Die alltäglichen Elemente des Stadtraums sind Abbild unserer kulturellen Entwicklung. Viele davon verschwinden, ohne dass ihnen Bedeutung beigemessen wird und sie dokumentiert werden.

Die Folgen der Mobilität des 20. Jahrhunderts haben das Ende der Tankstelle eingeläutet und drohen zu verschwinden. Um dem entgegenzutreten, behandeln wir in der Lehrveranstaltung „Bauen im Denkmal“ die Tankstelle als Denkmal von morgen – als Werk, das im Laufe der Zeit eine kulturelle Bedeutung bekommen wird und setzen uns für eine proaktive Denkmalpflege ein. Wir dokumentieren Elemente des Alltags vor ihrem Verschwinden und betrachten die Tankstelle der Jahrtausendwende, wie sie unseren Stadtraum prägt.

Unser Blick richtet sich auf das Bauwerk, sein Umfeld und seinen soziokulturellen Beitrag. Wir dokumentieren Orte in Graz und erstellen Bestandsaufnahmen von Tankstellen. Diese Analyse bildet die Grundlage für die Entwicklung von Nachnutzungsszenarien. Im Mittelpunkt unserer Betrachtung steht: Wie sind diese alltäglichen, standardisierten Gebäude aufgebaut? Wie reagieren die Bauwerke auf ihr Umfeld? Gibt es Besonderheiten, die sich durch den jeweiligen Standort ergeben? Wir erkennen die Qualitäten dieser Bauwerke des Alltags und stellen uns folgende Fragen: Wie kann eine Nachnutzung aussehen, die sich in den Bestand integriert? Welche Möglichkeiten und Änderungen ergeben sich für das Umfeld?

In Kleingruppen analysieren wir Archivmaterial und Vorgefundenes,   entwickeln Zukunftsszenarien und entwerfen eine Nachnutzung der Tankstelle - das Denkmal von morgen.

Lehrende Christina Aschauer, Matthias Castorph

Anmeldung ab 15ten Februar 2022

Einführung 22ter März 2022

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Construction in Historic Monuments
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