GAD Awards 12

Programm

  • Vortrag
    Gregor Eichinger
    Über die Schatten der Stadt
    Mittwoch, 10. Oktober 2012 – 19:00 Uhr
    Zumtobel Lichtzentrum Graz Grabenstraße 23

  • Vortrag
    Fabio Gramazio
    Digitale Materialität in der Architektur
    Donnerstag, 11. Oktober 2012 – 19:00 Uhr
    TU-Graz Rechbauerstraße 12 | HS1
  • Preisverleihung
    Freitag, 12. Oktober 2012 – 19:00 Uhr
    Alte Technik, Rechbauerstraße 12, HS2 & Foyer

  • Ausstellungsdauer
    12. – 18. Oktober 2012
    Alte Technik, Rechbauerstraße 12, HS2 & Foyer 

PreisträgerInnen

Georg Pichler // 1. Preis

Dumplab

Eine Eigenschaft, die einen guten Architekten ausmacht, ist, dass er seine Umwelt mit besonders weit geöffneten Augen wahrnimmt. Der Autor ist auch der Ansicht, dass der Architekt nicht die Aufgabe hat die Lebensumstände der Menschen radikal und abrupt zu transformieren, er denkt, dass wenn man nachhaltig etwas verändern will es Schritt für Schritt und mit vertrauten Elementen passieren muss.
Das Projekt nimmt einen sehr spezifischen sozioökonomischen Mikrokosmos in der Megastadt Manila unter die Lupe, in welchem 800 Familien am Rand der
Gesellschaft von der Verwertung von Abfall leben. Mit einer großen Nähe zu diesen Menschen erreicht der Autor durch kleine architektonische Eingriffe nicht nur
diesen Familien ihre Würde zu geben sondern er bindet sie auch in einen übergeordneten Ressourcenkreislauf ein. Mittels zarter Strichzeichnungen, adäquaten Diagrammen sowie Bildern und fundierter Faktenkenntnis wird der
etappenweise Wandel von einer Abfallkolonie in eine sich selbst versorgende Gemeinschaft illustriert.
Betreuer: Univ.- Prof. Klaus K. Loenhart
Sponsor: BENE

Kathrin Dörfler und Romana Rust // 2.PREIS

Nach vor und zurück / Verschränkung digitaler und physischer Gestaltungsprozesse

In den herkömmlichen Methoden der CNC-gestützten Umsetzung von virtuellen Modellen in physische müssen alle gestalterischen Entscheidungen bereits getroffen sein. Die Herstellungsprozesse sind linear und unflexibel, sie nützen das Potenzial der Maschinen für den Gestalter noch nicht aus.
In diesem Zusammenhang werden Systeme untersucht und geeignete Randbedingungen festgelegt, die menschliche Eingriffe intuitiver Art in den Fertigungsprozess ermöglichen, um Schnittstellen zwischen virtueller und
physischer Wirklichkeit zu etablieren.
Ein Kuka Industrieroboter wird um offene Schnittstellen erweitert, die die online Steuerung des Roboters durch ein externes System ermöglicht. Dies kann mit verschiedensten Ein- und Ausgabegeräten sowie mit Sensoren verbunden werden. So wird das proprietäre Robotersystem für Plattform unabhängige Erweiterungen
geöffnet und die Grundlage für interaktive Gestaltungsprozesse geschaffen, die die Maschine nicht nur als Fertigungsautomat sondern als Gestaltungswerkzeug
begreifen. Neben der technischen Tiefe besitzt diese Arbeit handwerkliche und poetische Dimensionen.
Betreuer: Univ.- Prof. Urs Hirschberg
Sponsor: XAL

Lisa Enzenhofer und Anna Resch // 3.PREIS

Lendlabor – vom Leerstand zur Ressource

Erst durch das genaue Betrachten und Erforschen unterschiedlicher Stadtfragmente entstehen neue Sichtweisen in Bezug auf den Beobachtungsraum.
Mittels Feldforschung werden Leerstände und Brachen aus dem Stadtgefüge gefiltert und mit einem Katalog der Raumressourcen kategorisiert, wodurch eine
Gesamtaussage getätigt und Vergleiche angestellt werden können.
Ziel ist nicht allein herauszufinden, was eine Situation meint, sondern was sie ermöglicht und was in einer Situation performativ enthalten ist.
Anhand dieser Methode untersuchen die Autorinnen akribisch den Grazer Bezirk Lend und entwickeln Szenerien zur Aktivierung der vorhandenen Ressourcen.
Betreuer: Univ.- Prof. Klaus K. Loenhart
Sponsor: SEELE sowie KOMMERZ

Stephan Brugger // Tschom Wohnbaupreis

Haydarpasa Mahallesi

Das städtebauliche Konzept beinhaltet die grundsätzliche Vorstellung der osmanischen “Machalle” und interpretiert sie in Form einer zeitgemäßen “Mixed-Use” Programmatik. Dabei sollen ihre Grundzüge erkennbar bleiben, Trennung
von Wohnstraßen und Einkaufsstraßen, gemeinschaftliche kulturelle und religiöse Zentren und zugängliche Kommunikationsräume innerhalb und außerhalb der
Nachbarschaft in Form von Plätzen, Parks, Kaffeehäusern und dem Hamam.
Dabei spielt die hierarchische Auffassung der unterschiedlich formulierten Räume eine entscheidende Rolle. Diese “sozialräumliche-Zwiebel” schichtet sich dabei
von außen nach innen in unterschiedliche Intimsphären. Mit großer Liebe zur Stadt Istanbul und größter Sorgfalt entwirft der Verfasser das lokal geprägte Bild einer
differenzierten Wohnkultur.
Betreuer: Univ.- Prof. Hans Gangoly

Georg Peter Stubitsch // Hollomey Reisepreis

Hometainer

Wenn es ein Sinnbild für unsere globalisierte Wirtschaftsordnung gibt, dann ist es der Container. Der Standard – Frachtcontainer, der 40 Fuß misst, ist heute schätzungsweise 15 Millionen Mal im Einsatz. Er ist all das, was in zunehmenden Maße auch von den Menschen in der globalisierten Welt erwartet wird: flexibel, ungebunden, kostengünstig, universell einsetzbar. Der Autor schafft es aber trotz dieser generischen Eigenschaften des Containers das Projekt mit kontextuellen
Einflüssen, Eigenschaften und dem menschlichen Maßstab anzureichern.
Betreuer: Univ.- Prof. Peter Schreibmayer

Marietta Pagonis // Sonderpreis

HIGH LIFE – Urbanes Wohnen am Olympiapark München

Bei diesem Projekt handelt es sich um einen Wohnturm mit vielfältigen Wohnungsgrundrissen auf verschiedenen Ebenen.
Jede einzelne Wohnung ist bis ins Detail beschrieben und ausgearbeitet.
Es handelt sich hierbei um ein fast zur Baureife herangeführtes Projekt.
Betreuer: Univ.- Prof. Roger Riewe
Sponsor: A-NULL

Phillip Erkinger und Jasna Kuljuh // Sonderpreis

Project Izvrnuto

Fliegende Städte sind in sich abgeschlossene Organismen, die, um zu gedeihen, nicht nur ihre eigenen Ressourcen verbrauchen, sondern diese auch erzeugen.
Der Wunsch, dass eine neue Generation die Möglichkeiten einer solchen Kolonie in der Luft entdecken wird, liegt hierbei nicht unbedingt so stark bei dem Aspekt der
Notwendigkeit, oder am Kick, sich in ein abenteuerliches Nirgendwo zu stürzen, sondern in der Idee in einer kleinen unabhängigen Welt zu leben die man sich aussuchen kann. Das Projekt versteht sich als Fortführung einer Tradition
von utopischen Entwürfen wie dem Wolkenbügel von El Lissitzky, der Walking City von Archigramm oder von La Ville Spatiale von Yona Friedman sowie Ridley Scotts Blade Runner
Es entwirft die Zukunft anhand eines Storyboards, welches sowohl die fliegende Maschine wie auch die hier lebende Gesellschaft mit den dazugehörenden Berufen und Persönlichkeiten bestechend fassbar beschreibt.
Betreuer: Univ.- Prof. Hans Kupelwieser
Sponsor: BLAZEK

Jury

Fabio Gramazio

Sabina Hörtner

Johannes Käferstein

Elke Krasny

Gernot Ritter

PARTNER

 
 

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Organisation und Umsetzung
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Institut für Architektur und Medien
Inffeldgasse 10/2
8010 Graz   

Christian Freissling
freissling[at]tugraz.at
Tel.: 0316/873-4739
Fax: 0316/873-4723

Institut für Zeitgenössische Kunst
Inffeldgasse 10/2
8010 Graz   

Daniela Brasil
daniela.brasil[at]tugraz.at
Tel.: 0316/873-4733
Fax: 0316/873-4723

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