Catherine Papst

Eine schnelle Urbanisierung von Ackerland und eine stetige Ausdehnung von Städten wurde bereits bei asiatischen Megacitys beobachtet. Der folgende Text konzentriert sich auf den Iran, im Zentrum des Nahen Ostens. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts hat sich das Land einer starken Modernisierung in seiner Städteplanung und seinen sozialen Strukturen unterzogen. Teheran, die Hauptstadt des Iran, ist nicht nur in Größe und Dichte gewachsen, sondern auch in ihren sozialen Bedürfnissen. Die Nachbarstadt Karaj liegt etwa 40 km nordwestlich von Teheran. In kurzer Zeit ist Karaj zu einer 1,6 Millionen Menschen Stadt gewachsen und ist zu einem zweiten Zentrum in der Region avanciert. Die Distanz zwischen öffentlichen Räumen und Generationen ist groß. Riesige Parks liegen weit entfernt von neuen Wohnblöcken und das Leben in den Straßen zieht sich langsam in Einkaufszentren zurück. An den Wochenenden versuchen die Bewohner der überfüllten Stadt zu entkommen oder treffen sich an privaten Orten. Dieser Arbeit ist eine Dokumentation darüber, wie die Vereinfachung von Architektur, die Komplexität unseres Lebens in einer Zeit von Bevölkerungswachstum zu übernehmen versucht.

Die Masterarbeit BA NAMAK: Tehran‘s new urban form wurde von Urs Hirschberg (Institut für Architektur und Medien) betreut.