Mission Statement - Institut für Raumgestaltung

Der Schwerpunkt des Instituts für Raumgestaltung in Lehre und Forschung ist die ursächliche architektonische Auseinandersetzung mit Raum, dessen Materialität und Licht. Raum wird dabei als Intensität verstanden, als immanente Größe die uns umgibt, die in unsere Befindlichkeiten eingreift und uns dazu herausfordert, Gewöhnliches und Gewohntes zu hinterfragen. Die Verknüpfung theoretisch-wissenschaftlicher Auseinandersetzung mit forschungsgeleiteter Lehre ist ein zentrales Anliegen. Der 1:1 Versuchsaufbau ist dabei ein wesentliches Arbeitsinstrument.

• Raumwahrnehmung/Raumgestaltung: Raumwahrnehmung bezeichnet das, was zwischen den Dingen aufgespannt wird – das Wirken und die Ausdehnung des Raumes, sein atmosphärischer Gehalt, die Beziehung vom Subjekt zum Raum und die Frage nach den Identifikationsmöglichkeiten, die ein Raum dem Menschen bietet. Raumgestaltung dagegen betrachtet die Dinge selbst – ihre Beschaffenheit, Form und Eigenart. Es geht um den Raum an und für sich bzw. die Beziehung vom Objekt zum Raum. Fragen nach Materialität, Oberfläche, Licht, Farbe, Akustik stehen im Vordergrund.

• Licht: Licht und Raum sind voneinander nicht zu trennen. Das Verhältnis von Raum, Material und Licht ist uns als Erfahrung eingeschrieben, wir operieren laufend damit. Es ist für Raumschaffende wesentlich, sich eingehender damit auseinanderzusetzen. Über die Lichtforschung werden Aspekte der Raumwahrnehmung und Raumgestaltung zusammengeführt. Licht als Medium und dessen Bedeutung im gesellschaftlichen Alltag ist Grundlage unserer Lehre und Forschung.

• Material: Mithilfe konkreter architektonischer Materialien wird die Relevanz sensorischer Materialeigenschaften vermittelt. Unterschiedliche Denkansätze über das Verhältnis von Werkstoff und Architektur, Raum und Konstruktion stehen im Fokus. Der Einfluss des Materials auf die tektonische Idee vermittelt sich anhand der Themen Ressourcen, Fügen und Oberflächen.

• ObjektIn der Holzwerkstatt werden Prototypen entworfen und im 1:1 handwerklich umgesetzt. Der Schritt von der Zeichnung zum Material – von einer sozio-politischen Position zum architektonischen Entwurf – mit dem Ziel einer realmaßstäblichen Erfahrung hat hier Priorität.

Institut für Raumgestaltung

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