und Schutzmaßnahmen im Inselnetzbetrieb besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden muss.

Messung zur Untersuchung des Betriebsverhaltens und der Netzrückwirkungen im Wasserkraftwerk Kaprun (07-2022)

Das Wasserkraftwerk Kaprun Oberstufe ist Teil der Kraftwerksgruppe Kaprun. Diese Gruppe besteht aus mehreren Speicher- und Pumpspeicherkraftwerken und befindet sich in der Glockner-Gruppe in Österreich. Im Kraftwerk Kaprun Oberstufe werden derzeit im Zuge einer Kraftwerksrevitalisierung zwei Vollumrichter-Maschinensätze mit je 85 MVA in Betrieb genommen. Dank der Drehzahlvariabilität können nun im Generator- und Pumpenbetrieb Wirkleistungspunkte mit optimalem Wirkungsgrad flexibel angefahren werden. Durch die hohe Wirkleistungsflexibilität leistet die Kapruner Oberstufe einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und trägt zur Stabilität des österreichischen Übertragungsnetzes bei. Das Institut für Elektrische Energiesysteme der TU Graz unterstützte den Betreiber des Kraftwerks, die Verbund Hydro Power GmbH, bei der Durchführung einer Messung zur Untersuchung des Betriebsverhaltens und der Netzrückwirkungen. Dabei wurden 34 Messgrößen zeitsynchron erfasst und ausgewertet. Wir bedanken uns bei den Kollegen der Fachhochschule Oberösterreich für die Unterstützung mit Messgeräten.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.iean.tugraz.at
Bericht: https://www.linkedin.com/feed/update/urn:li:activity:6939968207814348800

Wie gefährlich ist eigentlich das Weltraumwetter? (07-2022)

In dieser Folge der Sendung 42-Die Antwort auf fast alles von ARTE erklären Prof. Herwig Renner und weitere Experten dein Einfluss von Sonnenstürmen auf unsere Infrastruktur, Stromnetze und unser tägliches Leben.

https://www.arte.tv/de/videos/104840-006-A/wie-gefaehrlich-ist-das-weltraumwetter/

Frauenförderpreis für unsere Doktorantin Carina Lehmal (07-2022)

150.000 Klicks für den Schutztechnik-MOOC - und kein Ende in Sicht! (06-2022)

„Schutztechnik-MOOC“ … was ist das eigentlich?  Kurz und bündig: ein Kurs über die Grundlagen der Schutztechnik im Taschenformat - handlich, umfassend, weltweit zugänglich. Im Volltext steht das Akronym MOOC für Massive Open Online Course und beschreibt ein für den Breiteneinsatz geeignetes Schulungsformat.

Moderne Zeiten, moderne Medien – von diesem Motto geleitet, hat em. Prof. Lothar Fickert vor 3 Jahren begonnen, die Grundlagen der Netz- und Anlagenschutztechnik in zeitgemäßer Form aufzuarbeiten. Überstromzeitschutz, Differentialschutz, Distanzschutz, Erdschlussschutz – das sind die Kernfunktionen, die in ca. 3 Dutzend 6-Minuten-Videos zu verdichtet aufs Anklicken warten.

… und was haben die Interessent*innen 150.00-mal angeklickt? Differentialschutz ist der absolute Spitzenreiter, gefolgt von Erdschlussthemen, dann folgen ... aber machen Sie sich selbst ein Bild und klicken auf:

https://www.youtube.com/playlist?list=PLhy2nHJciTEDlw4RE9Gk6h0BKXaQ1O3-Y

Dann sind Sie unter den 1200 wöchentlichen Neu-Klicks!  Viel Spaß und … „Gut Schutz“
Robert Schürhuber

#EU-Standardisierungsstrategie (06-2022)

Auf Einladung von Austrian Standards International (ASI), des Österreichischen Verbandes für Elektrotechnik (OVE), der Europäischen Kommission, des Bundesministeriums für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKO) wurde am 9. Juni 2022 ein Informationsevent zur neuen EU-Standardisierungsstrategie (ENS) beim ASI in Wien veranstaltet. Dabei veranschaulichten zahlreiche Expert*innen aus der Branche die Wichtigkeit von Normung und Standardisierung sowie die Zusammenhänge mit neuen Herausforderungen. Unter dem Motto „grün, digital, zukunftsorientiert“ wurden verschiedene Aspekte unterschiedlicher Stakeholder beleuchtet und diskutiert. Vertreter*innen der EU-Kommission, der österreichischen Wirtschaft, von Aus- und Weiterbildungsinstitutionen, der Normungsorganisationen sowie des BMDW stellten ihre jeweilige Sichtweise zu den Themenfeldern vor und boten so Grundlage für interessante Diskussionen. Für das IEAN war Daniel Herbst mit einem Vortrag zum Thema „Young Professionals und die Zukunft der Standardisierung“ vertreten.
Daniel Herbst

Weiterführende Informationen und Fotos unter: austrian-standards.at/.../EU-Standardisierungs-Strategie

Copyright Bilder: Credit: Austrian Standards, Fotograf Lukas Ackermann
Text: Daniel Herbst

#slt22 – Tutorial Schutz- und Leittechnik 2022 (06-2022)

Von 21.06. bis 22.06.2022 trafen sich insgesamt rund 470 Expert*innen der Schutz- und Leittechnik aus fast 10 Nationen beim gleichnamigen VDE ETG/FNN Tutorial in Berlin/Deutschland. Insgesamt wird das Publikum mit fachlichen Beiträgen aus praxisnaher Forschung und Industrie in Form von knapp 40 Vorträgen und 32 Postern versorgt. Die dabei diskutierten Themen waren unter anderem

  • das digitale Umspannwerk (IEC 61850),
  • Sicherheitsaspekte rund um Kommunikation (Cyber Security),
  • der Kontext Energiewende (u.a. Schutzkonzepte und sicherer Netzbetrieb)
  • aber auch neue Ideen für neue Herausforderungen.

Parallel zu den Fachvorträgen und Workshops wurde die Veranstaltung durch eine Ausstellung mit 29 branchenspezifischen Herstellern abgerundet. Das IEAN war mit einem Vortrag (Prof. Schürhuber), zwei Postern (DI Galler, DI Herbst) und mit insgesamt 4 Personen vor Ort vertreten.

Beim Best Academic Poster Award holte sich DI Galler den ersten Platz für seinen Beitrag mit dem Titel „Distanzschutzverhalten auf den Fehlerstrombeitrag einer Erzeugungsanlage mit Vollumrichter“. Gratulation dafür vom gesamten IEAN-Team!

Daniel Herbst

Informationsveranstaltung BIG und UNIVERSITÄTEN 2022 (06-2022)

Am 7. Juni 2022 fand die von der BIG Bundesimmobiliengesellschaft m.b.H. organisierte Informationsveranstaltung BIG und UNIVERSITÄTEN 2022 statt. Wolfgang Marth (BIG Graz) organisierte dafür 10 hochkarätige Vortragende aus Wissenschaft und Wirtschaft welche mit Impulsvorträgen zu den vier Schwerpunkthemen

  • Photovoltaik,
  • OVE E 8101,
  • EMV und
  • Ladestationen für Elektrofahrzeuge

den Grundstein für weiterführende Diskussionen und den fachlichen Austausch legten. Mit den drei Säulen der Veranstaltung Nachhaltigkeit – Elektrotechnik – Sicherheit hat der Organisator bereits im Untertitel die brennenden Themen der Branche zusammengefasst. Nach mehrjähriger Pause tauschten sich dabei im Zuge der eintägigen Veranstaltung insgesamt rund 100 Teilnehmer*innen (allesamt Planer*innen, Partner*innen aus der Industrie und Forschung oder Mitarbeiter*innen der steirischen Universitäten und der BIG) zu den genannten Fragestellungen untereinander aus. Auch Rektor Harald Kainz unterstrich im Zuge seiner Eröffnung die Wichtigkeit eines solchen Austausches aller Stakeholder untereinander. Das IEAN durfte die Informationsveranstaltung mit mehreren Vorträgen von K.Friedl, D.Brankovic, M.Fürnschuß, E.Schmautzer und D.Herbst unterstützen.

Daniel Herbst

Exkursion zur Baustelle '380-kV Salzburgleitung' (06-2022)

Studenten und Institutsangehörige des IEAN hatten die Möglichkeit in Absprache mit der APG unterschiedliche Mastbaustellen der Salzburgleitung zu besichtigen. Dabei hat sich die APG einen Tag lang Zeit genommen, Fragen aller Exkursionsteilnehmer zu beantworten und Masten in unterschiedlichen Phasen der Fertigstellung zu präsentieren.
Vielen Dank dafür!
Das absolute Highlight des Tages war abschließend die Beobachtung des Seilzuges zwischen zwei Masten. Es war ein absolutes Erlebnis Leitungsbau live mitzuerleben und die Dimensionen als auch Herausforderungen dieses anspruchsvollen Ausbauprojektes in Österreich wahrnehmen zu können.

Netzeinspeisungsproblematik mit erneuerbaren Energien (06-2022)

Zu Besuch in Glasgow (04-2022)

Bei strahlend schönem Wetter besuchten Vertreter der TU Graz einen zweitätigen Workshop in Glasgow um die Kooperation mit der University of Strathclyde zu stärken. Neben dem Wissensaustausch der gemeinsamen Forschungsthemen konnten wir uns einen guten Überblick über die beeindruckenden Laboreinrichtungen am Campus und im naheliegenden PNDC-Labor machen. Wir freuen uns auf die zukünftigen gemeinsamen Projekte und wandern gemeinsam auf dem Weg eines für die Elektrotechnik prägenden Schotten, James Clerk Maxwell.


Philipp Hackl

Das passiert, wenn das Licht ausgeht (04-2022)

                        © 2022 Kurier

Blackout real möglich? Sehen Sie hier die Fachmeinung des Experten (04-2022)

Physikalische Grenzen im 220-kV-Netz (04-2022)

Durch hohe Lastflüsse sind 220-kV-Leitungen in Österreich hohen Belastungen ausgesetzt und Betriebsgrenzen bzw. (n-1)-Grenzen werden immer wieder erreicht. Durch die steigenden Anforderungen in den Netzen (aktuell v.a. durch Ausbau und Netzintegration der EE (vgl. EAG), neue Pumpspeicherkraftwerke und Entwicklungen am Strommarkt) werden die Belastungen weiter zunehmen, und es stellt sich die Frage welche physikalischen Systemgrenzen im 220-kV-Netz vorliegen (auch mit Anwendung von Witterungs-abhängigem Freileitungsbetrieb (dynamic line rating) bzw. bei Einsatz von TAL-Seilen, sog. „Hochtemperaturseilen“).

Der Einsatz von Hochtemperaturseilen mit geringerer thermischer Ausdehnung ermöglicht höhere Stromtragfähigkeiten. Leitungskapazitäten und -Induktivitäten bleiben dabei beinahe unverändert, dadurch ändert sich auch die natürliche Leistung der Freileitung kaum. Die Ausnutzung der erhöhten Stromtragfähigkeit und (n-1)-Reserve verursacht daher eine entsprechend erhöhte Blindleistungsaufnahme der Freileitung, welche durch Kraftwerke oder Kompensationsanlagen in der Umgebung gedeckt werden muss.

Im Projekt wurden im Auftrag der Austrian Power Grid AG (Österreichs Übertragungsnetzbetreiber, zuständig für die sichere Stromversorgung und zentral für die Energiewende in Österreich) am IEAN Berechnungen bzw. eine Kurzstudie durchgeführt, um die physikalischen Grenzen zu evaluieren und zu bewerten. Dazu wurden mehrere Berechnungen durchgeführt, welche starke Lastflüsse in einem regionalen 220-kV-Netzgebiet exemplarisch nachbilden und die verschiedenen Szenarien an die Belastungsgrenzen geführt.

Die Ergebnisse zeigen, dass bei (sehr) hohen Strombelastungen aufgrund von Spannungs- und Blindleistungsproblemen physikalische Limits in Erscheinung treten. Die Blindleistungsaufnahme in (n-0)- und (n-1)-Fällen bei hohen Ausgangsbelastungen lassen sich ohne weitere Maßnahmen nicht mehr decken, sodass es zu Spannungsproblemen im betrachteten Netzraum kommt. Zusätzliche lokale Kompensationsanlagen, welche durch Baugröße und Platzbedarf begrenzt sind, tragen positiv zur Spannungshaltung bei, können aber nicht die ganze zur Spannungsstabilisierung benötigte Blindleistung zur Verfügung stellen. Zusätzlich zu den Spannungsproblemen ist die geänderte Aufteilung des Lastflusses im Netz zu berücksichtigen. Aufgrund der Netztopologie ist eine Erhöhung des Leistungstransportes auf der untersuchten Leitung mit einem veränderten Lastfluss auf den parallelen Netzmaschen verbunden und muss entsprechend Berücksichtigung finden.  

Fazit:
Ohne begleitende Maßnahmen kommt es im betrachteten 220-kV-Netzgebiet zu Spannungsproblemen und Grenzen der Übertragungsfähigkeit. Auch mit begleitenden Maßnahmen wie Kompensationsanlagen und einem koordinierten Kraftwerkseinsatzkonzept zur Blindleistungsbereitstellung liegen physikalische Limits vor. Weitere Steigerungen der Übertragungsfähigkeit sind dann v.a. mit einer Erhöhung der Betriebsspannung auf 380 kV möglich.

Philipp Schachinger

OMICRON bei uns zu Gast (07.04.2022)

OMICRON entwickelt innovative Produkte und Dienstleistungen für die elektrische Energiewirtschaft. Mit unseren Prüf-, Diagnose- und Monitoring-Lösungen für Betriebsmittel leisten wir weltweit einen wichtigen Beitrag zur sicheren und zuverlässigen Erzeugung, Übertragung und Verteilung elektrischer Energie.

vollständiges Programm:

Vollständige eMobilität wird es auch in Zukunft nicht spielen (03-2022)

Interview: Netzexperte Daniel Herbst von der Technischen Universität in Graz über den Energiemix der Zukunft, die Notwendigkeit eines zügigen Netzausbaus und warum 100 Prozent Elektromobilität auch in Zukunft nicht verfügbar sein werden.

Lesen Sie weiter...

© 2022 AK Tirol

Transiente Spannungen beim Schalten von Kompensationsdrosseln im Mittel- und Hochspannungsnetz (03-2022)

In Hochspannungsnetzen mit einem hohen Verkabelungsanteil kann es aufgrund des erhöhten Blindleistungsbedarf zu Überschreitungen von Spannungsgrenzen kommen. Abhilfe bieten hierbei sogenannte Kompensationsdrosselspulen, welche schaltbar über die Tertiärseite von Netzkuppeltransformatoren oder direkt an den Hochspannungsschaltanlagen positioniert sind. Für einen reibungslosen dauerhaften Betrieb müssen neben der statischen Einhaltung von Spannungsgrenzen, auch die auftretenden transienten Spannungen unter den maximal zulässigen Grenzen der Betriebsmittel sein. Mit der Untersuchung von Schaltvorgängen in EMTP für unterschiedliche Kompensationsvarianten unterstützte das IEAN die Netzbetreiber bei der Planung eines Umspannwerkes mit gasisolierten Schaltanlagen. Die Varianten wurden auf das Zuschalten im Netzwiederaufbau, Netzresonanzen und dem Einsatz von optimierten RC-Dämpfungsglieder in der Mittelspannung analysiert.

Philipp Hackl

Wie gefährlich ist es mit Handy oder Tablet in der Badewanne? (02-2022)

Rutscht ein Gerät ins Wasser, ist es sehr wahrscheinlich kaputt. Hängt es dabei jedoch am Stromnetz, kann das für den Menschen tödlich enden. Der Gedanke ist verlockend. Gemütlich einen Film anschauen oder mit der Freundin telefonieren, während man im warmen Wasser sitzt. Allerlei Ablagen und Halterungen werden mittlerweile angeboten, um Tablet oder Handy dabei möglichst bequem über der Badewanne zu platzieren. Doch was, wenn es ins Wasser plumpst? Ist das ähnlich gefährlich wie bei einem Haarföhn?
„Wenn das Gerät nicht am Stromnetz angeschlossen ist, sind die Spannungen normalerweise so klein, dassder Mensch gar nichts spürt“, sagt Katrin Friedl vom Institut für Elektrische Anlagen und Netze der TU Graz– sie befasst sich in ihrer wissenschaftlichen Arbeit u. a. mit Maßnahmen, die Menschen vor elektrischem Strom schützen. Mit Akku betriebene Geräte würden im Wasser, wenn sie nicht gut dagegen geschützt sind,einfach kaputt gehen. „Das ist das Schlimmste daran“, schildert Friedl schmunzelnd.
Die Spannung von USB sei mit rund fünf Volt kleiner als bei einer Batterie – auch diese könne man angreifen, ohne etwas zu fühlen. Berührt man eine Neun-Volt-Blockbatterie mit der Zunge, spürt man gerade einmal ein (ungefährliches)Kribbeln. Im Stromkreis setzt das Herz aus. Ganz anders verhält es sich, wenn ein Gerät an der Steckdose hängt: „Dann habe ich eine Verbindung zum Netz und zu einer höheren Spannung“, erklärt Friedl. Fließt Strom über das Herz, also zwischen den beiden Händen oder zwischen Hand und Fuß, wird es für den Menschen richtig gefährlich: „Die Netzspannung von 230 Volt ist tödlich“, sagt Friedl. Zwar verfügen Elektroinstallationen über mehrere Sicherheitsvorkehrungen; darauf solle man sich aber lieber nicht verlassen und das Handy beim Surfen in der Badewanne nie laden.
Schon Spannungen ab 50 Volt können lebensgefährlich sein: Sie lösen Herzkammerflimmern aus, das Herz kann das Blut nicht mehr durch den Körper pumpen. Das könne passieren, wenn ein defektes elektrischesGerät mit dem Stromnetz verbunden ist und mehrere Sicherheitsstufen ausfallen, sagt die Elektrotechnikerin. Sie rät daher, bei allen Anschaffungen auf die CE-Kennzeichnung zu achten, also dass Geräte nach europäischen Standards gebaut und geprüft wurden. Sonst könne es etwa vorkommen, dass diese nicht so sicher seien, wie sie sollten. An sich sind aber etwa auch alle – normgerechten – Stecker so gebaut, dass man sie angreifen kann, ohne dass etwas passiert. Außerdem empfiehlt sie, Elektroinstallationen im Haushaltzumindest alle zehn Jahre von Fachleuten überprüfen zu lassen: Ist der Schutzleiter in den Steckdosen angeschlossen? Ist die Isolation noch in Ordnung? Sind die eingebauten Schaltgeräte am Stand der Technik? Auch Installieren und Reparieren dürften nur Profis; für Laien sei die Unfall- und Brandgefahr viel zu groß:„Schon wer eine Lampe anschließt, sollte genau wissen, wie das geht und vorher den Strom abschalten.“Was man selbst tun kann und soll: mit der Prüftaste im Stromkasten den Fehlerstromschutzschalter checken.Zwar gingen mit dem Strom alle Geräte aus und man müsse dann vielleicht die eine oder andere Uhrzeit richten, zweimal im Jahr zahle sich der Aufwand im Dienste der Sicherheit aber aus, so Friedl. Sie rät: „Als Anlass bietet sich die Zeitumstellung an. Da muss man die Uhren ja sowieso neu stellen.“

          Ass.Prof. Dipl.-Ing. Dr.techn. Katrin Friedl


Copyright © 2022 Die Presse 12.02.2022

Weihnachtsfeier 2021 (12-2021)

Dem Institutsleiter Prof. Schürhuber war es ein besonderes Anliegen im Jahr 2021 wieder eine Weihnachtsfeier in Präsenz abzuhalten. Die COVID Bestimmungen ließen dies zu, somit, gesagt getan und wir trafen uns am 22.12.2021 im Ristorante/Focacceria San Pietro.
In kleiner feiner Runde konnten wir die volle kulinarische Bandbreite dieses Restaurants erkunden. Der ein oder andere ließ sich dabei auch dazu hinreisen die Hausspezialität, Focaccia, zu probieren. Anfangs recht skeptisch waren jedoch schlussendlich all jene Kollegen, die sich dies trauten, von der Spezialität begeistert. Nach alt bewährter Tradition wurden natürlich auch wieder unsere externen Lehrenden zur IEAN Weihnachtsfeier eingeladen und sie hatten, wie alle Anwesenden, sichtlich Spaß dabei.

Online-Talk Versorgungssicherheit (12-2021)

APA0283 5 WI 0367 CI Do, 16.Dez 2021                                                 Do, 16.Dez 2021

Strom/Energiewirtschaft/Gas/E-Control/Österreich/Wien

TU-Professor sieht kein Strom-Blackout drohen

Renner: Aus früheren Ausfällen wurden Lehren gezogen - "Stehen heute viel besser da" - 380-kV-Ring wesentlich - Flexible Gaskraftwerke als Reservekapazität nötig

Wien (APA) - In Österreich und auch in Europa habe es bisher in der Stromversorgung noch kein echtes Blackout gegeben - abgesehen von größeren, aber begrenzten Stromausfällen, die rasch wieder beherrscht worden seien. Das sagte der Grazer TU-Professor Herwig Renner in einem Online-Talk des Regulators Energie-Control. Aus größeren Ausfällen seit den 1960er Jahren habe man Lehren gezogen.

Für ein echtes Blackout müsste es zu einem Zusammenspiel mehrerer großer Ereignisse kommen, sagte E-Control-Vorstand Haber. Renner nannte etwa das Zusammentreffen einer Kältewelle mit starken Winterstürmen, "das wäre einmal die Voraussetzung". Trennungen im Netzsystem habe es gegeben, die seien aber immer beherrscht worden, so der TU-Professor. So habe der Ausfall 1965 in New York gezeigt, dass die Regelbarkeit des Netzes verbessert werden müsse: "Heute stehen wir viel besser da."

Das im Jahr 2003 finstere Italien habe gezeigt, dass Netzbetreiber grenzüberschreitend kooperieren müssen. Auch beim Systemsplit 2006, als Europa zeitweise in zwei bzw. drei Teile zerfallen war, sei "das Netz als solches in Betrieb" geblieben: "Das war im eigentliche Sinne kein Blackout", sagte Renner. Ein wesentlicher Beitrag dafür, dass es in Österreich nicht zu einem Blackout kommt, sei der 380-kV-Ring.

Im Schnitt war bei den österreichischen Haushalten in den letzten Jahren die Stromversorgung laut Haber für 25 bis 27 Minuten im Jahr unterbrochen, das sei im europäischen und im weltweiten Vergleich "ein sehr guter Wert". Für Industriekunden seien die Werte noch besser, so Renner.

Angesichts des geplanten starken Ausbaus der Erneuerbaren Energien plädierte Univ.Prof. Renner vom Institut für Elektrische Anlagen und Netze der Technischen Universität Graz dafür, Reservekapazitäten zu bauen, denn: "Die Dunkelflaute schwebt wie ein Damoklesschwert über uns" - also Zeiten ohne PV- und Windstrom. Nötig seien flexible Gaskraftwerke, die auch mit der Wasserstoff-Technologie kompatibel sein sollten. "Wenn die begleitenden Gaskraftwerke nicht kommen, wird auch ein Abschalten der Kohlekraftwerke nicht möglich sein", so Renner. Anders als E-Control-Vorstand Haber ist der TU-Professor "vielleicht nicht ganz so optimistisch", dass es in Österreich gelingen wird, bis zum Jahr 2030 die Stromversorgung - bilanziell übers Jahr gesehen - ganz auf Erneuerbare umzustellen.

Zur Aufzeichnung des Gesprächs: https://attendee.gotowebinar.com/recording/8787550236610761741

sp/ivn

Bei uns wird niemand allein gelassen (12-2021)

Auch in diesen schwierigen Zeiten finden Sie bei uns einen passenden Ansprechpartner.

Angst vor dem Blackout: Wie sich Prepper rüsten (12-2021)

"Ein Blackout, also ein großflächiger und längerer Stromausfall, ist sehr selten. Da muss wirklich etwas Großes passieren", sagt Herwig Renner, Stromexperte an der TU Graz, zum STANDARD.

Sonnensturm am 3. und 4. November 2021 in Österreich (11-2021)

Der neue Sonnenzyklus 25 zeigt seine Auswirkungen: Ein massiver coronaler Massenauswurf(CME) am 1. und 2. November traf am 3. und 4. November die Erde und verursachte erhöhte geomagnetisch induzierte Ströme(GICs) im österreichischen Übertragungsnetz. Mit den am Institut für Elektrische Anlagen und Netze der Technische Universität Graz entwickelten Messgeräten wurden die erhöhten Ströme gemessen und analysiert. Die Grafik zeigt die zeitlichen Verläufe von drei der acht installierten Messgeräte im Netz der Austrian Power Grid AG. Weitere Informationen finden Sie unter
https://www.tugraz.at/institute/iean/forschung-dienstleistungen/versorgungsqualitaet-und-versorgungssicherheit/niederfrequente-sternpunktstroeme

Philipp Schachinger

Übergabe Hochspannungsprüfzelle von Austrian Power Grid AG und Siemens Energy AG an das IEAN (11-2021)

Mit der Unterstützung von Austrian Power Grid AG und Siemens Energy AG wurde am IEAN eine Hochspannungsprüfzelle für Transformatorversuche errichtet. Nun wurde die Prüfzelle dem IEAN übergeben. Im Rahmen des Projekts Niederfrequente Sternpunktströme 2 wird am IEAN der Einfluss von Sonnenstürmen auf Transformatoren und das österreichische Stromübertragungsnetz untersucht.
Weitere Informationen finden Sie unter https://www.tugraz.at/institute/iean/forschung-dienstleistungen/versorgungsqualitaet-und-versorgungssicherheit/niederfrequente-sternpunktstroeme/


Personen auf Bild v.l.n.r.: Dennis Albert, Philipp Schachinger, Herwig Renner, Gerald Leber, Martin Stössl

Preis für die beste Masterarbeit von ECSEL-Austria (10-2021)

Am 18. Oktober 2021 fand in Wien die ECSEL-Austria Konferenz zum Thema “Sustainable Society: Move Data, not People - Positioning Europe” statt. Im Zuge der Konferenz wurde die Preisverleihung für drei Bachelor-/Masterarbeiten zum Thema "Electronic-Based Systems" abgehalten, wobei Einreichungen durch eine Fachjury begutachtet und benotet wurden.
An dieser Stelle gratuliert das IEAN Carina Lehmal zu Erreichung des ersten Platzes mit ihrer Masterarbeit „Investigation and Validation of Stability for the Photovoltaic Integration into a Medium Voltage Grid Based on PHIL Testing“ betreut von Dr. Zhang und Prof. Fickert recht herzlich.

Ziqian Zhang

Joint Online Course for Chinese and Austrian Students (10-2021)


Der erste gemeinsame Online-Kurs hat dieses Semester begonnen! Um die Studierenden gut auf den Kurs vorzubereiten, hat Dr. Zhang (TU Graz) in Zusammenarbeit mit unserem LLT-Team 6 MOOCs produziert. Dieser Service wurde von allen Studierenden (TU Graz, Tongji Universität, Dianji Universität) sehr geschätzt. Anfang Oktober ging die erste Online-Vorlesung auf Sendung. Obwohl die erste Vorlesung zu Modern Power Systems - gemeinsam gehalten von Dr. Zhang und Prof. Chen (Shanghai Dianji University) - während der chinesischen Nationalfeiertage stattfand, nahmen viele Studierende sowohl online als auch in den Seminarräumen der verschiedenen Universitäten an der Veranstaltung teil. In den kommenden Wochen werden die Studierenden zusammengeführt, um in kleinen internationalen Gruppen an verschiedenen Projekten zu arbeiten.

Wenn Sie daran interessiert sind, einen gemeinsamen Online-Kurs mit einer Partneruniversität anzubieten, klicken Sie auf

(https://tu4u.tugraz.at/bedienstete/meine-karriere/auslandsaufenthalte-international-weiterbilden-lehren-und-forschen/wissenschaftliches-personal/joint-online-courses/).

Next call: April 15, 2022

Barbara Böttger, International Office - Welcome Center

"Stromausfall ist nicht gleich Stromausfall" (10-2021)

Ein Blackout ist ein extrem seltenes Katastrophenereignis - es ist das Worst-case-Szenario für die Stromversorgung, das "wir nicht für wahrscheinlich halten", beruhigte E-Control-Vorstand Alfons Haber kürzlich bei einem Fachvortrag. "Das ist selten", bestätigte auch der Stromexperte Herwig Renner von der TU Graz, "aber ganz ausschließen kann man es nicht."

Weiterführende Informationen:
         - Präsentation der Studie von Prof. Renner

Pressemeldungen:
https://www.kleinezeitung.at vom 14.10.2021
https://www.derstandard.at vom 27.09.2021


OVE-Energietechnik-Tagung 2021 (10-2021)

Von 6. bis 7.Oktober fand dieses Jahr die OVE-Energietechnik-Tagung 2021 als hybride Veranstaltung mit ca. 200 Teilnehmern in der voestalpine Stahlwelt in Linz statt. Prof. Schürhuber informierte mit seinem Vortrag über „Netze und Leistungselektronik“ über die technischen Herausforderungen der Integration von erneuerbaren Energiequellen. Des Weiteren wurde die Abendveranstaltung zur Prämierung von Abschlussarbeiten genutzt, wobei das IEAN an dieser Stelle nochmals Philipp Hackl als einem der Preisträger für den Prof. Werner Rieder-Preis gratuliert.

Bilder: OVE/Christian Fürthner

Ferialpraktikumsplätze im Sommer 2022 bei der KELAG-Kärntner Elektrizitäts-Aktiengesellschaft (7-2021)

Für den Sommer 2022 vergibt die KELAG-Kärntner Elektrizitäts-Aktiengesellschaft spannende Ferialpraktikumsplätze. Ferialpraktikanten (m/w/d) haben im Kelag-Konzern eine große Bedeutung. Daher suchen wir transparent und auf Basis definierter Zielgruppen die richtigen Ferialpraktikanten (m/w/d) für unseren Konzern – getreu dem Motto "Get the Right"!

Bis 09. Jänner 2022 können sich Studierende und Schüler (m/w/d) online für ein 1-monatiges Ferialpraktikum bewerben.

Nähere Informationen finden Sie auf: www.kelag.at/ferialpraktikum .

Teambuildingausflug (7-2021)

Der heurige Teambuildingausflug führte die Mitarbeiter*innen des Instituts nach Leutschach an die südsteirische Weinstraße. Im Zuge einer rund 12 km langen Minigolf-Buschenschank-Wanderung, wurde der Zusammenhalt im Team gestärkt und auch die Kulinarik der Südsteiermark ausgekostet.

 

Daniel Herbst

Ausgezeichneter Abschluss des Doktoratsstudiums (7-2021)

Mit vollem Stolz gratulieren wir unsere frisch gebackenen Doktoren Stefan Polster und Mike Lagler zur erfolgreichen Verteidigung ihrer Dissertationen und somit jeweils zum ausgezeichnetem Abschluss des Doktoratsstudiums der Technischen Wissenschaften an der TU Graz.

     

Das gesamte IEAN-Team wünscht euch alles Gute auf eurem zukünftigen Weg. Wir freuen uns auf ein baldiges Wiedersehen!

Die Dissertationen finden Sie in der Rubrik Abschlussarbeiten 
https://www.tugraz.at/institute/iean/abschlussarbeiten/dissertationen/#c237190

Erfolgreicher Abschluss des internationalen Kooperationsprojekts „Hardware-in-the-Loop Testsystem“

Das Projekt „Hardware-in-the-Loop Testsystem“ ist die erstmalige Anwendung eines neuartigen Test- und Validierungsverfahrens für eine schnellere Marktreife von netzkompatiblen Wechselrichtern für deren Hersteller und Entwickler.

Die Projektabnahme unseres internationalen Kooperationsprojekts mit der Shanghai Dianji University wurde am 10. Juni 2021 erfolgreich in einem Online-Meeting durchgeführt. Das Projekt basiert auf einem Hardware-in-the-Loop-Testsystem zur Untersuchung der Testplattform, Testmethoden sowie Testverfahren für die Netzkonformität von Windenergieanlagen. Die Sitzung wurde von Prof. Guochu Chen von der Dianji Universität geleitet und von mehreren chinesischen Experten als auch Experten des IEAN besucht, darunter Prof. Robert Schürhuber und Prof. Lothar Fickert sowie Dr. Ziqian Zhang und Carina Lehmal BSc. Dr. Zhang und Frau Lehmal präsentierten der chinesischen Seite die Ergebnisse des Projekts.

Die chinesischen Experten äußerten sich zufrieden mit den Projektergebnissen und wiesen darauf hin, dass die im Projekt vorgeschlagene Methodik die Prüf- und Zertifizierungszeit für Windenergieanlagen deutlich verkürzen kann. Das Projekt wurde erfolgreich abgenommen.

Ziqian Zhang

Auswirkungen des Sonnensturmes (05/2021)

Am 12. Mai 2021 traf zur Mittagszeit ein koronaler Massenauswurf (engl. CME) vom 9. Mai 2021 auf der Erde ein. Er verursachte erhöhte Transformator-Sternpunktstromschwankungen mit Stromamplituden von bis zu 13,8 A.
  

 

Der CME wurde am Lagrange-Punkt L1 um 2021-05-12 5:48 UTC detektiert. L1 befindet sich zwischen der Erde und der Sonne. Die Sonnenwindgeschwindigkeit stieg von 210 km/s auf 450-490 km/s an.

Quelle: https://kauai.ccmc.gsfc.nasa.gov/CMEscoreboard/

Das IEAN-Team um Herwig Renner, Philipp Schachinger und Dennis Albert untersucht die Auswirkungen von geomagnetisch induzierten Strömen (GIC) auf das Hochspannungsnetz in Österreich zusammen mit APG und Siemens Energy. Für mehr Informationen über Geomagnetisch induzierte Ströme (GIC) in Österreich klickt auf unsere Website: https://www.tugraz.at/institute/iean/forschung-dienstleistungen/versorgungsqualitaet-und-versorgungssicherheit/niederfrequente-sternpunktstroeme/

Dennis Albert, Philipp Schachinger

PHIL-Labor im Vollbetrieb (05/2021)

Hundert Meter hohe Windkrafttürme ragen über die Ufer der Donau und endlose Photovoltaik-Paneele bedecken die Ebenen, die ständig grüne Energie ins Netz einspeisen. Ihr stabiler Betrieb ist essentiell für die wirtschaftliche Entwicklung und für den Erhalt unserer Lebensqualität.
Kürzlich wurde das PHIL-Labor des IEAN in vollem Umfang in Betrieb genommen. Die Versuchsanlagen des PHIL-Labors bilden reale elektrische und mechanische Systeme nach, um die Stabilitätsperformance von Anlagen und Netze mit einem hohen Anteil erneuerbaren Energien zu bewerten. Hierfür müssen die Stabilitätsmechanismen neu untersucht und definiert werden. Die Ergebnisse liefern theoretische Grundlagen und Empfehlungen zur Produktverbesserungen für Hersteller und eine glaubwürdige Bewertung für Netzbetreiber.
Anhand unseres PHIL-Labors haben wir das fehlerdynamische Verhalten von eingebetteten HVDC-Leitungen sowie von Vollumrichtern für Windkraft- und PV-Anlagen untersucht. (siehe Links für Details) Des Weiteren untersuchten wir die Stabilität großer industrieller PV-Projekte.
Die Forschungsergebnisse sind bereits in eine Reihe von Projekten eingeflossen und dienen als Schlüsseltechnologie für den sicheren Betrieb von grünen Energienetzen.

Links:
Advanced-automated-emergency-control-strategy-for-embedded-vsc-hvdc-links

Untersuchung-der-stabilitaet-nach-low-voltage-ride-through

Ziqian Zhang

Space Weather Workshop 2021: Geomagnetically Induced Currents and Space Weather Prediction in Austria (4/2021)

 

Das GIC-Team des IEAN präsentiert zusammen mit Rachel L. Bailey von der ZAMG die aktuelle Arbeit im Bereich geomagnetisch induzierter Ströme (engl. GIC) in Österreich beim Online Space Weather Workshops 2021.
Rachel L. Bailey spricht über die Vorhersage geoelektrischer Felder in Österreich. Philipp Schachinger und Dennis Albert sprechen über die GIC-Simulation und -Messung im österreichischen Stromnetz, sowie über die Forschung an Leistungstransformatoren.

Besuchen Sie die Postersession am 22. April von 5 - 6:30 PM EDT (23:30 MEZ) auf Webex: https://tugraz.webex.com/tugraz-de/j.php?MTID=m050997056d2e2d903bc3dc008618ddea.
Ein kurzes Video über den Posterinhalt finden Sie auf unserem Youtube-Kanal youtu.be/uRB5Bca73p8

Danke an Siemens Energy und Austrian Power Grid für Ihre Unterstützung!

Dennis Albert

Kooperation TU Graz mit Universität Strathclyde und fachlicher Austausch mit der Hochschule Düsseldorf (04/2021)

Das Institut für Elektrische Anlagen und Netze der TU Graz (IEAN) startete eine Kooperation mit der Universität Strathclyde aus Glasgow im Bereich von umrichtergekoppelten Systemen. Wir stellten trotz der teilweise unterschiedlichen Gegebenheiten aufgrund der Geografie (Off-Shore Windanlagen vs. Großwasserkraftanlagen) eine große Überschneidung an den zukünftigen Forschungsgebieten fest. Hierbei ist vor allem die Einbindung von Umrichter-gespeisten Erzeugungsanlagen und die damit verbundenen Stabilitätsuntersuchungen hervorzuheben. Durch die gemeinsamen Forschungsschwerpunkte können wir vieles voneinander lernen und es besteht ein hohes Interesse die Zusammenarbeit in Zukunft zu verstärken. Hierfür wird es regelmäßige Online-Meetings geben und sobald als möglich auch ein persönlicher Besuch angestrebt.
Ein weiterer fachlicher Austausch fand am 8.4.2021 mit Prof. Holger Wrede mit seiner Forschungsgruppe „Leistungselektronischer Energiesysteme“ an der Hochschule Düsseldorf statt. Mit den Forschungsschwerpunkten Anlagenregelung, Systemführung und dynamisches Verhalten leistungselektronisch-geprägter elektrischer Energiesysteme​ ergänzen wir uns in vielen Punkten und bleiben weiterhin in Kontakt.




Philipp Hackl

Projekt Sternpunktströme: 7. Messgerät installiert (3/2021)

Am 15. März wurde das 7. Transformatorsternpunktmesssystem vom IEAN im österreichischen Übertragungsnetz der APG im Umspannwerk 'Westtirol' installiert. Die Transformator-Sternpunktstrommessungen im österreichischen Übertragungsnetz dient der Untersuchung von geomagnetisch induzierten Strömen (GIC) und deren Auswirkungen auf Leistungstransformatoren. Wir erwartet, dass die Ströme im westlichen Teil Österreichs höher sind als die Ströme im östlichen Teil, bedingt durch den felsigen Boden in diesem Landesteil. Die bereits gemessenen Ströme unterstützen diese Hypothese.

Vielen Dank an das APG-Team im Umspannwerk Westtirol für die Unterstützung! Danke auch an unsere Projektpartner Austrian Power Grid und Siemens Energy für die Unterstützung in unserem gemeinsamen Forschungsprojekt Nf-Sternpunkt 2.

Mehr Informationen:
https://www.tugraz.at/institute/iean/forschung-dienstleistungen/versorgungsqualitaet-und-versorgungssicherheit/niederfrequente-sternpunktstroeme/

Dennis Albert

Xenius: Sonnenstürme - Die Erforschung einer rätselhaften Gefahr (2/2021)

In einer neuen Folge der ARTE Xenius Reihe wird Prof. Renner erneut mit seiner Expertise zm Thema der geomagnetisch induzierten Ströme gezeigt. Die Dreharbeiten dazu fanden bereits im Februar 2020, u. a. im Conrad Observatorium bei Wien statt (wir berichteten).

Die Folge ist noch bis zum 5. Mai online: https://www.arte.tv/de/videos/092141-011-A/xenius-sonnenstuerme

Philipp Schachinger

Frequenzabfall im Europäischen Stromnetz am 8.1.2021 (1/2021)

Durch Ausfall einer Sammelschienenkupplung in einem kroatischen Umspannwerk wurde eine Kaskade von Leitungsausfällen ausgelöst, die letztendlich zu einer Netztrennung des europäischen Verbundnetzes führte. Durch Erzeugungsdefizit im blau eingefärbten nord-westlichen Netzteil kam es zu einer transienten Frequenzabsenkung von ca. 250 mHz.

Die Primärregelung zur Stabilisierung der Frequenz hat plangemäß funktioniert. Aus der stationären Frequenzänderung von knapp 200 mHz kann das Ausmaß der Störung (Erzeugungsausfall) mit mindestens 3000 MW abgeschätzt werden. Da die Ursache für die Frequenzänderung (Wegfall von Erzeugung) außerhalb des betrachteten nord-westlichen Netzteils lag, konnte die Sekundärregelung die Frequenz nicht automatisch auf 50 Hz zurückführen. Die in den Medien genannten manuellen Abschaltungen von Großverbrauchern waren die Konsequenz.


Lastfluss auf einer grenznahen österreichischen 400-kV-Leitung; man erkennt Primärregelenergie, die in West-Ost-Richtung durch Österreich geleitet wird.

Herwig Renner

Alle Jahre wieder…

…steht die Weihnachtsfeier als Fixpunkt am Kalender des Instituts für Elektrische Anlagen und Netze (IEAN). Nach dem heuer gängigen Motto wonach „besondere Zeiten besondere Maßnahmen“ erfordern haben wir uns dazu entschlossen, unsere vorweihnachtliche Zusammenkunft 2020 virtuell über die Bühne gehen zu lassen. Und eine Bühne haben wir auch benötigt: Prof. Schürhuber hat in seiner Festrede die kleineren und größeren Highlights des Institutsjahres zusammengefasst, der gesamte IEAN-Chor hat sich gemeinschaftlich in die Adventzeit eingesungen, ein virtuelles Room-Escape-Spiel forderte die Gehirnzellen und das eine oder andere rezitierte Gedicht (zB „Der vierte Heilige Dreikönig“) rundete die Veranstaltung ab. Nichts desto trotz freuen wir uns schon alle, wenn man die soziale Distanz wieder auf gutes Maß an Abstand reduzieren kann und wir wieder in gewohnter Weise „zsamsitzen“ können.

Das IEAN wünscht all seinen Freunden und Bekannten sowie deren Lieben ein fröhliches aber auch besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr 2021!

Daniel Herbst

Erdungsmessung Murkraftwerk Graz Puntigam

In enger Kooperation mit dem IHS der TU Graz führte das IEAN die abschließende Erdungsmessung des neuen Murkraftwerkes Graz Puntigam durch. Ziel der Messung war es das Erdungs-, Potentialausgleich- und Blitzschutzsystem des sich bereits in Vollbetrieb befindlichen Kraftwerks zu überprüfen.

Das IEAN und das IHS begleiteten das Projekt Murkraftwerk Graz Puntigam von im Hinblick auf das Erdungs-, Potentialausgleichs- und Blitzschutzsystem von Anfang an, wodurch in Kooperation mit den Planern ein speziell für dieses Laufwasserkraftwerk integriertes Erdungs- und Blitzschutzkonzept entstand, das den Personen- Tier- und Sachgüterschutz sicherstellt.

Martin Fürnschuß

Erdungsmessung UW Villach Süd

Das IEAN führte in enger Zusammenarbeit mit dem IHS die abschließende Messung der Erdungsanlage des neuen Umspannwerks Villach Süd durch. Das 220/110-kV-Umspannwerk Villach Süd ist als Freiluftschaltanlage ausgeführt, dient zur Netzabstützung und soll einen Beitrag zur weiterhin sicheren Stromversorgung im Großraum Villach beitragen. Das IEAN und IHS waren von Anfang an in das Projekt involviert und brachten sich mit wichtigen Aspekten hinsichtlich des Erdungs- und Potentialausgleichs- und Blitzschutzsystems bei der Konzeptionierung der Anlage mit ein. Ziel dieser Messung war die Überprüfung der Wirksamkeit des Erdungs-, Potentialausgleichs- und Blitzschutzanlage um den Personen-, Tier- und Sachgüterschutz zu gewähren. Weiters dienen die Messergebnisse zur Verifizierung der am IEAN durchgeführten Berechnungen des Erdungs-, Potentialausgleichs- und Blitzschutzsystems des UW Villach Süd.

Martin Fürnschuß

Institutswandertag des IEAN

Am Institut für Elektrische Anlagen und Netze findet alljährlich ein Institutswandertag zur Stärkung des Teamgeistes und zur Verbesserung des Betriebsklimas statt. Dieses Jahr, am 29 September 2020, führte es uns zur Roten Wand nach Tyrnau, wo wir ein tolles Wanderwetter und eine herrliche Aussicht vorfanden.

Wir starteten um 8:00 Uhr vom Institut in Richtung Tyrnau, wo am Parkplatz für die Rote Wand noch ein COVID19 konformes Gruppenbild erstellt wurde, bevor es in den Anstieg Richtung Gipfelkreuz ging.

Unterwegs, nicht weit vom Gipfelkreuz der Roten Wand entfernt, konnten wir wildlebende Steinböcke sehen. Ohne scheu und ganz im Einklang mit der schönen Umgebung konnte sich unser Institutsvorstand den Tieren etwas nähern.

Am Gipfelkreuz angekommen genossen wir die großartige Aussicht welche, vom Hochschwab, Murtal, Gleinalm, Koralm bis zum Schöckl reicht. Beim Abstieg kehrten wir noch in die Tyrnaueralm Hütte auf 1350m ein, um uns nach den Strapazen des Aufstieges etwas zu stärken. Nach insgesamt ca. 5 h erreichten wir wieder den Parkplatz und traten die Heimreise an.

Manuell Galler

AIRCAMPUS Podcast

AirCampus
AirCampus ist eine Podcasts-Plattform der vier Grazer Universitäten zur Wissenschaftskommunikation. Im Zuge der Podcast Reihe an der TU Graz gibt es nun einen Beitrag übers IEAN. Im knapp 3 Minuten dauernden Beitrag wird das Forschungsthema der geomagnetisch induzierten Ströme und der Einfluss aufs Energieübertragungsnetz umrissen.
https://www.aircampus-graz.at/podcasts/sonne_strom/

Philipp Schachinger

Neu Organisation der Institutsbibliothek

Die steigende Zahl von wissenschaftlichen Journals, Fachliteratur und Abschlussarbeiten im Bestand des Instituts für Elektrische Anlange und Netze forderte eine neue Strukturierung der Institutsbibliothek. Das in die Jahre gekommene Ablagesystem wurde durch das zentral verwaltete Bibliothekssystem der TU Graz abgelöst. So wurden neben den Büchern auch alle Diplom- und Masterarbeiten, Dissertationen und Habilitationen ins Bestandsystem der Bibliothek der TU Graz aufgenommen. Während der anschließenden neu-Organisation der Institutsbibliothek wurde auch so mancher Schatz wiederentdeckt.

Philipp Schachinger

Lange Nacht der Forschung 2020

Die Lange Nacht der Forschung (LNF) ist einzigartig. Sie ist das größte Event für Wissenschaft und Forschung im deutschsprachigen Raum. Alle 2 Jahre werden an einem Abend in ganz Österreich innovative Erkenntnisse und bahnbrechende Technologien für ein breites Publikum zugänglich gemacht.

Dieses Jahr findet die LNF ausschließlich online statt. Von 9.10.2020 bis 30.10.2020 sind über 600 Beiträge aus ganz Österreich online abrufbar.

Auch das Thema Sonnenstürme, mit deren Auswirkungen sich Bachelor- und Masterarbeiter sowie zwei Dissertation am IEAN beschäftigen, wird in zwei Beiträgen näher beleuchtet.

Wenn es auf der Sonne stürmt

Sonnensturm: Wann kommt der nächste?

Quelle: www.langenachtderforschung.at

Dennis Albert

Begleitung der Inselnetzversuche von KELAG und Kärnten Netz

Die Netzwiederaufbaustrategie nach großflächigen Blackouts konzentriert sich in Österreich auf Wasserkraftwerke in Salzburg und Kärnten. Die Organisation des Netzwiederaufbaus wird neben Trainings am Simulator auch regelmäßig durch Schwarzstart- und Inselnetzversuche am realen Netz geprobt. Am 18. September 2020 wurden solche Tests von KELAG und Kärnten Netz mit der Kraftwerksgruppe Fragant durchgeführt. Das Institut für Elektrische Anlagen und Netze (IEAN) begleitete diese Versuche als wissenschaftlicher Partner, führte einen Teil der Messungen durch und übernimmt die Auswertung der Messdaten.

Hardware-Update für Transformatorsternpunkt-Messgeräte

Änderung im Erdmagnetfeld können ungewollte niederfrequente Ströme in unserem Stromübertragungsnetz verursachen. Diese Ströme fließen über geerdete Transformatorsternpunkte. Im gemeinsamen Forschungsprojekt mit dem Österreichischen Übertragungsnetzbetreiber APG und der Siemens misst das IEAN diese niederfrequenten Ströme, auch geomagnetisch induzierte Ströme (engl. GIC) genannt.

Um auch bei zukünftigen geomagnetischen Störungen (engl. GMD) diese Ströme messen zu können, wurde am 23. und 24. September 2020 die Hardware von einigen Messgeräten aktualisiert. Das IEAN dankt den APG-Mitarbeiter, die uns bei der Wartung unterstützt haben.

Philipp Schachinger, Peter Wohlfart, Dennis Albert

Stellenausschreibung

Universitätsassistent*in für 3 Jahre, 40 Stunden/Woche, voraussichtlich ab 1. November 2020, am Institut für Elektrische Anlagen und Netze.

Aufnahmebedingungen: Abgeschlossenes Master- bzw. Diplomstudium Elektrotechnik.
Gewünschte Qualifikationen:
Wissenschaftliches Profil im Bereich der Energie- bzw. Regelungstechnik, Programmierkenntnisse (Matlab, Python, FPGA-Programmierung), Erfahrungen im Umgang mit Simulations-Software für elektrische Netze, Erfahrungen in Lehre und Forschung, Teamfähigkeit, Kenntnisse im Projekmanagement, sehr gute Englischkenntnisse, Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit der University of Strathclyde incl. mehrwöchigem Auslandsaufenthalt.
Einstufung: B 1 nach Kollektivvertrag für die Arbeitnehmer*innen der Universitäten; das monatliche Mindestentgelt für diese Verwendung beträgt derzeit € 2.929,-- brutto (14× jährlich) und kann sich eventuell auf Basis der kollektivvertraglichen Vorschriften durch die Anrechnung tätigkeitsspezifischer Vorerfahrungen sowie sonstige mit den Besonderheiten des Arbeitsplatzes verbundene Entgeltbestandteile erhöhen.
Ende der Bewerbungsfrist: 7. Oktober 2020
Kennzahl: 4320/20/030

Bewerbung, Lebenslauf und weitere Unterlagen sind unter genauer Bezeichnung der Stelle bzw. der Kennzahl an die Technische Universität Graz, Dekan der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik, Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr.techn. Wolfgang Bösch, MBA, Inffeldgasse 18/EG, 8010 Graz (vorzugsweise elektronisch an dekanat.etit@tugraz.at) zu richten und müssen bis spätestens Ende der Bewerbungsfrist einlangen.

Sonnenstürme und geomagnetisch induzierte Ströme

Arte-Dokumentation: Sonnenstürme und geomagnetisch induzierte Ströme

Am Samstag, den 8. August 2020 um 21:45 Uhr, sendet Arte eine Dokumentation zu Sonnenstürmen und geomagnetisch induzierten Strömen. Das IEAN-Team um Prof. Herwig Renner erforscht im Rahmen des Projekts Niederfrequente Sternpunktströme die Auswirkungen von Sonnenaktivtität auf das Stromnetz.

Die Dreharbeiten dazu fanden bereits im Februar 2020, u. a. im Conrad Observatorium bei Wien statt (wir berichteten).

Link zur Dokumentation: https://www.arte.tv/de/videos/086943-000-A/sonnenstuerme-die-raetselhafte-gefahr

Philipp Schachinger, Dennis Albert

Aus dem Institutsalltag

Unser IEAN Jour Fixe wurde im 14-tägigen Rhythmus seit 23.03.2020 COVID-19-bedingt mittels unseres Videokonferenz-Tools abgehalten. Da wir unser erstes persönliches Jour Fixe nach knapp 4 Monaten aufgrund der noch geltenden Abstandsregeln nicht in unserer Institutsbibliothek abhalten konnten wurde dieses kurzer Hand in den Hörsaal i1 verlegt.

#abstandhalten
#gesundbleiben

Daniel Herbst

Masterarbeiten erfolgreich verteidigt

Wir gratulieren den beiden ehemaligen Masterstuden Andreas Prohammer und Tobias Wöhr zur erfolgreichen verteidigung ihrer Masterarbeit am IEAN. Beide Prüfungen wurden per Videokonferenz abgenommen, was mittlerweile zur Routine geworden ist.

Andreas Prohammer untersuchte in seiner Masterarbeit das Verahalten von Leistungstransformatoren bei asymmetrischer Gleichstrombelastung in Nieder- und Hochspannungswicklungen.

In der Masterarbeit von Tobias Wöhr wird das Verhalten eines Synchrongenerators und des umliegenden Netzes im Kurzschlussfall am Beispiel des Kraftwerks und Umspannwerks Rosenau untersucht.

Das IEAN-Team wüscht Euch alles Gute zur erfolgreich verteidigten Masterarbeit und alles Gute auf Eurem zukünftigen Weg. Wir freuen uns auf ein baldiges Wiedersehen!

Offene Bachelor- und Masterarbeiten findet Ihr in der Rubrik Lehre.

Dennis Albert

Nachruf der TU Graz für Manfred Wurm

Die TU Graz und die Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik trauern um Herrn Dipl.-Ing. Dr.techn. Manfred Wurm, der am 6. April 2020 im 59. Lebensjahr verstorben ist.

Manfred Wurm wurde am 17 Juni 1960 in Wien geboren und begann nach der Ausbildung an der Höheren Technischen Lehranstalt Wien 4 das Studium der elektrischen Energietechnik an der TU Wien, welches er mit ausgezeichnetem Erfolg abschloss.

1997 legte er die Ziviltechnikerprüfung ab. Im folgenden Jahr wurde ihm die Befugnis eines Ingenieurkonsulenten für Elektrotechnik verliehen, und kurz darauf erhielt er den Befähigungsnachweis für das Gewerbe des Technischen Büros für Elektrotechnik.

Seinen beruflichen Werdegang begann Manfred Wurm bei der Elin Union AG mit der Entwicklung von Hochspannungsschaltgeräten. Von 1992 bis 2000 nahm er bei der Umwelttechnik Wien GmbH verschiedene Planungsaufgaben als Gewerberechtlicher Geschäftsführer wahr. Anschließend arbeitete er bei Cegelec GmbH als Projektleiter und Handlungsbevollmächtigter für den Anlagenbau, bevor er bei der Netz Niederösterreich GmbH für das Netz-Engineering unter anderem Schutzkonzepte und Projektierungsrichtlinien erstellte. Zusätzlich fand er noch Zeit und Energie für Inbetriebnahmen, Störungsanalysen und Coaching der Abteilungen Netzplanung.

Auf akademischem Gebiet ist seine Dissertation mit dem Titel „Vergleich der Bestimmungsmethoden der Fehlerortentfernung beim einpoligen Fehlernachweis im praktischen Netzbetrieb“ ein Beweis für sein rastloses praxisbasiertes Forschungsinteresse, welche er am Institut für elektrische Anlagen und Netze unserer Technischen Universität im Jahr 2013 abschloss. Seine Lehraktivitäten an Technischen Universitäten umfassten Gastvorlesungen an der TU Graz und TU Wien sowie – seit 2014 - die Wahrnehmung des Lehrauftrags für das Fach Schutztechnik als Universitätslektor, wofür er sogar 2017 für den Best-Lecture-Award der TU Wien nominiert war.

Mit Manfred Wurm verliert die TU Graz einen hochgeschätzten Kollegen und beliebten Lehrenden. Unsere Anteilnahme und das Mitgefühl gelten seiner Frau und seiner Familie.

Lothar Fickert

ABGESCHLOSSENE ABSCHLUSSARBEITEN AM IEAN

In den vergangenen Tagen haben, trotz der aktuell erschwerten Umständen, fünf Studenten ihre Bachelor- bzw. Masterarbeit am IEAN erfolgreich abgeschlossen.

Herzlichen Glückwunsch an Benjamin Jauk, Abedin Bytqi, Matthias Rüschitz und Konstantin Tschabuschnig zur bestandenen Verteidigung ihrer Masterarbeit. Herzlichen Glückwunsch auch an Peter Wohlfart zur erfolgreich abgeschlossenen Bachelorarbeit.

Das IEAN wünscht Euch viel Erfolg in Eurem zukünftigen Berufsleben bzw. beim weiteren Studium. Ihr seid auch in Zukunft herzlich eingeladen wieder am IEAN vorbei zu schauen – wir freuen uns immer auf ein Wiedersehen!

Trotz den aktuellen Umständen ist am IEAN möglich Eure Bachelor- oder Mastarbeit zu beginnen. Unsere aktuell ausgeschrieben Arbeiten findet Ihr auf der Homepage. Falls nichts Passendes dabei ist, sprecht uns gerne auch direkt an (per Telefon oder E-Mail).

Dennis Albert

Dreharbeiten im Conrad Observatorium

Im Zuge von Dreharbeiten für eine Dokumentation zum Thema geomagnetisch induzierter Ströme in Österreich wurde das IEAN ins Conrad Observatorium eingeladen. Prof. Renner präsentierte im Messstollen unser Simulationstool und erläuterte die Aktivitäten des IEAN auf diesem Gebiet sowie die Wichtigkeit des gesamten Forschungsgebietes.

Philipp Schachinger

Projekt Sternpunktströme: Messgerätinstallation UW Zurndorf, NÖ

Im Jänner 2020 hat das IEAN ein weiteres Messgerät zur Aufzeichnung von niederfrequenten Sternpunktströmen im Österreichischen Übertragungsnetz installiert. Im gemeinsamen Forschungsprojekt mit der APG und der Firma Siemens wird der Einfluss der niederfrequenten Sternpunktströme auf Leistungstransformatoren und das Übertragungsnetz untersucht. Diese Ströme werden z. B. durch sich ändernde Sonnenaktivität beeinflusst und werden daher auch geomagnetisch induzierte Ströme bezeichnet. Danke an die APG und die Firma Siemens für die Unterstützung!

Dennis Albert

Erdungsmessung

In der Vorweihnachtszeit 2019 hat das Institut für Elektrische Anlagen und Netze die Wirksamkeit des Erdungssystems an einem 380-kV-Umspannwerk, welches direkt neben einer elektrifizierten Bahnstrecke liegt, messtechnisch erhoben. Grund hierfür ist der Ausbau der Bahnstrecke sowie die Errichtung einer Fußgängerüberquerung. Die Messergebnisse dienen als Grundlage für die Berechnungen, anhand deren die Erdungsanlagen der zukünftigen Einbauten so dimensioniert werden, sodass nach Integration dieser in das bestehende Erdungssystem der Personen- und Sachgüterschutz sowohl im Normalbetrieb als auch im Fehlerfall gewährleistet werden kann.

Martin Fürnschuß

OVE-ENERGIETECHNIK-TAGUNG 2019

Am 16. und 17. Oktober fand die OVE-Energietechnik Tagung, dieses Jahr in Innsbruck, statt. Diese Fachtagungen bilden einen jährlichen Fixpunkt für nationale und internationale Vertreter/innen der Energietechnikbranche. Anlässlich dieser Veranstaltung trafen sich Experten aus Wirtschaft, Energieunternehmen und Forschung in der Messe Innsbruck, um aktuelle Themen rund um Speicher und Speichersysteme für elektrische Energie, Sektorkopplungen (Power-to-X), Flexibilitätsoptionen sowie die Sicherheit der Stromversorgung zu präsentieren und zu diskutieren.

Das Institut für Elektrische Anlagen und Netze durfte bei solch einer Veranstaltung natürlich nicht fehlen und war dieses Jahr wieder sehr zahlreich vertreten.

Bei der Abendveranstaltung erfolgte die Vergabe des OVE-Energietechnik-Preis für den wissenschaftlichen und technischen Nachwuchs. Der Preis wird an Schüler/innen, Studierende bzw. Absolvent/innen von österreichischen Bildungsstätten vergeben. Dieses Jahr wurde die Masterarbeit des IEAN-Absolvent DI Manuel Galler ausgezeichnet. Herr DI Galler durfte seine ausgezeichnete Arbeit während der OVE-Fachtagung vorstellen.

Manuel Galler

Störlichtbogensicherheit von Transformatorstationen

Der Fehlerfall des Störlichtbogens in einer Transformatorstation ist selten, wenn dieser aber eintritt, werden große Mengen an Energie in kurzer Zeit freigesetzt. Es ist daher wichtig, dass auch in diesem Ausnahmefall die Sicherheit von Personen und die Beständigkeit der Gebäudestruktur gewährleistet werden kann. Das IEAN und IES Institut für Elektrotechnik und Sicherheitswesen Ziviltechniker GmbH erhoben Ende 2019 bei Störlichtbogen-Typprüfungen Messdaten, welche die zukünftige Berechnung und Bewertung von Druckbelastungen in Transformatorstationen verbessern wird.

Das Video zeigt die erfolgreiche Überprüfung der Bediensicherheit in Zeitlupe. Die Zündung des Lichtbogens erfolgt in der Mittelspannungs-Schaltanlage auf der linken Seite des Stationsgebäudes.

Robert Schürhuber

2. Fachkolloquium Energietechnik

Am 13/14.11.2019 fand in den Räumlichkeiten des Instituts für Elektrische Anlagen und Netze an der TU Graz das zweite Fachkolloquium Energietechnik statt.

Em. Prof. Bernd Oswald aus Hannover, Prof. Peter Schegner aus Dresden, em. Prof. Lothar Fickert aus Graz und Prof. Lutz Hofmann aus Hannover, diskutierten mit Prof. Robert Schürhuber und Prof. Herwig Renner vom IEAN über Entwicklungen im Bereich der Energietechnik und tauschten aktuelle Forschungsergebnisse aus. Weiters konnte auch die Grazer Kultur und Gastronomie die Gäste beeindrucken!

Robert Schürhuber

Exkursion Siemens Transformatoren Linz

Zum Wochenbeginn, am 30.09.2019 besuchte das IEAN das Siemens Transformatorenwerk in Linz. Neben einer Projektbesprechung hatten die Studenten und Mitarbeiter des IEAN die Möglichkeit das Werk in Linz zu besichtigen. Am Standort Linz wird jeder Transformator eigens für die Sonderanwendungen der Kunden entwickelt und produziert. Von der Kernschichtung bis zur Abnahmeprüfung werden alle Prozessschritte am Standort Linz durchgeführt.

Wir danken Herrn Markus Getzinger und seinem Team von der Firma Siemens, der uns den Besuch ermöglicht hat und uns einen detaillierten Einblick in die Entwicklung und Produktion von Leistungstransformatoren ermöglicht hat.

Dennis Albert

KLAUSUR IEAN WACHAU

Das IEAN hat sich am 23.09.2019 geschlossen in der Wachau in seine erste Klausur begeben um die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft des Institutes zu stellen. Unter der hervorragenden Leitung von Bernhard Ibertsberger entwickelte sich bereits am Vormittag eine lebhafte Diskussion über die Herausforderungen und Ziele des Instituts, welche nach dem Mittagessen in Kleingruppen detailliert bearbeitet wurden.

Durch die offene und auf Augenhöhe geführte Diskussion konnten die unterschiedlichen Interessen der Mitarbeiter in eine gemeinsame Vision für die Entwicklung des Institutes gegossen werden. Der arbeitsintensive Tag klang mit dem ein und anderem Wein beim gemütlichen Zusammensitzen in einem Heurigen aus.

Der zweite Tag war mit dem Besuch des Kernkraftwerks Zwentendorf und dem Umspannwerk Dürnrohr vollkommen der Energietechnik gewidmet. Das KKW Zwentendorf stellt durch die nie erfolgte Inbetriebnahme ein weltweites Unikum dar, da Bereiche des Reaktors besichtigt werden können, welche normalerweise wegen Strahlenbelastung auch nach Abschaltung nicht betreten werden können. So ist ein direkter Blick in den Druckbehälter des Siedewasserreaktors und das begehen des Containments möglich.

Nach der informativen und stufenreichen Führung durch das KKW und einer kurzen Mittagspause in der nahegelegenen Bärenhütte ging es für das IEAN weiter zum Umspannwerk Dürnrohr. Dieses wurde ursprünglich für die Energieableitung des KKW Zwentendorfs errichtet und entsprechend groß dimensioniert. Heute bildet das 380/220-kV-Umspannwerk einen wichtigen Knoten des Österreichischen Übertragungsnetzes. Durch die drei Hauptsammelschienen je Spannungsebene, den zwei 380/220-kV-Hauptumspannern, sowie der Anbindung des Niederösterreichischen 110-kV-Netzes ist es eine der größten Anlagen des Netzbetreibers Austrian Power Grid.

Am späten Nachmittag kam das Team des IEAN in guter Stimmung und viel Motivation für die Umsetzung der erarbeiten Vision wieder nach Graz zurück.

Stefan Polster

Modell einer Francis-Turbine

Nach umfangreichen Restaurierungsarbeiten kann ab sofort ein Modell einer Francis-Turbine vor den Räumlichkeiten des Instituts für Elektrische Anlagen und Netze besichtigt werden.

Vielen Dank an die Firma ANDRITZ HYDRO GmbH für die Bereitstellung des Turbinenmodells und vielen Dank an die Werkstätte des IHS (Anton Schriebl und Christoph Probst) für die Herstellung der Metallunterkonstruktion.

Prof. Schürhuber, DI D.Herbst, DI M.Fürnschuß

FerialpraktikantInnen für den Kelag-Konzern

Für Sommer 2020 vergibt die KELAG-Kärntner Elektrizitäts-Aktiengesellschaft spannende Ferialpraktikumsplätze. FerialpraktikantInnen haben im Kelag-Konzern eine große Bedeutung. Daher suchen wir transparent und auf Basis definierter Zielgruppen die richtigen FerialpraktikantInnen für unseren Konzern – getreu dem Motto "Get the Right"!

Von 7. Oktober 2019 bis 7. Jänner 2020 können sich SchülerInnen und Studierende online für ein 1-monatiges Ferialpraktikum bewerben.

weitere Info

Im Zeitraum vom 20. August bis zum 30. September 2019 war das Institut für Elektrische Anlagen und Netze mit vier Akademikern an den Tongji Universität in Shanghai vertreten. Dabei hielt in der ersten Woche der Institutsvorstand, Prof. Dr. Schürhuber, u.a. eine Special Lecture zum Thema „From Energy Turnaround to Challenges for High Penetration of Renewable Energy“. Weitere Vorlesungen erfolgten durch Em. Prof. Dr. L. Fickert bzw. Dr. Ziqian. Ferner unterstützte im Sinne der Vertiefung der wissenschaftlichen Zusammenarbeit Herr Alexander Atzmueller das Institut für Rail Transit durch Auswertung von Fachliteratur hinsichtlich der Zuverlässigkeit der Stromversorgung im Metrobereich.

Zigian Zhang

Prof. Dr. Schürhuber und sein Special-Lecturesposter
Special Lecture von Prof. Dr. Schürhuber
Die Zeremonie zu Beginn des Semesters der Tongji-Universität

Besuch einer Delegation des chinesischen Ministeriums für Wissenschaft und Technologie

Am 21.06.2019 durften wir eine Delegation des chinesischen Ministeriums für Wissenschaft und Technologie bei uns am Institut empfangen. Die hochrangige Abordnung aus Vertretern der Regierung sowie der Automotivbranche besichtigte die Laborräumlichkeiten unseres Instituts für Elektrische Anlagen und Netze, das Labor des Instituts für Elektrische Antriebe und Maschinen sowie das Nikola-Tesla-Labor des Instituts für Hochspannungstechnik und Systemmanagement. Die Reise unserer chinesischen Partner legte ihren Fokus auf neueste wissenschaftliche Erkenntnisse am Sektor der elektrischen Antriebe, der alternativen Kraftstoffe sowie der Elektromobilität. Unser Institut präsentierte im Zuge dessen Projekte rund um die elektrische Sicherheit sowie den Schutz gegen elektrischen Schlag bei DC-Ladestationen für Elektrofahrzeuge.

Ziqian Zhang und Daniel Herbst

Gruppenfoto der Delegation mit Prof. R.Schürhuber, Prof. L.Fickert und Dr. Z.Zhang
Präsentation des Test-Equipments im Labor des Instituts für Elektrische Anlagen und Netze
Gruppenfoto der Delegation im Nikola-Tesla-Labor (Große Laborhalle des Hochspannungslabors)

Neue Kooperation mit der Shanghai Dianji Universität

Mit der Unterzeichnung des Kooperationsvertrags am 24.06.2019 startet eine neue Ära der Zusammenarbeit zwischen der Fakultät für Elektrotechnik der Shanghai Dianji Universität und dem Institut für Elektrische Anlagen und Netze der Technischen Universität Graz. Die beiden Institutionen, vertreten durch die Vizerektoren H.Bischof und D.Chen, unseren Dekan W.Bösch sowie die Professoren R.Schürhuber und G.Chen enthüllten gemeinsam eine Wandtafel zum Ausdruck des universitären Austausches vor unserem Institut. Neben interessanten Gesprächen zwischen den Delegationsteilnehmern und den Vertretern der TU Graz wurden auch unterschiedlichste Laborräumlichkeiten besichtigt. Wir freuen uns bereits heute auf eine langfristige Partnerschaft mit unseren chinesischen Kollegen beispielsweise in Projekten im institutseigenen Power Hardware-in-the-Loop Labor im Bereich der erneuerbaren Energien.

Ziqian Zhang und Daniel Herbst

Unterzeichnung des Kooperationsvertrags durch Prof. R.Schürhuber und Prof. G.Chen mit Vizerektor H.Bischof, Dekan W.Bösch und Vizerektor D.Chen
Austausch von Gastgeschenken zwischen den beiden Vizerektoren
Gruppenfoto der Vertreter beider Universitäten unter der schwarzen Wandtafel vor dem Institut für Elektrische Anlagen und Netze
Delegation der Dianji Universität im Labor unseres Instituts mit Test-Equipment für DC -Ladestationen

Exkursion in das thermische Kraftwerk Mellach

Am 27.05.2019 hatten wir wiedermal die Möglichkeit, im Rahmen der Vorlesung Elektrische Energiesysteme 2 eine Exkursion in das thermische Kraftwerk Mellach der Verbund Austrian Thermal Power durchzuführen.

Bei dieser Exkursion konnten wir das Kohlekraftwerk, das Gas- und Dampfkraftwerk, die Warte und die Schaltanlage besichtigen und ausführliche Erklärungen zu Funktion und Betrieb erhalten. Wir erhielten auch einen interessanten Einblick in die aktuelle Fahrweise von thermischen Anlagen, welche stark durch Redispatchmaßnahmen geprägt sind.

In Summe war dieser Ausflug eine optimale Ergänzung zur Vorlesung, bei der im Vorfeld die Theorie thermischer Kraftwerke behandelt wurde.

IEAN auf der CIRED 2019 in Madrid

Vom 3-6. Juni 2019 fand zum 25. Mal die größte Konferenz und Ausstellung für Verteilnetzbetreiber in Madrid, Spanien statt. Von den über 1519 Teilnehmern war das Institut mit 6 Konferenzteilnehmern, 7 Publikationen – davon 4 als Vortrag -  einem Tutorial und einmal als Special Reporter sowie Roundtable-Convenor  vertreten.

Teilnehmer: Robert Schürhuber, Lothar Fickert, Herwig Renner, Katrin Friedl, Daniel Herbst, Mike Lagler

https://cired2019app.org/

Publikationen:

  • 66 – First results concerning localisation of earthfaults in compensated 20-kV-networks based on travelling waves
  • 416 – Modelling the propagation of harmonic voltages in large medium voltage distribution networks
  • 590 – LV Grid Data Analysis demonstrated at DSO Arbon Energie
  • 963 – Power Quality improvement in a rural grid by grid storage system
  • 1307 – Verification of protective measures for safety of DC charging stations for electric vehicles
  • 1671 – Occupational EMF-Exposure: A Simple Guide for Testing Compliance with Requirements of Directive 2013/35/EU
  • 2119 – Simplified Magnetic Field Evaluation for Workers with Conductor Loops

In memoriam Manfred Sakulin

In tiefer Trauer geben wir bekannt, dass Univ.-Dozent Dr. Manfred Sakulin, außerordentlicher Professor im Ruhestand, verstorben ist.

Manfred Sakulin begann seine Tätigkeit am Institut für Elektrische Anlagen und Netze der Technischen Universität Graz im Jahr 1970 und prägte das Profil des von ihm interimistisch von 1997 - 1999 geführten Instituts bis zu seiner Versetzung in den Ruhestand 2007 maßgeblich. Eine Vielzahl der heute am Institut vertretenen Arbeitsgebiete und Aktivitäten wurden durch ihn initiiert und aufgebaut. Weit über 100 von ihm betreute Diplomarbeiten und Dissertationen bezeugen seinen nachhaltigen Einfluss auf die österreichische Energietechnik. Ein großer Teil der heutigen Entscheidungsträger in der elektrischen Energiewirtschaft hat die Vorlesungen und Übungen von Manfred Sakulin besucht.

Er war ein im Inland sowie international anerkannter Experte im Bereich der elektrischen Energiesysteme und ist in den Fachkreisen insbesondere als Pionier der Flickermesstechnik bekannt. Seine Tätigkeit und sein Expertenwissen auf diesem Gebiet war in der ganzen Welt, unter anderem auch in Ländern wie Saudi-Arabien und Indien gefragt.

Obwohl er durch seine Mitarbeit in zahlreichen Gremien und Arbeitsgruppen die Grundlagen für diverse Regelwerke schuf, war für ihn letztlich nie die geschriebene Norm, sondern der gesunde Menschenverstand die Basis für seine Entscheidungen.

Neben seiner wissenschaftlichen Tätigkeit engagierte er sich in der Assistentenkurie und war über Jahre hinweg als Mittelbauvertreter im Fakultätskollegium tätig. Unvergleichlich waren die von ihm organisierten Institutsausflüge in seine geliebten steirischen Berge.

Lieber Manfred, wir werden dich nicht vergessen, mögest du in Frieden ruhen!

Herwig Renner

ANTRITTSVORLESUNG PROF. ROBERT SCHÜRHUBER

Unter dem Titel „Zukünftige Herausforderungen für Elektrische Anlagen und Netze“ gelang Prof. Schürhuber in seiner Antrittsvorlesung der Brückenschlag zwischen vorangegangenen Forschungsarbeiten, den Herausforderungen in der Energietechnik sowie den zukünftigen Forschungsbeiträgen des Instituts für Elektrische Anlagen und Netze, der TU Graz.

Als treibende Kraft der spürbaren Veränderungen im Energiesektor führt Prof. Robert Schürhuber unseren steigenden Verbrauch und die Kohlenstoffbasierte Erzeugung dieser Energie an. Durch den bisherigen Umgang mit Rohstoffen beeinflusst der Mensch das Ökosystem „Erde“ zunehmend negativ. Um diesem Trend entgegen zu wirken kommt der elektrischen Energieversorgung eine Schlüsselrolle zu. Durch die vielseitige Einsetzbarkeit z. B. in den Bereich Mobilität, Klima- und Wärmetechnik können regenerative Ressourcen effektiver genutzt werden. Das Institut für Elektrische Anlagen und Netze forscht dazu u. a. im Bereich der Sektorenkopplung und in der Planung und des Betriebs von Netzen.
Im Anschluss an die Antrittsvorlesung diskutierten die zahlreichen erschienen Gäste aus Industrie, Familie und Universitäten in gemütlicher Atmosphäre im Foyer des Energie Zentrums Graz.


Zum Institut

Im Oktober 2017 übernahm Prof. Robert Schürhuber das Institut für Elektrische Anlagen von Prof. Lothar Fickert. Um die bisherigen und zukünftigen Forschungsaktivitäten im Bereich der Energienetze hervorzuheben, trägt das Institut nun den Namen „Institut für Elektrische Anlagen und Netze“. Die drei Kernkompetenzen des Instituts liegen in den Bereichen

  • Berechnung und Planung von Energiesystemen sowie die des Netzanschlusses für Erzeugungsanlagen,
  • Analyse der Versorgungsqualität und -sicherheit elektrischer Anlagen und Netze,
  • Beurteilung von Erdungssystemen und Fragen hinsichtlich der Personensicherheit.

Dennis Albert

SKITAG DES IEAN IN SCHLADMING

Unter dem Motto Teambuilding verbrachten die Wintersport-begeisterten MitarbeiterInnen des IEAN einen Skitag in Schladming. Mit dem Ausblick auf viel Sonne und 20 cm Neuschnee auf der Piste starteten sie am 12. März in bester Laune Richtung Planai und Hochwurzen.

Auf der letzten Abfahrt traten alle bei einem Abfahrtsrennen gegeneinander an.

Gegen 16 Uhr endete der gelungene Ausflug mit dem letzten Schwung - dem Einkehrschwung - an der Talstation in Schladming. Mit Erschöpfung in den Oberschenkeln und viel guter Laune ging es gegen 17:30 Uhr zurück nach Graz.

Bis nächstes Jahr in Schladming - Ski-Heil! Dennis Albert

Energietechnische Exkursion des IEAN nach Kärnten

Am 28.01.2019 führte die energietechnische Exkursion des IEAN Interessierte nach Kärnten. Dort bot sich den Teilnehmern seltene Einblicke in das Laufwasserkraftwerk Schütt 2 der KELAG und in das Heizkraftwerk der Stadtwerke Klagenfurt AG. Zwischen den beiden Kraftwerksführungen besuchten die angehenden Diplom-Ingenieure und Diplom-Ingenieurinnen zusammen mit den Mitarbeitern des IEAN die Kärnten Netz GmbH am Standort Landskron.

Der Besuch in Kärnten startet um 6:30 Uhr mit der Abfahrt an der TU Graz. Am Kraftwerk Schütt 2 angekommen, empfingen uns drei Mitarbeiter der KELAG. Das Kraftwerk Schütt 2 wird aktuell revitalisiert. Dafür wird die in die Jahre gekommene Kraftwerkstechnik teilweise gegen neue Technik ausgetauscht. Das Herzstück des Wasserkraftwerks ist dessen Turbine samt Generator. Beim Besuch konnte die gerade eingesetzte Turbine und der Leitapparat aus der Nähe betrachtet werden. Dieser ist im Normalbetrieb nicht einsehbar. Im Anschluss an eine Stärkung wurde die Wehranlage besichtigt, die ebenfalls saniert wird und sich ca. 3 km flussaufwärts befindet.

Die nächste Station führte in das komplett erneuerte 110-kV-Umspannwerk Landskron, ein wichtiger Knoten des Kärntner Verteilnetzes. Nach einem kurzen Vortrag über die generelle Betriebsführung samt Sicherheitsunterweisung konnten das Umspannwerk besichtigt werden, wobei das Augenmerk auf die Primärtechnik sowie auf die Notstromversorgung der Sekundärtechnik mittels Batterien gesetzt wurde. Im Anschluss zur UW-Führung wurden die Analysemöglichkeiten der von der KNG eingesetzten Kabelmesswägen demonstriert und es ergab sich die Möglichkeit zur intensiven Diskussion mit den zuständigen Technikern.

Die letzte Station der Exkursion führte in das Fernheizwerk der Stadtwerke Klagenfurt, den zentralen Knoten des Klagenfurter Fernwärmenetzes und Standort der Energieleitzentrale der Stadtwerke Klagenfurt. Bis zur Jahrtausendwende wurde am Standort ein kohlegefeuertes Dampfkraftwerk mit Kraftwärmekopplung betrieben. Nach Stilllegung des Kraftwerkes wurden moderne Gasheizkessel in Betrieb genommen um die Versorgung der Stadt mit Fernwärme zu gewährleisten. Beim Rückbau des alten Dampfkraftwerkes wurden die zum Teil 70 Jahre alten gemauerten Heizkessel und ein teilweise demontierter Turbinen-Generator-Satz für Führungen erhalten.

Gestärkt durch eine abschließende Jause und mit vielen interessanten Einblicken und Eindrücken ging es zurück nach Graz. Vielen Dank an die Firmen und deren Vertreter für die interessanten Führungen und Diskussionen und an Stefan Polster für die Organisation der Exkursion.

Exkursion Kraftwerk Mellach

Am 23.5.2018 hatten wir die Möglichkeit, im Rahmen der Vorlesung Elektrische Energiesysteme 2 eine Exkursion in das thermische Kraftwerk Mellach der Verbund Austrian Thermal Power durchzuführen. Bei dieser Veranstaltung konnten wir nicht nur das Kraftwerk (Kohlekraftwerk, Gas- und Dampfkraftwerk, Warte, Schaltanlage) besuchen und ausführliche Erklärungen zu Funktion und Betrieb erhalten, sondern auch einen interessanten Einblick in die aktuelle Fahrweise von thermischen Anlagen erhalten, welche stark durch Redispatchmaßnahmen geprägt sind. In Summe war dieser Ausflug eine optimale Ergänzung der Vorlesung, bei der im Vorfeld die Theorie thermischer Kraftwerke behandelt wurde.

Kontakt
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Institut für Elektrische Anlagen
und Netze
Inffeldgasse 18/1
8010 Graz

Tel.:  +43 (0) 316 / 873 - 7551
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