Von der Stadt ist seit jeher eine enorme Faszination ausgegangen. Ob in der Literatur oder in der Wissenschaft, die Stadt gilt als jener Ort, an dem sich Fremde begegnen, an dem Unvorhergesehenes passiert, an dem Revolutionen stattfinden, Moden entstehen und Börsenticker ticken. „Why go to the North Pole or climb Everest for adventure when we have Chicago?“, hat Robert E. Park, Mitbegründer der Großstadtforschung, einst behauptet. Die wirklichen Abenteuer fänden seiner Ansicht nach nirgendwo anders statt als in der modernen Großstadt; weswegen Park seine Studierenden einst angewiesen hat, sich doch einmal das alltägliche Leben an den Straßenecken, in den Spielhallen, Bordellen, Hotels und Schlachthöfen genauer anzusehen. Was aber macht eine Stadt zu einer Stadt? Wieso geht von der Stadt seit jeher eine so große Faszination aus? Über welche Bilder von Stadt verfügen wir? Diesen Fragen wollen wir in diesem Semester anhand klassischer Beiträge der Stadtforschung und Stadtsoziologie nachgehen, uns darüber hinaus aber auch für Darstellungen von Stadt in der Kunst-, Literatur- und Filmgeschichte interessieren.

Lehrende Gastprofessor Julian Müller

Vorstellung 28ter Februar 2022

Anmeldung 01ter März 2022

Einführung 02ter März 2022