Dieser Workshop will einen Einblick in die Stadt- und Architekturethnographie vermitteln. Ethnographische Methoden wurden ursprünglich dafür entwickelt, die Organisation und Funktionsweise fremder Ethnien und Gruppen zu untersuchen. Sie können jedoch nicht nur in der Fremde zur Anwendung kommen, sondern durchaus auch zur Untersuchung und Beschreibung des Eigenen herangezogen werden. Methoden wie die teilnehmende Beobachtung, das Erstellen von Feldnotizen und Listen, das Mapping, das Führen von Interviews, das Sammeln von Gegenständen sowie die dichte Beschreibung eignen sich durchaus auch, um sich Städten und Stadtvierteln, aber auch ganz konkreter Architektur zu nähern. In diesem Semester werden wir uns vor allem für die Tankstelle als konkreten Ort interessieren. In welchem Zusammenhang steht die Tankstelle mit ihrer Umwelt? Welche verschiedenen Situationen lassen sich an einer Tankstelle beobachten? Wie läuft eigentlich das Tanken oder das Autowaschen praktisch ab? Wie stellen sich Menschen an einer Kasse an? Und welchen Einfluss hat die Architektur dabei auf alltägliches Verhalten? Derartige Fragen aus dem Umfeld von Stadtethnographie und Alltagssoziologie werden auf dem Programm stehen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Lehrende Gastprofessor Julian Müller

Vorstellung 28ter Februar 2022

Anmeldung 01ter März 2022

Einführung 02ter März 2022