Sommersemester 2013

faksimile

Die grundlegende Idee des Masterstudios „Faksimile“ am Institut für Tragwerksentwurf war es, sich mit den Möglichkeiten der parametrisch generierten und digital gesteuerten Fabrikation von Bauteilen auseinanderzusetzten und aus den gewonnenen Erkenntnissen ein Konzept für die Entwicklung von elementierbaren und somit vorfabrizierbaren, doppelt gekrümmten Betontragwerken zu entwickeln. In dem Projekt haben die Teilnehmer einen Pavillon für die Serpentine Gallery in London entwickelt, und sich ein spezielles
Element der Fabrikation herausgesucht, z.B. das Weben von Bewehrungslagen, das Einstellen adaptiver Schalungen etc. Diese Ideen wurden in Form eines parametrischen Arbeitsprozesses auf ABB IRB 140 Industrierobotern modellhaft verwirklicht. Dazu wurden die Werkzeuge für die auszuführende Tätigkeit selbst entwickelt. Diese reichten von Weben über Schälen bis hin zu Extrudieren und Pick-and-Place Tätigkeiten.


Konzept und Leitung: Stefan Peters, Felix Amtsberg, Felix Raspall & Milos Dimcic

Postkoloniale Architektur: Der konstruierte Orient

Institut für Architekturtheorie, Kunst - und Kulturwissenschaften

Der Orient als mythisch aufgeladener Ort schreibt sich seit dem 19. Jahrhundert in die österreichische Architektur ein. Seine kulturelle Konstruktion und hybride architektonische Erscheinungsformen thematisierten Studierende der TU Graz im Rahmen einer Projektübung am Institut für Architekturtheorie, Kunst- und Kulturwissenschaften. Die entstandenen räumlichen Analysen und Case Studies wurden im Rahmen einer Ausstellung im Forum Stadtpark in Graz präsentiert.

Konzept und Leitung: Petra Eckhard & Daniel Gethmann

Graz Süd

Institut für Städtebau

Die Inhalte der Projektübung sind komplex: Bestandsaufnahme und Erfassen von Stadtentwicklungstendenzen, Aufzeichnen von Problemfeldern und Potenzialen, Verkehrserschließung, Umgang mit bestehender Bebauung und Neudefinition  öffentlicher Räume. Das Objekt des Entwurfs ist das Grazer Stadtgebiet entlang des südlichen Westufers der Mur. Das Ziel des Entwurfs ist die Entwicklung von Ideen für diesen Stadtteil, die von bestehenden Zusammenhängen abgeleitet werden, und ihre Argumentation.

Konzept und Leitung: Jean Marie Corneille Meuwissen & Jördis Tornquist

URBAN FOREST: ISTANBUL. A city that performs as a forest?

Institut für Architektur und Landschaft

A city that performs as a forest? Mit dieser Maßgabe entwickeln wir im SS13 ein vielfältig miteinander verflochtenes System von hybriden Architekturen - verortet in der Metropolregion Istanbul. Die Bezugnahme überrascht wenn sie mehr als nur eine Metapher darstellen soll. So werden doch Stadt und Lanschaft als getrennte Realitäten behandelt. Zu Unrecht meinen wir, denn jenseits moderner Trennungen wird sich die klare Grenzziehung zwischen Kultur und Natur, zwischen Technologie und Ökologie langsam als untauglich erweisen. Landschaft wechselt vom passiven Hintergrund zur "aktiven Agentin", denn die Stadt die als vorrangiger Lebensraum des 21. Jahrhunderts prognositiziert wird agiert immer im systemischen Bezug mit der Umwelt.
Im Rahmen des Masterstudios Urban Forest: Istanbul wird anhand der pulsierenden 13 Millionen Einwohner Metropole Istanbul der Belgrade Forest, Teil der grünen Lunge Istanbuls, im Kontext der Stadt analysiert und neue adaptive Konzepte für einen integralen und hybriden Stadtraum entwickelt. Umwelt und Landschaft werden hierbei kurzum zu Protagonisten erhoben und die Praktiken aller Akteure neu in Beziehung gesetzt. Wald stellt dabei als wichtiger lokaler CO2 Speicher und Sauerstoffproduzent einen fundamentalen Akteur dar, welcher aufgrund der anhaltenden Urbanisierungswelle und dem ökonomischen Bodenverwertungsdruck gefährdet ist. Doch müssen diese Realitäten weiterhin einen Widerspruch darstellen? Wir gehen den Fragen nach, wie zukünftig Stadt und Landschaft zusammengedacht werden können und dabei die Performanz des Waldes erhalten und gleichzeitig Urbanität ermöglicht wird. Wie kann diese Symbiose aussehen?
Ziel des Projektes ist es, neue komplexe architektonische Typologien für ein erweitertes Stadtverständnis zu entwerfen, ein neues Performanzpotential zwischen Stadt und Lebensraum zu erdenken. Moderne Trennungen von Stadt und Landschaft/Wald werden dabei prinzipiell hinterfragt und so visionäre Experimente und unerwartete Kombinationen aus Materialität, Prozessen, Form und Akteuren in spannenden Entwürfen ermöglicht.

Konzept und Leitung: Klaus K. Loenhart, Lisa Enzenhofer & Georg Pichler

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