Horia Daniel Brad

Die theoretische Auseinandersetzung gliedert sich im Kontext mit dem stetig anwachsenden Interesse für Landscape Urbanism im Bezug auf Planungsinstrumente für den globalen Städtebau ein. Der Kern der Arbeit widmet sich der Schaffung einer visionären Annäherung an die Problematik der Reintegration und Neustrukturierung von urbanen Räumen in Hinblick auf Nichtterritorialität (terrain vague). Der Fokus liegt auf den edge city-Gebieten mit industriellem Charakter – am Rande der Verlassenheit und im Zustand der Ruine. Dieses Phänomen wird untersucht im fortschreitenden Aspekt vom globalen Ganzen bis hin zum Beispiel einer Stadt in Rumänien: Oradea, gelegen an der symbolishcen Grenze zwischen Ost- und Westeuropa. Landschaftskultur, industrialscapes und eine poetische Interpretation von postindustriellen Ruinen (aus der Perspektive von G.B. Piranesi) gründen die Theorie einer adaptiven Stadt. Die in Architektur und Städtebau umgesetzten philosophischen Konzepte (ausgearbeitet anhand der Ideen von Gilles Deleuze in: Capitalisme et schizophrénie 2 : Mille plateaux) und theoretische Interpretationen der schwebenden Stadt (Campo Marzio - Giovanni Battista Piranesi) generieren ein städtisches Entwurfsmodell und prägen das Bild eines urbanen „archescape.“ (siehe Gijs Wallis de Vries in: Archescape. On the tracks of Piranesi). 

Die Masterarbeit "Plug-industrial. visionäre urbane Strategien: Flucht aus Nichtterritorialität" wurde von Jean Marie Corneille Meuwissen (Institut für Städtebau) betreut.