Niemandsland. Eine utopische Spurensuche

Marleen Leitner & Michael Schitnig

Die Ausgangslage für „Niemandsland“ ist die Behauptung, dass die Utopie weder als gescheiterter Plan noch als Bauaufgabe zu verstehen ist. Vielmehr dient sie als Werkzeug und Methode, gesellschaftsfähig, kritisch und künstlerisch zu arbeiten. Das dafür gewählte Ausdrucksmittel des Comics ermöglicht nicht nur ein experimentelles Erleben erdachter Räume, sondern auch eine Gegenüberstellungen einzelner Utopien in Form einer abstrakten Suche nach Mensch und Raum in Verbindung zur seiner Zeit und zu seinen Träumen. Die postfordistische Gesellschaft im Zeitalter der Globalisierung und des Internets - im weiteren Wandel begriffen - verlangt nach einer Darstellung des Unmöglichen. „Niemandsland“ ist der Titel des Comics sowie Bestandteil der Untersuchung, aber viel mehr noch eine Fortführung - ein Weiterdenken des Begriffs Utopie (oudepote) – jedoch nicht als zum Scheitern verurteilte Wunschvorstellung, sondern als schon seit jeher verwendetes Mittel, unsere Welt zu verändern.

Die Diplomarbeit Niemandsland. Eine utopische Spurensuche wurde vom Institut für zeitgenössische Kunst (Hans Kupelwieser) betreut.